So, 07:01 Uhr
20.12.2009
Kaum noch Senkungserscheinungen
Dank seismischer Überwachung und der Versatztätigkeit kaum noch Senkungserscheinungen im Raum Sondershausen, so Dr.Volker Thoma von der Firma der KUTEC in Sondershausen im Gespräch mit Hans-Jürgen Schmidt...
Die KUTEC Salt Technologies in Sondershausen agiert weltweit. Hervorgegangen aus der ehemaligen Forschung des Kombinates Kali geniest das Unternehmen ein internationales Ansehen. Ein Teilgebiet ist dabei die Seismik. Auf diesem Gebiet ist die Forschungseinrichtung zur Zeit in Slowenien, England tätig. Geplant ist ein Einsatz in Spanien.
In Deutschland werden alle Kali - und Steinsalzgruben seismisch betreut. Die Erdgasfelder in Norddeutschland, speziell die Kavernen stehen ebenfalls unter der Obhut der KUTEC. Da ist es selbstverständlich, dass endsprechende Kontrollen in Sondershausen durchgeführt und Schlussfolgerungen an den Grubenbetrieb gegeben werden. Das war notwendig, denn es bestand die Gefahr von starken Absenkungen und Gebirgsschlägen. Dies vor allen in den Feldesteilen, in denen Carnallitit abgebaut wurde. Zu anderen hätte es zu Problemen mit der Wasserführung der Wipper geben können. Zusammenfassend kann man festhalten, es bestehen 2 Aufgaben:
1. Überwachung bei der Gewinnung von Kalisalzen, speziell des Carnallitits. Dies geschieht bereits seit 1986. Heute ist es der Steinsalzabbau in Sondershausen.
2. Die Kontrolle und Aufgabenstellung im sogenannten Nachsorgebergbau.
Es konnte die Senkungsgeschwindigkeit seit 1990 soweit minimiert werden, so dass an der Messstelle im Bereich der Wipperbrücke in Jecha nur 25 mm jährlich registriert werden. Dazu waren umfangreiche Versatzarbeit unter Tage notwendig.
Dazu wurden 2,2 Mio. Tonnen an Steinsalz eingebracht. Gleichzeitig sind die seismischen Ereignisse stark reduziert worden, so dass keine Gefahren für die Bewohner und Gebäude oberhalb des Ostfeldes mehr bestehen und die Wipper kann ungehindert ihr Wasser zur Unstrut leiten. Um dies zu verdeutlichen sind in den Bilder 2 bis 4 Grafiken beigefügt.
Da es kaum eine Bergbautätigkeit ohne seismische Ereignis gibt, werden die Kontrolltätigkeiten intensiv fortgeführt. Dazu wurden über 15 Messstellen unter Tage sowie 2 über Tage eingerichtet. (siehe Bilder 5 bis 8)
Über Tage befinden sich eine Messstelle im Bereich des Autohauses Hannig und ein Messstelle in Großfurra im Bereich unterhalb des Sportplatzes. Untertage sind sie über das gesamte Grubenfeld verteilt.
Die zur Zeit gemessenen seismischen Ereignisse stellen gegenwärtig keine Gefahr dar. Die Magnituden (vergleichbar mit Richterskala für Erdbeben) bewegen sich zwischen Null und 0,5. Ab einer Magnitude 1 muss dies der Bergbehörde gemeldet werden. Die meisten seismische Ereignisse sind in einem Feldesteil, dass über 1000 m Deckgebirge aufweist, also im wesentlichen im Bereich des Frauenberges, so dass man eventuell in Jechaburg und Großfurra etwas bemerken könnte.
Unter Tage sind es die Bereiche Südfeld I und V. (Siehe Bild 9 )Und wenn man bedenkt, dass es noch sogenannte mobile Erschütterungsmessstellen gibt, so kann man festhalten, dass die bergbauliche Tätigkeit unter einer souveränen Kontrolle steht.
Text und Bilder 1,2, 7: Hans-Jürgen Schmidt
Bilder 3,4, 5, 6, 8, 9: Dr. Thoma - KUTEC
Bildtexte:
Bild 1: Dr. Volker Thoma im Gespräch
Bild 2: Grafik zur Sinkgeschwindigkeit von Beginn des Carnallititabbaues bi zur Vollendung der Versatztätigkeit im Ostfeld der Grube I
Bild 3: Seismische Ereignisse im Ostfeld der Grube I bis 1992
Bild 4: Seismische Ereignisse im Ostfeld der Grube I im Jahre 2007
Bild 5: Messstelle über Tage in der Nähe des Autohauses Hannig
Bild 6: "Innenleben" der Messstelle
Bild 7, 8: Messstellen unter Tage
Bild 9: Herdlagen der seismischen Ereignisse von 12/2008 bis 02/2009. Hier im Bereich unter dem Frauenberg, im Bereich Südfeld I und Südfeld V der Grube Schacht I und V.
Autor: khhDie KUTEC Salt Technologies in Sondershausen agiert weltweit. Hervorgegangen aus der ehemaligen Forschung des Kombinates Kali geniest das Unternehmen ein internationales Ansehen. Ein Teilgebiet ist dabei die Seismik. Auf diesem Gebiet ist die Forschungseinrichtung zur Zeit in Slowenien, England tätig. Geplant ist ein Einsatz in Spanien.
In Deutschland werden alle Kali - und Steinsalzgruben seismisch betreut. Die Erdgasfelder in Norddeutschland, speziell die Kavernen stehen ebenfalls unter der Obhut der KUTEC. Da ist es selbstverständlich, dass endsprechende Kontrollen in Sondershausen durchgeführt und Schlussfolgerungen an den Grubenbetrieb gegeben werden. Das war notwendig, denn es bestand die Gefahr von starken Absenkungen und Gebirgsschlägen. Dies vor allen in den Feldesteilen, in denen Carnallitit abgebaut wurde. Zu anderen hätte es zu Problemen mit der Wasserführung der Wipper geben können. Zusammenfassend kann man festhalten, es bestehen 2 Aufgaben:
1. Überwachung bei der Gewinnung von Kalisalzen, speziell des Carnallitits. Dies geschieht bereits seit 1986. Heute ist es der Steinsalzabbau in Sondershausen.
2. Die Kontrolle und Aufgabenstellung im sogenannten Nachsorgebergbau.
Es konnte die Senkungsgeschwindigkeit seit 1990 soweit minimiert werden, so dass an der Messstelle im Bereich der Wipperbrücke in Jecha nur 25 mm jährlich registriert werden. Dazu waren umfangreiche Versatzarbeit unter Tage notwendig.
Dazu wurden 2,2 Mio. Tonnen an Steinsalz eingebracht. Gleichzeitig sind die seismischen Ereignisse stark reduziert worden, so dass keine Gefahren für die Bewohner und Gebäude oberhalb des Ostfeldes mehr bestehen und die Wipper kann ungehindert ihr Wasser zur Unstrut leiten. Um dies zu verdeutlichen sind in den Bilder 2 bis 4 Grafiken beigefügt.
Da es kaum eine Bergbautätigkeit ohne seismische Ereignis gibt, werden die Kontrolltätigkeiten intensiv fortgeführt. Dazu wurden über 15 Messstellen unter Tage sowie 2 über Tage eingerichtet. (siehe Bilder 5 bis 8)
Über Tage befinden sich eine Messstelle im Bereich des Autohauses Hannig und ein Messstelle in Großfurra im Bereich unterhalb des Sportplatzes. Untertage sind sie über das gesamte Grubenfeld verteilt.
Die zur Zeit gemessenen seismischen Ereignisse stellen gegenwärtig keine Gefahr dar. Die Magnituden (vergleichbar mit Richterskala für Erdbeben) bewegen sich zwischen Null und 0,5. Ab einer Magnitude 1 muss dies der Bergbehörde gemeldet werden. Die meisten seismische Ereignisse sind in einem Feldesteil, dass über 1000 m Deckgebirge aufweist, also im wesentlichen im Bereich des Frauenberges, so dass man eventuell in Jechaburg und Großfurra etwas bemerken könnte.
Unter Tage sind es die Bereiche Südfeld I und V. (Siehe Bild 9 )Und wenn man bedenkt, dass es noch sogenannte mobile Erschütterungsmessstellen gibt, so kann man festhalten, dass die bergbauliche Tätigkeit unter einer souveränen Kontrolle steht.
Text und Bilder 1,2, 7: Hans-Jürgen Schmidt
Bilder 3,4, 5, 6, 8, 9: Dr. Thoma - KUTEC
Bildtexte:
Bild 1: Dr. Volker Thoma im Gespräch
Bild 2: Grafik zur Sinkgeschwindigkeit von Beginn des Carnallititabbaues bi zur Vollendung der Versatztätigkeit im Ostfeld der Grube I
Bild 3: Seismische Ereignisse im Ostfeld der Grube I bis 1992
Bild 4: Seismische Ereignisse im Ostfeld der Grube I im Jahre 2007
Bild 5: Messstelle über Tage in der Nähe des Autohauses Hannig
Bild 6: "Innenleben" der Messstelle
Bild 7, 8: Messstellen unter Tage
Bild 9: Herdlagen der seismischen Ereignisse von 12/2008 bis 02/2009. Hier im Bereich unter dem Frauenberg, im Bereich Südfeld I und Südfeld V der Grube Schacht I und V.









