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Di, 15:29 Uhr
05.01.2010

Optimistischer Jahresauftakt

Die Thüringer Arbeitslosenquote nur knapp über zehn Prozent? Das ist doch was, denken sich die Vertreter der Thüringer Wirtschaft. Die IHK zum Beispiel spricht von einem optimistischen Jahresauftakt...


Auch zum Jahresauftakt bleibt der Arbeitsmarkt erstaunlich widerstandsfähig. 121.948 Arbeitslose – 2.731 mehr als im November –meldete heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,2 Prozent. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres (10,4 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit sogar um 3.125 gesunken.

Keine Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt, im Gegenteil: „Die Zahlen sorgen für einen optimistischen Jahresauftakt“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die aktuelle Entwicklung. Die regionale Wirtschaft bewege sich langsam aus der Rezession heraus. Bisher habe die Kurzarbeit ihre Funktion als Puffer im Krisenjahr 2009 erstaunlich gut erfüllt und den Arbeitsmarkt stabil gehalten. Immerhin hätten zum Jahresausklang 2009 noch über 32.000 Arbeitnehmer in Thüringen konjunkturelles Kurzarbeitergeld bezogen.

Doch die Zahl der Erwerbstätigen sei auch im Freistaat im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen; nach vorläufigen Berechnungen der IHK um rund 13.000 Personen. „Die Unternehmen benötigen nun vor allem Aufträge“, erklärt der IHK-Chef. Sonst müssten die Firmen zum Rotstift greifen und den Beschäftigungsüberhang abbauen. Es bestehe also noch kein Grund zur Entwarnung. Durch die krisenbedingten Überkapazitäten komme die bisher rettende Kurzarbeit in zahlreichen Unternehmen jetzt auf den Prüfstand.

Grusser sieht ein schwieriges Geschäftsjahr 2010 auf die Thüringer Wirtschaft zukommen. „Noch steht die Konjunkturerholung auf tönernen Füßen, Rückschläge sind jederzeit möglich“, warnt er vor übertriebenem Optimismus. Erst im Verlauf des Jahres müsse sich zeigen, wie viele der durch die Kurzarbeitregelung erhaltenen Arbeitsplätze dauerhaft bestehen bleiben.

Zahlreiche Firmen seien liquiditätsmäßig ausgetrocknet und es bestünde die Gefahr, dass sie ihre Beschäftigten nicht länger an Bord halten könnten. Zudem gelangten die Unternehmen nur noch schwer an frisches Geld, weil sich die Banken bei der Kreditvergabe weiter schwer tun würden. Der IHK-Chef appelliert deshalb nochmals an die Geldinstitute, bei der Finanzierung die verbesserten Geschäftsaussichten stärker in den Vordergrund zu rücken, damit der so dringend benötigte Aufschwung nicht frühzeitig abgewürgt werde.
Autor: nnz/kn

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