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Do, 12:40 Uhr
14.01.2010

Vertrauen in Wirkung

Ungeachtet der von Fachleuten immer wieder geführten Diskussion über die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel vertrauen große Teile der deutschen Bevölkerung dieser Methode der Medikation, die um 1800 vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann begründet wurde. Hier die Ergebnisse einer Allensbacher Studie....


Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt, dass heute mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland selbst schon einmal homöopathische Mittel verwendet hat (53 Prozent). Dabei hat sich der Verwenderkreis in den letzten Jahrzehnten stark ausgeweitet: 1970 hatte nur knapp jeder vierte Westdeutsche schon einmal selbst Homöopathika genommen (24 Prozent), heute sind es mit 57 Prozent mehr als doppelt so viele (Schaubild 1).

Umfrage (Foto: Allensbach) Umfrage (Foto: Allensbach)

Zur breiten Durchsetzung homöopathischer Heilmittel hat vor allem die Unbedenklichkeit dieser Arzneien beigetragen. So bescheinigen zwei Drittel der Bevölkerung homöopathischen Arzneimitteln ausdrücklich, kaum Nebenwirkungen zu haben (65 Prozent), gut die Hälfte hält sie generell für gut verträglich (52 Prozent). Unerwünschte Kombinationseffekte bei der Einnahme zusammen mit anderen Medikamenten werden kaum befürchtet (10 Prozent), und auch eine Verschreibung durch den Arzt oder Heilpraktiker hält nur eine Minderheit für notwendig (26 Prozent, Schaubild 2).

Umfrage (Foto: Allensbach) Umfrage (Foto: Allensbach)

Die Nutzer homöopathischer Mittel kurieren damit ein breites Spektrum von Krankheiten und Beschwerden, vor allem Erkältungen und grippale Infekte (60 Prozent), aber auch Magen- und Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, Nervosität,
Hautkrankheiten und Kreislaufstörungen bis hin zu Bronchitis, der Stärkung in der Rekonvaleszenz und der Behandlung von Sportverletzungen (Schaubild 3).

Umfrage (Foto: Allensbach) Umfrage (Foto: Allensbach)

Die Befragung der Allensbacher Demoskopen fand Mitte 2009 statt. Es wurden 1.853 Frauen und Männer in Deutschland ab 16 Jahren befragt.
Autor: nnz/kn

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