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Do, 12:52 Uhr
14.01.2010

Alarm bei der Ausbildung

Angesichts der rückläufigen Schulabgängerzahlen verschärft sich in der Thüringer Wirtschaft der Wettbewerb um den passenden Nachwuchs. Die IHK schlägt jetzt Alarm...


Insbesondere im gewerblich-technischen Bereich bleiben schon jetzt zahlreiche Lehrstellen unbesetzt. „Derzeit erlernen Nachwuchskräfte in 1.114 Mitgliedsbetrieben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, das sind 37 Prozent aller Ausbildungsunternehmen, einen gewerblich-technischen Beruf“, informiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

Der überdurchschnittliche Rückgang an Lehrverträgen im vergangenen Jahr belege aber schon jetzt den Mangel an geeigneten Kandidaten. „Für jede vierte Stelle fehlte 2009 der passende Bewerber. Im kaufmännischen Sektor hingegen blieb nur jeder siebte Platz unbesetzt“, unterstreicht Grusser die aktuellen Tendenzen auf dem Ausbildungsmarkt.

Ein weiteres Problem sei das geringe Interesse junger Frauen an technischen und naturwissenschaftlich-orientierten Berufen. Nur zehn Prozent der Lehrverträge entfielen auf weibliche Auszubildende. Im kaufmännischen Bereich wären dies über 60 Prozent.

Viele Betriebe würden bereits heute ihre Personalentwicklung nicht mehr nur dem Zufall überlassen und Jugendliche frühzeitig zu Klassenausflügen, Schülerpraktika oder Schnupperkursen einladen. Damit könnten komplexe Theorien aus dem Schulalltag in der Praxis getestet werden. Gegenwärtig seien noch über 200 gewerblich-technische Ausbildungsplätze in der IHK-Online-Lehrstellenbörse im Angebot.

„Es liegt aber auch in der Verantwortung von Schule und Elternhaus, naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge stärker in das Bewusstsein der Jugendlichen zu rücken“, appelliert der IHK-Chef an Lehrer und Eltern. Fächer wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik seien hier wichtig.

Wenn in Thüringen nicht genug Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler zur Verfügung stünden, wären Investoren kaum vom Standort zu überzeugen und leide die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen.
Autor: nnz/kn

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