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Mi, 22:52 Uhr
17.02.2010

Enttäuschte Gesichter

So voll hatte kn eine Sitzung des Kreisausschusses noch nie gesehen! Sogar Stühle musste noch rangeholt werden. Wichtigstes Thema für die Besucher: Schule Heldrungen und Oldisleben...

Zuerst mal die beschlossenen Fakten. Die Mitglieder des Kreisausschusses waren sich einig. Einstimmig schlagen sie vor, dass der Kreistag des Kyffhäuserkreises bei der Sanierung des Gebäudes der Staatlichen Regelschule Oldisleben die räumlich-sachlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten auch die Schmücke- Grundschule, die derzeit in Heldrungen ansässig ist, in dieses Gebäude aufgenommen werden kann.

Bei der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung des Kyffhäuserkreises sei diese Entscheidung hinreichend zu berücksichtigen. Zugleich soll der Kreistag mit empfohlenen Beschluss zu sichern, dass in den Folgejahren die Gesamtfinanzierung und Realisierung der Baumaßnahmen erfolgt und entsprechend im Hauhaltsplan berücksichtigt wird.

Dabei geht es um viel Geld. Aus dem vom Kreistag beschlossenen und bewilligten Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II sollen am Standort Oldisleben zur Sanierung der Schulgebäude in den Jahren 2010 und 2011 2.457.259 Euro investiert werden. Der Haushaltsplanentwurf für 2010/2011 enthält weitere 700.000 Euro Investitionsmittel zur Sanierung der Turnhalle. Im Kreisausschuss am 13. Mai 2009 wurde der Entwurf für die "Schmückeschule" in Oldisleben mit Gesamtkosten von 4.600.000 Euro ohne Ausstattung vorgelegt. Für die weiteren Baumaßnahmen sind somit in den Folgejahren noch ca. 1,5 Millionen Euro notwendig. Weitere Kosten entstehen für die Ausstattung der Schule. Mit Aufgabe des Standortes in Heldrungen fallen die Betriebskosten weg. Bei einem Festhalten an dem Standort Heldrungen sind dort Investitionen in mindestens der gleichen Höhe notwendig.

Knackpunkt bei der ganzen Sache, man steht unter enormen Zeitdruck. Wegen des Konjunkturpakets II müssen die Mittel schleunigst verbaut werden. Die Krux bei der ganzen Sache, und das zeigte die Diskussion, so richtig klar ist offensichtlich nicht, in welcher Form wie die Schüler unterrichtet werden. Bauamtsleiter Sören Hauskeller brachte indirekt es auf den Punkt, im ersten Bauabschnitt sanieren wir erst mal die Hülle und die Turmhalle.

In der Diskussion kamen dann gleich neue Ideen auf. Man sollte sich überlegen, ob man nicht gleich eine Gemeinschaftsschule daraus machen sollte (Cornelia Kraffzick - SPD). Und selbst dort konnte man sich nicht einigen, wie viele Klassen es wohl sein sollten. Landrat Peter Hengstermann vertröstete die Anwesenden, man sollte doch mal erst den Besuch des Staatssekretärs im März abwarten, was er zum Thema Gemeinschaftsschule sagen würde.

Zurück blieben an diesem Nachmittag teils recht verwirrte Besucher. Die hatten sich eigentlich erhofft, zu erfahren, wie es mit dem Schulwesen in der Region weiter gehen sollte, zumal ein Presseartikel einer örtlichen Zeitung noch zusätzlich für Verwirrung sorgte. Interessant dabei, dass da einige Fakten genannt wurden, die selbst Kreistagsmitglied Torsten Blümel - Die Linke - (schließlich auch Mitglied des Kreisausschusses) offensichtlich verborgen geblieben waren, denn er äußerte sich zun den Inhalten der Pressemeldung mehr als überrascht. So richtig wurde das Ganze dann aber auch nicht klargestellt.

Einige Besucher drückten auch gegenüber kn ihre Verwunderung über die ganze Diskussion aus. "Denen ging es doch nur darum, wie sie ihre Mittel aus dem Konjunkturpaket ausgeben, die Kinder und deren Bedürfnisse sind doch uninteressant geblieben." Sicher ist diese Meinung etwas sehr hart ausgedrückt, aber dem Außenstehenden musste es in der tat so vorkommen. Da sollte man bis zur Kreistagssitzung wohl doch schon mit einer möglichst konkreteren und nachvollziehbareren Argumentation auftreten, insbesondere mit den Aussagen zur Förderschule bad Frankenhausen.

Sicher muss man allerdings auch einräumen, dass das politische Umfeld mit seinen ständig neuen möglichen (und unmöglichen?) Schulformen nicht gerade zur Planungssicherheit beiträgt, ganz abgesehen von den kaum kalkulierbaren Zahlen der demografischen Entwicklung. Die Gefahr ist groß, dass die Kinder der Region Oldisleben / Heldrungen die ganze Sache später vielleicht doch mal "ausbaden" müssen, wenn hier gar noch Experimente mit neuen Schulformen gemacht werden.
Autor: khh

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