Do, 19:27 Uhr
11.03.2010
Umsetzung des Schulobstgesetzes gefordert
Der FDP Ortsverband Ebeleben fordert die rasche Umsetzung des Schulobstgesetzes und stellt dabei unbequeme Fragen an die Landesregierung. Dazu erreichte kn folgende Stellungnahme...
Was ist aus dem Schulobstgesetz in Thüringen geworden, diese Frage stellte der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Ebeleben, Steffen Gröbel, bei einer Elternversammlung seines Sohnes an der Adolph-Diesterweg-Grundschule in Ebeleben am 10.03.2010. Nachdem die Klassenlehrerin über die Bestrebungen des Lehrerkollegiums zur Versorgung der Kinder mit Obst und Gemüse berichtete, beschäftigte genau diese Frage die Eltern. Eine Antwort darauf gab es nicht.
(Hintergrund: Gemäß der Verordnung der Europäischen Gemeinschaft (Nr. 288/2009 vom 07.April 2009) wurde auch Deutschland dazu verpflichtet, Kinder in den Schulen mit Ost und Gemüse zu versorgen. Nach langen Debatten darüber in der letzten Legislaturperiode wurde tatsächlich am 24.09.2009 von der damaligen Bundesregierung, kurz vor dem Ende der großen Koalition im Bundestag, das Schulobstgesetz erlassen. Nach diesem Gesetz wurden die Länder mit der Umsetzung beauftragt, schließlich sieht es der Föderalismus so vor. Das Bundesland Thüringen hat noch im November 2009 nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit in mehreren Schulen in Nordhausen ein Pilotprojekt gestartet. Seit dem herrscht Ruhe.)
Seitens der Klassenlehrerin der Grundschule in Ebeleben wurde bei den Eltern die Bereitschaft einer Kostenbeteiligung abgefragt. Grundsätzlich wurde der Vorschlag zur gesunden Ernährung der Kinder von den Eltern sehr positiv bewertet, auch ist man bereit, diese Idee finanziell mit abzusichern. Als nicht lösbar scheint aber die freiwillige Verteilung und Zubereitung von Schulobst durch die Elternschaft. Die Masse der Anwesenden lehnte diesen Vorschlag ab.
Ein Grund sofort zu handeln ! Steffen Gröbel nahm am nächsten Tag sofort Kontakt mit der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag auf und machte auf dieses Problem aufmerksam. "Interessant ist es jedoch auch zu wissen, so Gröbel, dass 596.500 Euro aus dem EU-Programm für die Schulobstversorgung beim Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz bereitstehen. Warum passiert nichts? Warum ist Stillstand? Diese Mittelblockade trifft nicht nur unsere Kinder, sondern auch den Handel, die Wirtschaft und Landwirtschaft, schließlich muss das Obst und Gemüse irgendwo beschafft werden. Unsere jetzige Landesregierung scheint sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein und die langen zähen Koalitionsverhandlungen zwischen den beiden Regierungsparteien wirken sich scheinbar schlecht auf die Entwicklung in Thüringen aus. Ich wünsche mir im Namen unserer Kinder ein baldiges Handeln.
Steffen Gröbel
Vorsitzender FDP-Ortsverband Ebeleben und Beisitzer, Vorstand FDP Kyffhäuserkreis
Autor: khhWas ist aus dem Schulobstgesetz in Thüringen geworden, diese Frage stellte der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Ebeleben, Steffen Gröbel, bei einer Elternversammlung seines Sohnes an der Adolph-Diesterweg-Grundschule in Ebeleben am 10.03.2010. Nachdem die Klassenlehrerin über die Bestrebungen des Lehrerkollegiums zur Versorgung der Kinder mit Obst und Gemüse berichtete, beschäftigte genau diese Frage die Eltern. Eine Antwort darauf gab es nicht.
(Hintergrund: Gemäß der Verordnung der Europäischen Gemeinschaft (Nr. 288/2009 vom 07.April 2009) wurde auch Deutschland dazu verpflichtet, Kinder in den Schulen mit Ost und Gemüse zu versorgen. Nach langen Debatten darüber in der letzten Legislaturperiode wurde tatsächlich am 24.09.2009 von der damaligen Bundesregierung, kurz vor dem Ende der großen Koalition im Bundestag, das Schulobstgesetz erlassen. Nach diesem Gesetz wurden die Länder mit der Umsetzung beauftragt, schließlich sieht es der Föderalismus so vor. Das Bundesland Thüringen hat noch im November 2009 nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit in mehreren Schulen in Nordhausen ein Pilotprojekt gestartet. Seit dem herrscht Ruhe.)
Seitens der Klassenlehrerin der Grundschule in Ebeleben wurde bei den Eltern die Bereitschaft einer Kostenbeteiligung abgefragt. Grundsätzlich wurde der Vorschlag zur gesunden Ernährung der Kinder von den Eltern sehr positiv bewertet, auch ist man bereit, diese Idee finanziell mit abzusichern. Als nicht lösbar scheint aber die freiwillige Verteilung und Zubereitung von Schulobst durch die Elternschaft. Die Masse der Anwesenden lehnte diesen Vorschlag ab.
Ein Grund sofort zu handeln ! Steffen Gröbel nahm am nächsten Tag sofort Kontakt mit der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag auf und machte auf dieses Problem aufmerksam. "Interessant ist es jedoch auch zu wissen, so Gröbel, dass 596.500 Euro aus dem EU-Programm für die Schulobstversorgung beim Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz bereitstehen. Warum passiert nichts? Warum ist Stillstand? Diese Mittelblockade trifft nicht nur unsere Kinder, sondern auch den Handel, die Wirtschaft und Landwirtschaft, schließlich muss das Obst und Gemüse irgendwo beschafft werden. Unsere jetzige Landesregierung scheint sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein und die langen zähen Koalitionsverhandlungen zwischen den beiden Regierungsparteien wirken sich scheinbar schlecht auf die Entwicklung in Thüringen aus. Ich wünsche mir im Namen unserer Kinder ein baldiges Handeln.
Steffen Gröbel
Vorsitzender FDP-Ortsverband Ebeleben und Beisitzer, Vorstand FDP Kyffhäuserkreis
