Fr, 09:33 Uhr
12.03.2010
Klappe - die letzte
Wenn am Donnerstag um 20 Uhr die Hörbühne – Das neue Stück im Weltladen in der Barfüßerstraße gastiert, dann wird in einer szenischen Lesung ein Stück vorgestellt, das der 30-jährige Autor Oliver Kluck all denen gewidmet hat, die die Wasserfarben im Dunkeln sehen. Es wird gleichfalls die letzte Hörbühne sein...
Ronald Winter, Anja Eisner, Ralph Krause, Daniela Zinner (v.li.) und Daniel Mayr (nicht im Bild) freuen sich schon auf die szenische Lesung
Mit dem Gewinn des Förderpreises für neue Dramatik, der von der Bundeszentrale für politische Bildung gestiftet wurde, hatte Kluck nicht gerechnet. Im Gegenteil, im Vorwort zum Prinzip Meese heißt es: Das Theater braucht dieses Stück nicht, man kann es nicht abonnieren, es gewinnt keine Nachwuchstheaterpreise, es trägt nicht dazu bei, den Lebensunterhalt des Autors zu sichern. Das Gegenwartstheater braucht Stücke wie dieses sehr.
Das Prinzip Meese stellt die heutige Gesellschaft in Frage, schafft Verunsicherung im Sicheren und Raum zum Nachdenken. Welcher Platz ist für junge Menschen vorgesehen? Ein Gelegenheitsjob, um sich über Arbeit zu verwirklichen? Die Welt kennen lernen durch TV-Konsum? Glück durch disziplinierte Anpassung? Kluck plädiert auch für dafür, dass ein avant pop reader neben einer Kerze und einem Löffel liegt und für das Erwachen am Morgen danach, ohne zu wissen wo und mit wem. In seinem Stück sagt er, was er denkt, und das klingt ungewöhnlich, klingt sehr oft heiter, denn es ist häufig unerwartet.
Das Nordhäuser Theater bietet mit der szenischen Lesung Das Prinzip Meese die letzte Veranstaltung der Reihe Hörbühne – Das neue Stück an. Diese Reihe wurde vom Förderverein Theater Nordhausen e.V. finanziell ermöglicht. Zum 17. Mal stellen Theatermitarbeiter um Chefdramaturgin Anja Eisner in einer szenischen Lesung ein aktuelles Schauspiel vor.
Diesmal sind Theaterpädagogin Daniela Zinner, Chordirektor Daniel Mayr, der Cellist Ralph Krause und der Ausstatter Ronald Winter dabei. Die in den letzten drei Jahren vorgestellten Stücke kamen aus Großbritannien, Frankreich, Kroatien, Österreich, Georgien, Dänemark, Spanien und immer wieder aus Deutschland.
Die Lesung am 18. März um 20 Uhr im Weltladen, Barfüßerstr. 32, findet insofern fast programmatisch in Zusammenarbeit mit dem Verein Schrankenlos e.V. statt. Karten zum Preis von nur 3,50 Euro sind im Vorverkauf an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, sowie an der Abendkasse im Weltladen erhältlich.
Autor: psgRonald Winter, Anja Eisner, Ralph Krause, Daniela Zinner (v.li.) und Daniel Mayr (nicht im Bild) freuen sich schon auf die szenische Lesung
Mit dem Gewinn des Förderpreises für neue Dramatik, der von der Bundeszentrale für politische Bildung gestiftet wurde, hatte Kluck nicht gerechnet. Im Gegenteil, im Vorwort zum Prinzip Meese heißt es: Das Theater braucht dieses Stück nicht, man kann es nicht abonnieren, es gewinnt keine Nachwuchstheaterpreise, es trägt nicht dazu bei, den Lebensunterhalt des Autors zu sichern. Das Gegenwartstheater braucht Stücke wie dieses sehr.
Das Prinzip Meese stellt die heutige Gesellschaft in Frage, schafft Verunsicherung im Sicheren und Raum zum Nachdenken. Welcher Platz ist für junge Menschen vorgesehen? Ein Gelegenheitsjob, um sich über Arbeit zu verwirklichen? Die Welt kennen lernen durch TV-Konsum? Glück durch disziplinierte Anpassung? Kluck plädiert auch für dafür, dass ein avant pop reader neben einer Kerze und einem Löffel liegt und für das Erwachen am Morgen danach, ohne zu wissen wo und mit wem. In seinem Stück sagt er, was er denkt, und das klingt ungewöhnlich, klingt sehr oft heiter, denn es ist häufig unerwartet.
Das Nordhäuser Theater bietet mit der szenischen Lesung Das Prinzip Meese die letzte Veranstaltung der Reihe Hörbühne – Das neue Stück an. Diese Reihe wurde vom Förderverein Theater Nordhausen e.V. finanziell ermöglicht. Zum 17. Mal stellen Theatermitarbeiter um Chefdramaturgin Anja Eisner in einer szenischen Lesung ein aktuelles Schauspiel vor.
Diesmal sind Theaterpädagogin Daniela Zinner, Chordirektor Daniel Mayr, der Cellist Ralph Krause und der Ausstatter Ronald Winter dabei. Die in den letzten drei Jahren vorgestellten Stücke kamen aus Großbritannien, Frankreich, Kroatien, Österreich, Georgien, Dänemark, Spanien und immer wieder aus Deutschland.
Die Lesung am 18. März um 20 Uhr im Weltladen, Barfüßerstr. 32, findet insofern fast programmatisch in Zusammenarbeit mit dem Verein Schrankenlos e.V. statt. Karten zum Preis von nur 3,50 Euro sind im Vorverkauf an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, sowie an der Abendkasse im Weltladen erhältlich.

