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Fr, 17:06 Uhr
12.03.2010

Mehrwertsteuer auf Arzneimittel senken!

Der Sozialverband VdK fordert als Sofortmaßnahme zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent. Dazu erreichte kn folgender Bericht vom VdK Nordthüringen...

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: "Das ist eine Maßnahme, die schnell wirken würde. Krankenkassen und Patienten könnten so um 2 bis 3 Milliarden Euro im Jahr entlastet werden. Dazu bedarf es keiner langwierigen Verhandlungen zwischen Pharmaindustrie und Krankenkassen."

Allerdings müssten die Pharmaunternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Steuerermäßigung zu 100 Prozent an die Patienten weiterzugeben und nicht durch Preiserhöhungen zu unterlaufen, betonte Mascher.

Ulrike Mascher ergänzte: "So lange die Pharmaindustrie mehr Geld für Marketing und Werbung als für Forschung ausgibt und Gewinne erzielt von denen andere Branchen nur träumen können, gibt es bei den Arzneimittelpreisen noch deutlich Spielraum nach unten." In Deutschland, so Mascher, sind die Arzneimittelpreise so hoch wie in kaum einem anderen Land. Von den 27 EU-Staaten verlangen nur zwei einen höheren Mehrwertsteuersatz auf Medikamente als in Deutschland, und zwar Bulgarien und Dänemark. 23 von 27 EU-Staaten erheben keine oder eine ermäßigte Mehrwertsteuer auf Arzneimittel.

So neu ist diese Forderung, die nicht nur von den Mitgliedern des größten Sozialverbandes Deutschlandes unterstützt wird. Sie wurde auch von anderen Verbänden bereits mehrfach erhoben.

Doch der Sozialverband VdK Deutschland und der Landesverband Hessen-Thüringen starteten bereits im Jahr 2007 eine Unterschriftensammlung für die Senkung der Mehrwertsteuer für Arzneimittel. 2,3 Millionen Menschen gaben damals ihre Unterschrift für die Umsetzung der Forderung, also weit mehr, als der VdK Mitglieder hat. Allein im Kreisverband Nordthüringen waren es fast 5.000 Unterschriften bei damals knapp 1000 Mitgliedern.
Unser Verband wird bei diesem wichtigen Thema nicht locker lassen.
Klaus Henze, VdK
Autor: nnz/kn

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Kommentare
altmeister
13.03.2010, 12:04 Uhr
Da kann noch viel mehr gespart werden!
Also, die Mehrwertsteuer auf Medikamente zu senken ist so, als ob man von der rechten Westentasche etwas in die linke Westentasche legt. Zumindest so lange, wie Steuergelder in die Krankenkassen gezahlt werden.

Irgendwo muß das Geld ja wieder reingeholt werden.
Weiterhin ist es sehr blauäugig zu glauben, dass die Industrie nicht die Spanne der Mehrwertsteuersenkung zur Gewinnoptimierung nutzt, zumindest zu einem Teil.

Aber im Artikel ist schon eine Möglichkeit angesprochen um Kosten zu senken! Warum werden gleiche Medikamente in anderen Ländern um einen Großteil billiger verkauft? Hier ist doch schon ein Potential für Verhandlungen der Krankenkassen gegeben ohne dass teure Gutachter eingeschaltet werden müssen!

Warum werden durch Verhandlungen einzelner Krankenkassen für diese bestimmte Medikamente günstiger verkauft? Dass dabei für die Industrie kein Gewinn abfällt glaubt ja wohl keiner! Also könnten doch wohl alle den günstigeren Preis bekommen!
Aber da kommt das nächste Problem.

Wir haben viel zu viele Krankenkassen und diese arbeiten auch noch gegeneinander, auf unsere Kosten! Denn alles was wir vielleicht irgendwo als Zugabe bekommen haben wir ja doch schon lange bezahlt.

Wenn die Zahl der Krankenkassen merklich verringert würde hätten wir ein riesiges Einsparpotenzial! Was da alles an Verwaltung nicht mehr zu Lasten der Versicherten bezahlt werden müßte wäre schon enorm, noch dazu bei der Selbstbedienungsmentalität so mancher Krankenkasse.
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