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Fr, 11:32 Uhr
26.03.2010

Blumenerde besser ohne Torf

Wenn es draußen wärmer wird, zieht es viele Menschen in ihre Gärten, die nach dem langen Winter wieder in Schuss gebracht werden müssen. Oft kommen dabei torfhaltige Bodenzusätze und Pflanzenerden zum Einsatz. Das muss nicht sein, meinen die Thüringer Verbraucherschützer...


Insgesamt werden ca. 2,5 Mio. Kubikmeter Torf von deutschen Hobbygärtnern jedes Jahr ausgebracht. Doch während sie ihrer heimischen Parzelle etwas Gutes tun, schaden die Pflanzenfreunde damit unbewusst dem Klima. Denn beim Abbau von Torf werden nicht nur wertvolle Naturflächen vernichtet, sondern auch jede Menge Treibhausgase freigesetzt.

Und nicht nur einmalig: In den Folgejahren emittieren die für die Torfstecherei entwässerten Moore weiter Treibhausgase. Dabei sind Moore neben Ozeanen und Wäldern die größten CO2-Senken auf dem Planeten.

Forscher haben berechnet, dass alleine beim Torfabbau in Deutschland jedes Jahr ca. zwei Mio. Tonnen CO2 in die Atmosphäre entweichen. Dabei decken heimische Torfe nur ein Drittel des Bedarfs hierzulande. Der Rest wird vor allem aus den baltischen Staaten importiert.

Problematisch sind auch so genannte torfreduzierte oder torfarme Erden. Diese können immer noch bis zu 90 Prozent Torf enthalten und schädigen so Landschaft und Klima. Selbst Bio-Erden haben oft hohe Torfanteile. Lediglich die Bezeichnung „torffrei“ gibt Sicherheit. Die Verbraucherzentrale Thüringen rät daher zum Kauf torffreier Erden aus Rindenhumus, Holzfasern oder Kompost.

Wer auf robuste heimische Pflanzen setzt, kann auf Blumenerden ohnehin verzichten, denn zur Bodenverbesserung reichen die Vorräte des heimischen Komposthaufens meist vollkommen für eine gute Gartensaison aus.
Autor: nnz/kn

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