Di, 19:36 Uhr
27.04.2010
kn-Forum: Die fünfte Gewalt
"Immer deutlicher zeichneten sich in den letzten Tagen die Beweggründe der Kreis-SPD im Schulstreit an der Schmücke ab", so beginnt ein Leserbrief zum Thema Schule Oldisleben, der kn heute erreichte und den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen...
Während engagierte Eltern, Lehrer und die meisten Kommunalpolitiker für den Erhalt von staatlicher Grund- und Regelschule kämpften und auch zumindest einen Teilerfolg erzielen konnten, argumentierten die Vertreter der SPD um Herrn Klaus Mehle hauptsächlich mit zu geringen Schülerzahlen und der angespannten Haushaltslage gegen den Erhalt des Regelschulstandortes.
Wenn nun – wie berichtet – SPD- Bundestagsabgeordneter Steffen-Claudio Lemme in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretär im Kultusministerium Prof. Dr. Merten einer Privatschule im VG-Bereich die Zulassung für eine Gesamtschule und zudem 75 Prozent Fördermittel in Aussicht stellt, werden die Entscheidungsgründe sehr sichtbar.
Um nicht falsch verstanden zu werde, ich habe keineswegs etwas gegen Privatinitiative. Ganz im Gegenteil, Konkurrenz belebt das Geschäft – auch auf dem Bildungssektor. Aber es kann nicht richtig sein, vorhandene staatliche Strukturen zu zerschlagen, also das grundgesetzlich verbürgte Recht auf Bildung massiv einzuschränken, um anschließend eine Privatschule mit 4 Millionen öffentlicher Mittel zu fördern.
Dabei widerspricht die geplante Subventionierung neben gesundem Menschenverstand und dem Grundgesetz, auch und vor allem dem volkswirtschaftlichen Anliegen von Fördermitteln einem Marktversagen entgegenzuwirken. Statt den Kreistagsbeschluss vom 14.04.10 in Frage zu stellen oder durch eine verfehlte und verfassungswidrige Förderpolitik zu unterlaufen, sollten alle Beteiligten die nächsten Jahre nutzen, ein tragfähiges Konzept einer staatlichen Gemeinschaftsschule für das Grundzentrum Heldrungen-Oldisleben und die gesamte Schmücke-VG zu erarbeiten.
Thomas Wolff
Oldisleben
Autor: khhWährend engagierte Eltern, Lehrer und die meisten Kommunalpolitiker für den Erhalt von staatlicher Grund- und Regelschule kämpften und auch zumindest einen Teilerfolg erzielen konnten, argumentierten die Vertreter der SPD um Herrn Klaus Mehle hauptsächlich mit zu geringen Schülerzahlen und der angespannten Haushaltslage gegen den Erhalt des Regelschulstandortes.
Wenn nun – wie berichtet – SPD- Bundestagsabgeordneter Steffen-Claudio Lemme in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretär im Kultusministerium Prof. Dr. Merten einer Privatschule im VG-Bereich die Zulassung für eine Gesamtschule und zudem 75 Prozent Fördermittel in Aussicht stellt, werden die Entscheidungsgründe sehr sichtbar.
Um nicht falsch verstanden zu werde, ich habe keineswegs etwas gegen Privatinitiative. Ganz im Gegenteil, Konkurrenz belebt das Geschäft – auch auf dem Bildungssektor. Aber es kann nicht richtig sein, vorhandene staatliche Strukturen zu zerschlagen, also das grundgesetzlich verbürgte Recht auf Bildung massiv einzuschränken, um anschließend eine Privatschule mit 4 Millionen öffentlicher Mittel zu fördern.
Dabei widerspricht die geplante Subventionierung neben gesundem Menschenverstand und dem Grundgesetz, auch und vor allem dem volkswirtschaftlichen Anliegen von Fördermitteln einem Marktversagen entgegenzuwirken. Statt den Kreistagsbeschluss vom 14.04.10 in Frage zu stellen oder durch eine verfehlte und verfassungswidrige Förderpolitik zu unterlaufen, sollten alle Beteiligten die nächsten Jahre nutzen, ein tragfähiges Konzept einer staatlichen Gemeinschaftsschule für das Grundzentrum Heldrungen-Oldisleben und die gesamte Schmücke-VG zu erarbeiten.
Thomas Wolff
Oldisleben
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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