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Mi, 08:30 Uhr
05.05.2010

Roland-Rallye mit Drei-Länder-Kampf

Am kommenden Wochenende blickt die deutsche Rallyeszene nach Nordhausen. Bei der 40. ADAC-Roland-Rallye des Nordhäuser Motorsportclubs werden die besten Schotter-Rallyepiloten in den Südharz reisen – und dazu Fahrer aus Finnland, Österreich und der Schweiz. Ein Vorgeschmack in Ihrer nnz....


Rund 100 Anmeldungen sind eine Woche vor dem Start bei Rallyeleiter Heinz Sievert eingetroffen, der sehr zufrieden ist: "Ein neuer Teilnehmerrekord und das dritte Jahr mit einer Steigerung, trotz der schwierigen Wirtschaftslage."

Die Roland-Rallye hat nach mageren Zeiten – 2007 lief die Veranstaltung mit nur 41 Fahrzeugen – durch den Schotter-Cup enorm an Bedeutung gewonnen. Die Nordhäuser Mischung mit 50% festem Untergrund (Asphalt und Kopfsteinpflaster) und 50% Schotter- und Feldwegen kommt sehr gut an. Der Schotter-Cup ist eine bundesweite Meisterschaft für Amateure, an der auch Ausländer teilnehmen dürfen.

Auch die Fahrzeugeinteilung ist anders als üblich: Division 1 für seriennahe Fahrzeuge mit einer angetriebenen Achse, Division 2 für deutlich verbesserte Fahrzeuge und Division 3 für Fahrzeuge mit Allradantrieb. "Dadurch schaffen wir Chancengleichheit, überschaubare Kosten und viel Spannung im Laufe der Saison," erklärt Schotter-Cup-Organisator Alfred Gorny das Erfolgsrezept.

Die Roland-Rallye führt am Samstag, den 8. Mai, durch die Stadt und den Landkreis Nordhausen. Das Rallyezentrum befindet sich in diesem Jahr an historische Stätte bei der Firma Nordbrand in der Bahnhofstraße – parallel zum Autofrühling. Dort erfolgt ab 12.30 Uhr auch der Start. Zwei Schleifen mit je drei Wertungsprüfungen liegen vor den Teilnehmern.

Bei Großwechsungen wird auf Wirtschaftswegen eine neue Prüfungen durchgeführt, dann folgt eine traditionsreiche Prüfung über Landstraßen und Wirtschaftswege im Raum Hochstedt – Herreden – Hörningen. Die größte Attraktivität für die Zuschauer bietet alljährlich der Rundkurs am Gehege mitten in Nordhausen, der ab 14.00 Uhr beginnt. Die technische Kontrolle der Fahrzeuge erfolgt am Freitagabend ab 18 Uhr beim TÜV in Bielen.

Am Beginn des Feld werden rund 10 historische Rallye-Fahrzeuge starten, nach kurzer Pause folgen dann die Favoriten. Programmhefte für die Zuschauer (mit Zeitplan, Streckenkarte und Teilnehmerliste) gibt es am 8. Mai von 7 bis 10 Uhr beim TÜV in Bielen und ab 10 Uhr bei Nordbrand in Nordhausen.

Straßensperrungen

In Nordhausen werden am Samstag, den 8. Mai, folgende Straßen gesperrt: Beethovenring, Wallrothstraße, Geiersberg und Gehege. Die Straße vor dem Hagentor ist Sackgasse in Richtung Wallrothstraße. Die Sperrung beginnt um 11 Uhr und endet gegen 20 Uhr.

Im Landkreis werden die Straßen L2072 von Hörningen nach Herreden und L2071 von Herreden nach Hochstedt am Samstag, den 8. Mai, von 10.30 Uhr bis gegen 19.30 Uhr gesperrt. Hochstedt ist in dieser Zeit nur über die B 243 zu erreichen. Gleichzeitig wird die L2068 in der Ortslage Haferungen gesperrt. Die Umleitungen sind ausgeschildert.

Der Titelverteidiger

Im vergangenen Jahr überraschte der Bayer Eric Karlsson die Konkurrenz und siegte mit einem einmaligen Rallye-Fahrzeug. Karlsson startete mit einem Audi TT mit Allradantrieb nach Nordhausen, der mit einem automatischen Getriebe ausgestattet ist. Karlsson – 47-jährig und mit österreichischer Lizenz am Start – wird 2010 den Wanderpokal verteidigen und hat dazu technisch aufgerüstet: Bei der Roland-Rallye 2010 soll ein Turbolader den Motor unterstützen und für 299 PS sorgen!

Der finnische Favorit

Den Auftaktlauf zum Schotter-Cup hat der Finne Jaakko Keskinen gewonnen. Er siegte bei der Rallye Lutherstadt Wittenberg in seinem Mitsubishi Evo 7 mit 20 Sekunden Vorsprung. Der 55-jährige Bettenfabrikant möchte in Nordhausen den zweiten Sieg erringen und will mit dem neuesten Modell, dem Lancer Evo 10 mit 300 PS und Allradantrieb, im Gehege auftrumpfen.

Der Spitzenreiter

Als Spitzenreiter im Schotter-Cup kommt Sebastian Vollak aus Solingen zur Roland-Rallye. Vollak machte sich 2003 im ADAC-Junior-Cup einen Namen und durfte 2004 fünf Läufe zur Weltmeisterschaft – zwischen Schweden und Australien – bestreiten. Eine weitere Förderung blieb aus, Vollak beendete sein Studium und arbeitet als Betriebswirt. Im letzten Herbst kribbelte es in den Fingern, der 27-Jährige gab in einem seriennahen BMW 318is mit 155 PS sein Comebach. Beim Schotter-Auftakt in Wittenberg fuhr Sebastian Vollak seinen 19 Konkurrenten aus der 2-Liter-Klasse auf und davon und kommt jetzt als Tabellenführer nach Nordhausen.

Die Außenseiter

Zu den Publikumslieblingen zählen die großen Volvo-Limousinen aus Volvo-Markenpokal, die Trabis und die historischen Rallyeautos, wo sich u. a. mehrere Wartburg 353 und ein Moskwitsch angemeldet haben. Die Volvo sind mit fast 5 Meter Länge und nur rund 130 PS immer spektakulär unterwegs. Die Trabant setzen mit ihren bis zu 70 PS starken 2-Takt-Motoren den akustischen Schlusspunkt unter die Roland-Rallye.
Autor: nnz

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