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Do, 13:35 Uhr
06.05.2010

Behinderte sollen von Anfang an dabei sein

Am 5. Mai 2010 fand der 13. bundesweite Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Dazu erreichte kn ein Bericht von Klaus Henze (VdK)...

Im Mittelpunkt der Aktivitäten zum 13. Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen steht in diesem Jahr die Forderung nach dem selbstverständlichen und gleichberechtigten Zusammenleben aller Menschen. Diese Veranstaltungen stehen unter dem Motto "Inklusion - Dabei sein! Von Anfang an". Der VdK-Ortsverband Artern besuchte an diesem Tag die Werkstatt der Stiftung Finneck in der Arterner Otto-Brünner-Straße. Wo gibt es eine bessere Basis für das Gespräch zu diesem Thema?

Gute Tradition ist es in diesem Ortsverband, der seit 2001 an den Aktionstagen teilnimmt, dass als Gesprächspartner Bürgermeister Wolfgang Koenen, die Bau- und Ordnungsamtsleiterin Antje Große sowie Helmut Walter von der WBG Aratora sowie Vertreter von anderen Sozial- und Behindertenverbänden dabei sind. Die Leiterin der Zweigwerkstatt Sylvia Buchmann machte zu Beginn ein paar Ausführungen über die Einrichtung, welche durch die Finneck-Stiftung seit 1991 betrieben wird und nächstes Jahr den 20. Geburtstag feiern kann. Dabei ist wohl kaum vergleichbar wie man begann und welche Möglichkeiten heute bestehen. 2008 konnte man an diesem Standort rekonstruiert und neue moderne und helle Gebäude beziehen. Sie bieten den hier beschäftigten 128 Menschen mit Behinderungen und 20 Mitarbeitern gute Bedingungen vom Förderbereich bis über die Berufsbildung bis zur Arbeit in den einzelnen Bereichen wie Metall, Montage, Hauswirtschaft und Grünanlagen. Man sieht, dass ihnen die Arbeit Spaß macht, weil sie wissen, dass sie gebraucht werden.

Von allem dem konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung bei einem Rundgang durch die Einrichtung überzeugen und Sylvia Buchmann sowie Simone Ullrich, aber auch die Mitarbeiter unterwegs hatten viele Fragen zu beantworten und man tat es sichtlich gern und mit Stolz. Die Werkstatt bietet Arbeitsplätze mit denen diese Menschen an der Entwicklung unserer Gesellschaft teilhaben, dabei sind, ihre tägliche Arbeit haben und Werte schaffen. Das zeigt ihnen: Sie sind dabei!
Im zweiten Teil informierten Wolfgang Koenen und Antje Große über das Vorhaben der Neugestaltung des Boulevards, ein seit Jahren heiß diskutiertes Thema. Jetzt soll es ernst werden, und nach den Vorstellungen des Bürgermeisters 2010/11 über die Bühne gehen. Eindringlich legte man beiden dabei nochmals ans Herz bereits bei der Vorbereitung die Probleme Behinderter im Auge zu halten, u. a. Tongeber für die Ampel am Übergang vom Boulevard zur Breitscheid-Straße zu gewährleisten wie Gabriele Friedrich vom Sehbehindertenverband hinwies, um nur ein Beispiel zu nennen. Erwin Walter verwies darauf, dass die WBG Aratora gegenwärtig freie Ein- und Zweiraumwohnungen in der Wohnanlage für Senioren in der Dunklen Straße hat.

Kreisvorsitzender Bernd Reiber blickte in seinen abschließenden Worten auf die von der Aktion Mensch geförderten Aktionstage zurück und stellte dabei fest, dass sie geholfen haben die Probleme von Menschen mit Behinderung öffentlich zu machen und auch etwas zu bewegen. Mit der Zielstellung "Inklusion" auf der Grundlage der auch von der Bundesrepublik unterschriebenen und ratifizierten UN-Konvention über die Rechte von Behinderten werden die Forderungen wieder auf eine neue Stufe gehoben. Der Aufgabe werde man sich stellen.
Bildtexte
  • Diese kleine Anlage sagt viel über die Mitarbeiter der Finneck-Werkstatt in Artern aus. Die bunten Punkte des Fisches stehen symbolisch für das Konzept der Inklusion, einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung." Das Besondere: Der Künstler Christoph Rihs ließ eine riesige Plastik in Form eines Wals entstehen, zudem 1.400 Menschen Holzstück gestalteten bzw. signierten, darunter auch Christine Lieberknecht, damalige Sozialministerin und heutige Mininisterpräsidentin Thüringens.. Sie stehen für die vielen Persönlichkeiten der Menschen in der Stiftung.
  • Der kleine See mit Fischen und Pflanzen, der Mühle und dem Kranich entstand in Initiative der Mitarbeiter der Werkstatt, wird liebevoll gepflegt und wächst ständig weiter.
  • Blick auf einen Teilenehmer der Gesprächsrunde.
  • Die Gastgeberinnen von der Finneck-Werkstatt: Sylvia Buchmann (rechts) sowie Simone Ullrich.
  • Genau ließ man sich erklären, welche Arbeiten in den einzelnen Bereichen erfolgten und welche Fertigkeiten dafür erforderlich sind.
  • Die Mitarbeiter der Werkstatt sind wichtige Zulieferer für Betriebe.
  • Auch die schmucke kleine Turnhalle der Einrichtung wurde mit Interesse besichtigt.

Text und Fotos: Klaus Henze
Behinderte sollen von Anfang an dabei sein (Foto: Klaus Henze)
Behinderte sollen von Anfang an dabei sein (Foto: Klaus Henze)
Behinderte sollen von Anfang an dabei sein (Foto: Klaus Henze)
Behinderte sollen von Anfang an dabei sein (Foto: Klaus Henze)
Behinderte sollen von Anfang an dabei sein (Foto: Klaus Henze)
Behinderte sollen von Anfang an dabei sein (Foto: Klaus Henze)
Autor: khh

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