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So, 00:15 Uhr
09.05.2010

UN-Konvention mit Leben erfüllen

Gemeinsam begingen der Ortsverband Sondershausen- Jecha des Sozialverbandes VdK und der Behindertenverband Sondershausen den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai. Damit beteiligte man sich gleichzeitig an dem von der Aktion Mensch geförderten Gesellschafterprojekt. Hierzu ein Bericht von Klaus Henze (VdK)...

Hans-Dieter Dünkel, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes, eröffnete die Gesprächsrunde in der Geschäftsstelle des Behindertenverbandes und verwies dabei auf den Beitrag der Aktion Mensch für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und den Abbau von Barrieren im öffentlichen Bereich. Sie stellt dafür umfangreiche Mittel bereit. Die Aktionstage im Mai sind dabei eine besondere Form öffentlichkeitswirksam auf die Problematik aufmerksam zu machen. Der VdK-Kreisverband Nordthüringen des VdK ist seit 2001 dabei.

Die Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises Goldi Morcinek ging dann auf das eigentliche Thema, das Motto der diesjährigen Aktionstage "Inklusion - Dabei sein. Von Anfang an" ein. Während die bisherige Forderung hieß, Menschen mit Behinderungen zu integrieren, Voraussetzungen für deren Einbeziehung in das gesellschaftliche Leben zu schaffen, gehe es nunmehr auf der Grundlage der UN-Konvention für die Rechte Behinderter darum, dass sich die Gesellschaft so organisiert, dass jeder von Anfang an einbezogen wird. Sie konnte auf Grund ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Behindertenbeauftragte feststellen, dass es noch viel zu tun gibt bis die UN-Konvention in unserem Kreis vollinhaltlich Realität wird. So kam in der Diskussion auch der Hinweis, dass der neu eingerichtete Notfalldienst am Krankenhaus in Sondershausen keinen barrierefreien Zugang habe. Sicherlich gibt es dafür noch viele Beispiele.

Die Lösung der umfangreichen anstehenden Probleme wird nicht von heute auf morgen möglich sein. Es ist ein langwieriger Prozess und VdK sowie Behindertenverband können in erster Linie ihren Beitrag leisten, Klarheit in den Köpfen zu schaffen und die Problematik öffentlich zu machen. Nur so wird es dazu kommen, dass zielgerichtet an der Umsetzung gearbeitet wird, sei es z. B. bei der Neugestaltung des Schulnetzes zugleich auch die Voraussetzungen für integrativen Unterricht zu schaffen.

An der Veranstaltung nahmen übrigens neben den Mitgliedern beider Verbände auch behinderte junge Menschen teil, die in den Werkstätten der Diakonie Ebeleben/Sondershausen tätig sind. Der Behindertenverband hatte mit seinem behindertengerechten Fahrdienst für die An- und Abfahrt gesorgt. Auch das ist möglich geworden durch die Unterstützung der Aktion Mensch. Die Vorsitzende des Behindertenverbandes Heidi Meister ist da besonders stolz drauf.
Text: Klaus Henze
Fotos: Steffen Küttner
Bildtexte:
  • Aufmerksam verfolgen die Teilnehmer der Veranstaltung die Ausführungen von Goldi Morcinek.
  • Stolz ist der Behindertenverband ein Fahrdienst für Menschen mit Behinderten anbieten zu können. Mit ihm wurde auch den Jugendlichen der Behindertenwerkstatt die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht.
  • Auch schwer behinderte Menschen haben ein Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, doch das wird ihnen oftmals noch durch Barrieren verwehrt.

UN-Konvention mit Leben erfüllen (Foto: Steffen Küttner)
UN-Konvention mit Leben erfüllen (Foto: Steffen Küttner)
UN-Konvention mit Leben erfüllen (Foto: Steffen Küttner)
Autor: khh

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