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Fr, 16:25 Uhr
16.07.2010

Ersatzteile über Ersatzteile

Da wären so manchem Autoschrauber die Augen übergegangen, was da in dem neuen Werk in Artern produziert wird. Die letzte Station der Sommertour der Ministerpräsidentin Christine Liebknecht (CDU) durch den Kyffhäuserkreis führte zum Arterner Werk von Tower Automotive...

Tower Automotive ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer im Karosseriebereich mit mehr als 7.400 Mitarbeitern in über 40 Standorten. In Deutschland verfügt das Unternehmen über insgesamt fünf Standorte: Artern, Bergisch Gladbach, Buchholz (Westerwald), Duisburg und Zwickau. Hauptgeschäft ist die Entwicklung und Produktion von Pressteilen und Karosseriekomponenten für alle großen Automobilhersteller. Der Konzernumsatz beläuft sich auf ca. 2 Mrd. US-$. Tower Automotive hat seinen Hauptsitz in Livonia nahe Detroit, USA, und wurde 1993 gegründet. Im Jahr 2007 übernahm Cerberus Capital Management L.P. das Unternehmen.

Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive) Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)

Dr. Gyula Meleghy, President International Operatins (Vorstand von Europa) und Dirk Maikranz, Werkleiter Artern empfingen den Tross der Ministerpräsidentin. Mit dabei neben Politikern wie der Bundestagsabgeordnete Johannes Selle, Landtagsmitglied Gudrun Holbe (CDU), Landrat Peter Hengstermann (CDU), die Bürgermeister von Wiehe Dagmar Dittmer (CDU) und Rainer Heuchel (SPD), auch der Vorstandsvorsitzende der Kyffhäusersparkasse Ulrich Heilmann. Mit Siegfried Huss, Key Account Direktor bei General Motors (GM)/Opel war auch eine der Spitzen der Automobilbranche in Deutschland vertreten.

Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Beim Rundgang erläutert Dirk Maikranz der Ministerpräsidentin die Ziele des Werkes Artern

Seit der Übernahme des ehemaligen Pressenwerkes Artern (TWB) hat sich einiges in Artern getan. Nach dem Rundgang erläuterte Dr. Gyula Meleghy wie sich das Werk entwickelt hat. Das Tower Automotive Werk Artern zählt zu den modernsten und produktivsten Presswerken eines Automobilzulieferers in Deutschland. Vor Ort werden Großpressteile, Außenhautteile und Formplatinen für Fahrzeugkarosserien für namhafte Automobilhersteller wie Opel, Volkswagen, Audi, Mercedes-Benz und BMW hergestellt. Dazu gehören beispielsweise Türbleche, Fahrzeugseitenwände und Kotflügel. Diese Pressteile werden im Anschluss bei den Automobilherstellern in der Fahrzeugkarosserie verbaut. Zudem fertigt Tower Automotive in Artern spezielle Formplatinen, beispielsweise für Rolls Royce. Diese bis zu 4,60 Meter langen Formplatinen beinhalten eine zweidimensionale Grundform des späteren, dreidimensional ausgeformten Bauteils. Am Standort sind 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Der Standort wurde im Jahr 2005 von der TWB Gruppe mit Sitz in Hagen gegründet. Im Jahr 2009 stellte die TWB Fahrzeugtechnik am Standort Artern Antrag auf Insolvenz. Im Frühjahr dieses Jahres wurde das Werk Artern von Tower Automotive erworben und seither in die Organisation von Tower Automotive integriert. Dazu gehören beispielsweise die Harmonisierung der Logistiksysteme, Produktionssysteme und Informationstechnologie. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Auszubildenden des Standortes wurden von Tower Automotive übernommen.

Mit dem Erwerb des nunmehr fünften Werkes innerhalb der Bundesrepublik bekennt sich Tower Automotive ausdrücklich zum Standort Deutschland. Gemeinsam mit den weiteren Presswerken in Deutschland ist Artern zentraler Teil der Strategie, technologische Exzellenz in der Pressteilfertigung in Deutschland zu bündeln und weiter auszubauen. Das Werk Artern in Thüringen ist geographisch optimal positioniert, um künftig mit Tower Automotive profitabel zu wachsen und so Arbeitsplätze zu sichern.

Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dr. Gyula Meleghy und Dirk Maikranz macht es sichtlich Spaß, die Ministerpräsidentin durch das Werk zu führen.

Seit der Übernahme im Frühjahr 2010 konnten die Produktionskapazitäten durch eine Großzahl neuer Aufträge komplett ausgelastet werden. So kamen neues Geschäft von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen hinzu. Zudem wurden Aufträge des Werkes Zwickau, das ebenfalls vollkommen ausgelastet ist, nach Artern verlagert. Die drei hochmodernen Pressenlinien produzieren nahezu rund um die Uhr.

Aufgrund der exzellenten Geschäftsbeziehungen zu führenden Automobilherstellern ist Tower Automotive zuversichtlich, die Kapazitäten auch weiterhin gut auslasten zu können. In diesem Zusammenhang legt Tower Automotive große Hoffnungen in die Produktion des Opel Junior sowie des Corsa-Nachfolgemodells in Eisenach. Zukünftiges Geschäft für diese Modelle würde einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung des Werkes Artern leisten.

Bei der Werkleitung stellt man aber auch fest, dass es trotzdem noch viel zu tun gibt. Bei 3- schichtiger Auslastung des Werkes schätzt man selbst ein, dass man erst 50 Prozent des Produktivitätsstandes erreicht hat. Das, so Dr. Gyula Meleghy, klar, liege nicht an den Arbeitern. Ziel ist zum Beispiel die Rüstzeiten von 70 Minuten auf 37 Minuten zu senken. Hier sollen Workshops helfen, die Zeiten zu verbessern.

Da man auch noch eine 4. Schicht aufstellen will sucht das Werk Artern händeringend nach Fachkräften. Es fehlt sowohl an qualifizierten Werkzeugmachern, Instandhalter, als auch an Elektrikern und Ingenieurkräften! Obwohl alle Azubis übernommen werden, reicht es noch nicht.

Landrat Peter Hengstermann bot an, Änderungen bei der leistungsfähigen Berufsschule in Artern durchzusetzen, um dem Arbeitskräftemangel zu beheben. In Gesprächen wurden mache Verbindungen geknüpft. Auch die Ministerpräsidentin war da voll in ihrem Element, musste sie sich schon zwangsläufig wegen der Erhaltung des Opelwerks Eisenach mit der Autobranche beschäftigen.

Siegfried Huss äußerte die Dankbarkeit an die Ministerpräsidentin, dass sie sich für Hilfen für Opel eingesetzt hatte. Huss gab schon mal einen Ausblick, dass bald das neue Modell des Opel "Junior" in einer Stückzahl von 100.000 gebaut werden soll. Es wurde ein Preissegment um die 8.000 bis 9.000 Euro angekündigt. Auch die Ministerpräsidentin ist optimistisch, dass der "Junior" in Eisenach gebaut wird.

Die Bildergalerie gibt einen guten Überblick über die Produktionsstätte. Das Titelbild und die Bilder der letzten beiden Reihen der Bildergalerie wurden freundlicher weise von Tower Automotive zur Verfügung gestellt.
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)
Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)
Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)
Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)
Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)
Bei Tower Automotive (Foto: Tower Automotive)
Autor: khh

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