Mo, 09:41 Uhr
30.08.2010
Kampf geht weiter
Die Bürgerinitiative Diamantene Aue ist gegen die organisierte Verantwortungslosigkeit beim Thema Massentierhaltung. Ziel ist weiterhin, die Anlage in Oldisleben zu verhindern, so ein Bericht, der kn aus Oldisleben erreichte...
Die industrielle Massentierhaltung hat sich zu einem effizienten, technisierten System entwickelt, in dem die Tiere den Bedürfnissen der Industrie angepasst werden.
Das geht bis zu dem Punkt, dass die Tiere meist ohne Betäubung verstümmelt werden: Schnäbel, Schwänze, Hörner und Geschlechtsteile werden abgetrennt, Zähne werden abgeschliffen.
Die Tiere sind teilweise so überzüchtet, dass sie buchstäblich zu Tode wachsen (Masthühner), ihre Nachkommen nicht mehr auf natürliche Weise auf die Welt bringen können (Milchkühe) und ihnen Probleme mit Herzen und Beinen angeboren sind (Schweine). Kälber werden sofort nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und leiden an Blutarmut, weil ihnen kaum Eisen zugeführt wird, damit sie helles Fleisch liefern. Die Brüder von Legehennen werden nach dem Schlüpfen vergasst oder zerhäckselt, weil es keine Verwendung für sie gibt.
Dass es überhaupt soweit kommen konnte spricht man hier von den Phänomen der pluralistischen Ignoranz:
(Wenn ein Mensch sich in einer mehrdeutigen, schwer einschätzbaren Situation befindet und nicht weiß, was zu tun ist, schaut er sich danach um, was die anderen tun.)
Verbraucher und sogar Landwirte missbilligen prinzipiell die Zustände in der Tierhaltung, beruhigen sich jedoch damit dass niemand etwas unternimmt, weshalb es jedoch nicht so schlimm sein kann. Und wenn es doch schlimm wäre würde ja die Regierung etwas unternehmen. Diese Nichtstun wird wiederum von Politikern und Unternehmen so gedeutet, dass die Konsumenten mit den gängigen Praktiken einverstanden sind, wodurch sich der Kreis wieder schließt. Alle Beteiligten denken, dass alles in Ordnung wäre, weil niemand was unternimmt.
Die Bürgerinitiative gegen die Schweinmastanlage in Oldisleben kämpft seit Ende 2008 gegen die diese Missstände in der Massentierhaltung und wird alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen um die Anlage in Oldisleben zu verhindern.
Quelle des Artikel: Internetseite www.albert-schweitzer-stiftung.de
Horst Schmidt
Autor: khhDie industrielle Massentierhaltung hat sich zu einem effizienten, technisierten System entwickelt, in dem die Tiere den Bedürfnissen der Industrie angepasst werden.
Das geht bis zu dem Punkt, dass die Tiere meist ohne Betäubung verstümmelt werden: Schnäbel, Schwänze, Hörner und Geschlechtsteile werden abgetrennt, Zähne werden abgeschliffen.
Die Tiere sind teilweise so überzüchtet, dass sie buchstäblich zu Tode wachsen (Masthühner), ihre Nachkommen nicht mehr auf natürliche Weise auf die Welt bringen können (Milchkühe) und ihnen Probleme mit Herzen und Beinen angeboren sind (Schweine). Kälber werden sofort nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und leiden an Blutarmut, weil ihnen kaum Eisen zugeführt wird, damit sie helles Fleisch liefern. Die Brüder von Legehennen werden nach dem Schlüpfen vergasst oder zerhäckselt, weil es keine Verwendung für sie gibt.
Dass es überhaupt soweit kommen konnte spricht man hier von den Phänomen der pluralistischen Ignoranz:
(Wenn ein Mensch sich in einer mehrdeutigen, schwer einschätzbaren Situation befindet und nicht weiß, was zu tun ist, schaut er sich danach um, was die anderen tun.)
Verbraucher und sogar Landwirte missbilligen prinzipiell die Zustände in der Tierhaltung, beruhigen sich jedoch damit dass niemand etwas unternimmt, weshalb es jedoch nicht so schlimm sein kann. Und wenn es doch schlimm wäre würde ja die Regierung etwas unternehmen. Diese Nichtstun wird wiederum von Politikern und Unternehmen so gedeutet, dass die Konsumenten mit den gängigen Praktiken einverstanden sind, wodurch sich der Kreis wieder schließt. Alle Beteiligten denken, dass alles in Ordnung wäre, weil niemand was unternimmt.
Die Bürgerinitiative gegen die Schweinmastanlage in Oldisleben kämpft seit Ende 2008 gegen die diese Missstände in der Massentierhaltung und wird alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen um die Anlage in Oldisleben zu verhindern.
Quelle des Artikel: Internetseite www.albert-schweitzer-stiftung.de
Horst Schmidt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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