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Do, 13:57 Uhr
09.09.2010

Schmerzmittel nur kurzfristig anwenden

Ob im Kopf, im Rücken oder in den Gelenken - akute Schmerzen zählen zu den häufigsten Befindlichkeitsstörungen. Viele Betroffene suchen bei Schmerzen Hilfe in der Apotheke. Ohne Rezept erhältliche Schmerzmittel, so genannte Analgetika, sind gut wirksam, bergen aber auch Risiken. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker raten deshalb, Schmerzmittel nur kurzfristig anzuwenden.


Schmerzmittel können bei akuten Beschwerden schnell und zuverlässig Linderung verschaffen. "Analgetika sind jedoch nicht für die Dauertherapie geeignet, denn wie alle Medikamente haben auch Schmerzmittel Nebenwirkungen", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen (Stadt und Landkreis).

So können Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac, die häufig in der Selbstmedikation eingesetzt werden, bei empfindlichen Personen Magenbeschwerden auslösen. "Bei Dauergebrauch kann sich sogar ein Magengeschwür entwickeln", sagt Garke. Zu hohe Dosen von Paracetamol können dagegen die Leber schädigen.

"Besonders wichtig ist es deshalb, die vom Arzt oder Apotheker empfohlene Dosierung einzuhalten. Die maximale tägliche Dosis sollte nicht überschritten werden", erklärt Garke. Zudem sollen Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Ein zu häufiger Schmerzmittelgebrauch kann langfristig selbst Kopfschmerzen auslösen. In Deutschland leiden mehr als 100.000 Menschen an einem Dauerkopfschmerz, der auf eine unsachgemäße Daueranwendung von Schmerzmitteln zurück zuführen ist.

Um nicht in diesen Teufelskreis zu geraten, empfiehlt Garke, rezeptfreie Schmerzmittel nur bei akuten Beschwerden einzusetzen. "Wer häufiger als zehnmal im Monat Analgetika benötigt, sollte die Ursache des Schmerzes ärztlich abklären lassen." Kopfschmerzen könnten zum Beispiel auch durch einen zu hohen Blutdruck oder durch eingenommene Medikamente ausgelöst werden. Diese Ursachen können bereits im Beratungsgespräch in der Apotheke geklärt werden.
Autor: nnz

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