Schüler mit Rausch ins Krankenhaus
Im Landkreis Nordhausen sind heute Vormittag drei Schüler mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Einzelheiten mit einem Klick...
Eine Lehrerin der Regelschule Heringen hatte bemerkt, dass die Schüler berauscht in der Schule umher liefen und mehrfach erbrochen hatten. Ein 16-Jähriger gab zu, ein Mixgetränk unter Zusatz von Liquid Ecstasy (GHB = Gamma-Hydroxy-Buttersäure) hergestellt und mit in die Schule gebracht zu haben. Er selbst, ein 14-Jahre alter Junge und ein 15-jähriges Mädchen hatten in der Pause davon getrunken. Etwa eine Stunde später waren sie der Lehrerin aufgefallen.
Ein alarmierter Notarzt brachte die drei Jugendlichen sofort in ein Krankenhaus. Von dort verlautete inzwischen, dass keine Lebensgefahr besteht, die Schüler jedoch in der Klinik weiter beobachtet werden müssen. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ordnete sofort eine Durchsuchung der elterlichen Wohnung des 16-Jährigen an, um gefährliche Stoffe und Beweismittel sichern zu lassen.
Bei der Durchsuchung wurde eine Flasche GBL (Gamma-Butyrolacton) sichergestellt. Dabei handelt es sich um ein Reinigungsmittel, dass u.a. zur Entfernung von Graffiti verwendet wird. Ob der Junge lediglich die Buchstaben verwechselt hat oder ob ihm bekannt war, dass GBL chemisch eine Vorstufe von GHB ist und somit zur Herstellung von Liquid Ecstasy verwendet werden kann, ist noch nicht bekannt.
Autor: nnz
Kommentare
ANS_Norm
16.09.2010, 11:14 Uhr
aha
Aufklärung hätte da bestimmt geholfen. So wurde es doch schon mehrfach von einer Partei gefordert.
Leben ohne Drogen Aber dieser Antrag wurde mit hämischen Grinsen des Landrates Joachim Claus (CDU) - abgelehnt. Tja somit sollte sich doch einmal mehr jeder die Frage stellen "WAS MACHEN WIR NUN".
Kampf/Krampf/Klappe halten?
Seitens der Parteien sind damit Präventionsveranstaltungen zum Thema Drogen nicht erwünscht, anders ist die Ablehnung nicht zu verstehen, und auch sonst schließen die Parteienvertreter ihre Augen vor diesem großen Problem im Landkreis und überlassen unsere Kinder lieber den zerstörerischen Geschäften von Drogenhändlern.
Ostdeutscher
16.09.2010, 12:13 Uhr
Drogenkonsum erwünscht
In unserer Gesellschaft ist der Drogenkonsum weit verbreitet, egal ob legal oder illegal, ob arm oder reich, Mann oder Frau. Es gibt in diesem Land kaum Aufklärung, somit greifen z.B.in Nordhausen sogar schon 12jährige zum Joint.
Ich bin der Meinung das der Drogenkonsum in Deutschland sogar erwünscht ist, damit die Bevölkerung nicht mit kriegt wie sie von der Regierung und den Konzernen ausgebeutet und verar.... wird. Wenn ein Großteil der Deutschen erstmal auf Drogen ist, haben die Oberen es geschafft und können machen was sie wollen, ohne das es jemanden interessiert.
Retupmoc
16.09.2010, 12:32 Uhr
Schwache Leistung
Ist ja klar..im Internet findet man alles..aber wieso gibt die NNZ noch die Namen der Stoffe raus, die man für das Gemisch braucht? Und ja Ostdeutscher, dieses Land ist eigentlich nur noch im Rausch zu ertragen.
nouseforaname
04.11.2010, 00:35 Uhr
Nichts Neues ... nur eben ein regionaler Vorfall
Man stelle sich 1-2 Flaschen hochprozentigen Alkohol auf wenige Milliliter komprimiert vor. Das hat der unwissende Jugendliche für ein paar Euro Einkaufspreis vergleichsweise in der Hand gehab. Schon 1ml kann einen umwerfen. Teufelszeug? Jein.
Vorherige Kenntnis und die Dosis machts. Unwissenheit und Naivität vertragen sich nicht mit der jugendlichen Neugier, daher ist Aufklärung so wichtig. Konsumiert wird heutzeutage immer, da wird bestenfalls auf dem Level bleiben.
Die oben besagte Substanz durchläuft als Droge mit bivalentem Wirkspektrum eine Phase von leichter Anregung und Trübung der Wahrnehmung (das "alkoholisierte Gefühl", mit dem sich unsere Gesellschaft wöchentlich berauscht) und schlägt an einem wirklich nur mit Erfahrung kalkulierbaren Punkt auf die negativen Seiten um. Unwohlsein, Erbrechen, komatöser Schlaf, Atemlähmung, Tod. Ebenfalls bekannt vom sogenannten "Komasaufen", allerdings sind hier nur winzige Mengen von Nöten. Viele Ärzte sind auf dem Gebiet leider oft überfragt, vor allem außerhalb von Großstädten.
In Verbindung mit Alkohol ergänzt (potentiert!) sich das Ganze, darum hört man immer aus den Medien von Clubbesuchern, die (besonders dank mangels einer guten Aufklärung in Deutschland) das Limit überschreiten. Im alkoholisierten Zustand etwas neues zu probieren ist wirklich extrem heikel.
Nun wird sich so mancher Fragen: Wieso macht man es? Weil es interessant ist. Wieso trinkt man Alkohol wenn es solch einen tierischen Kater verursachen kann und millionen Gehirnzellen schädigt? Weil es in Maßen eingesetzt Spaß macht. Ganz einfach. Es verschönert einen Moment. Wer den Sinn nicht versteht, der benutzt es um eine vorhandene Leere auszugleichen.
Verschweigen oder nur zu verbieten bringt gar nichts. Tonnenweise werden neue Stoff aus China geliefert, sobald mal wieder eine Substanz mehr auf der Abschlussliste steht. Diese Unterscheiden sich oft nur minimal von dem Ausgangsstoff. Während Gesetze zum Verbot noch nicht durch sind, kennt man schon eine Alternative. Für den überzeugten Konsumten ist das nur eine ärgerliche Umstellung, kein Rückschlag und auch keine Verbesserung.
Neben denen, die durch fehlende Disziplin und z.B. der Teilnahme am Straßenverkehr andere mit ihren Experimenten gefährden, gibt es auch solche, die aus einer so besonderen Jugendzeit fast nur Positives gewinnen und eine unheimliche Willenskraft und Energie aus den Erfahrungen schöpfen können.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.