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Mi, 14:57 Uhr
22.09.2010

Erkältet und nicht ausgeschlafen

Im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis gibt es mehr Erkältungen als im Thüringer Durchschnitt. Hingegen ist der Krankenstand unter Landesdurchschnitt und Schlafstörungen sind bei den Nordthüringern weit verbreitet. Das und mehr ist im aktuellen Gesundheitsreport der DAK zu finden, der heute vorgestellt wurde...

Gesundheitsreport (Foto: DAK) Gesundheitsreport (Foto: DAK)
Krankenstand im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis im Vergleich zu Land und Bund

Der Krankenstand in Thüringen ist 2009 auf 4,2 Prozent gestiegen. In den Landkreisen Nordhausen und Kyffhäuserkreis sank die Zahl der Erkrankungen dagegen um 0,1 Prozentpunkte. Mit 4,1 Prozent liegt die Region bei den Ausfalltagen jetzt unter dem Landesdurchschnitt. Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1.000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 41 krankgeschrieben, sieben mehr als bundesweit. Der niedrigste Krankenstand in Thüringen wurde mit 3,8 Prozent im Eichsfeld und der höchste mit jeweils 4,6 Prozent in Gera sowie Eisenach und dem Wartburgkreis verzeichnet.

Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für die Landkreise Nordhausen und Kyffhäuserkreis hervorgeht, nahmen im Vergleich zum Vorjahr bei einigen Diagnosen die Ausfalltage zu. Einen deutlichen Anstieg gab es bei Atemwegserkrankungen wie starke Erkältungen und Bronchitis mit rund 22 Prozent. Infektionen stiegen sogar um fast 42 Prozent, blieben jedoch bei einer relativ geringen Fallzahl. Dagegen gingen Verletzungen und Vergiftungen um fast 23 Prozent zurück. Auch Muskel-Skelett-Krankheiten wie Rückenschmerzen verringerten sich um 19 Prozent.

„Die Höhe des Krankenstandes in den Landkreisen Nordhausen und Kyffhäuserkreis zeigt Handlungsbedarf auf“, kommentierte Dietmar Barke die Ergebnisse. „Wer sich zum Beispiel richtig ernährt, entspannt und bewegt, macht einen wichtigen Schritt zu einem gesünderen Leben. Auch die Arbeitgeber können viel dafür tun, um den Krankenstand in ihrem Unternehmen möglichst niedrig zu halten. Als kompetenter Partner in Sachen betrieblicher Prävention beraten und unterstützen wir sehr gerne.“ Einen besonderen Akzent setzt die DAK in diesem Jahr mit einer speziellen Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Schlafstörungen.

Gesundheitsreport (Foto: DAK) Gesundheitsreport (Foto: DAK)
Ein- und Durchschlafprobleme in den vergangenen drei Monaten

„Es geht hier nicht um Schäfchen-Zählen und ein harmloses Lifestyle-Problem“, erklärt Barke. „In Thüringen quälen sich fast täglich mehr als 450.000 Erwerbstätige übermüdet durch ihren Arbeitsalltag. Die Menschen leisten dadurch nicht nur weniger. Sie verursachen auch mehr Unfälle und gefährden ihre Gesundheit.“ Schlafprobleme sollten medizinisch untersucht werden, wenn sie länger als einen Monat dauern, dabei mindestens dreimal in der Woche auftreten und sich störend auf den Beruf auswirken. Solche hochgradigen Schlafprobleme belasten knapp zehn Prozent der Erwerbstätigen. Dabei lassen sich bei weitem nicht alle Betroffenen ärztlich behandeln oder krankschreiben.

Nach einer aktuellen DAK-Bevölkerungsbefragung kann in Thüringen fast jeder zweite Berufstätige schlecht einschlafen oder nicht durchschlafen. Wie Analysen der Krankmeldungen zeigen, sind die Ausfalltage aufgrund von Ein- und Durchschlafstörungen in Thüringen zwischen 2005 und 2009 um über 30 Prozent gestiegen. Chronisch schlechter Schlaf erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angststörungen. Außerdem kann er die Lebenserwartung verkürzen. Nach Ansicht von Experten nimmt die Bevölkerung die Gefahr chronischer Schlafstörungen nicht ernst genug. Zu oft würden längerfristig freiverkäufliche Schlafmittel eingenommen und der Arztbesuch gescheut.

Die Ursachen für Schlafprobleme sind unterschiedlich: Für 40 Prozent der Betroffenen sind Stress und Belastungen der größte „Schlafkiller“. Dazu gehören auch Konflikte im Job, die sich angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise noch verstärkt haben. Jeder Vierte grübelt nachts über Ängste und Sorgen. Weitere Gründe für einen gestörten Schlaf sind Schmerzen und Lärm. „In unserer 24-Stunden-Gesellschaft mit Zeitdruck, Zwang zur Flexibilität im Beruf und den Anforderungen der Familie kommen viele nachts nicht mehr zur Ruhe“, bilanziert Barke.

„Gesunder Schlaf ist nicht nur der Schlüssel für Top-Leistungen am Arbeitsplatz sondern auch für ein zufriedeneres Familienleben.“ Die DAK empfiehlt, Schlafmittel nicht über einen zu langen Zeitraum einzunehmen und den Ursachen auf den Grund zu gehen. Neben den Medikamenten helfen zum Beispiel feste Zu-Bett-Geh und Aufwachzeiten oder Entspannungsübungen wie Autogenes Training.

Die DAK hat rund 145.000 Versicherte im Land Thüringen, davon fast 12.000 in den Landkreisen Nordhausen und Kyffhäuserkreis.
Autor: nnz

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