Mi, 00:01 Uhr
29.09.2010
Der besondere Tag
In aller Munde sind jetzt Jahrestage mit der Zahl 20, kein Wunder. Heute geht es aber um ein 100-jähriges Jubiläum. Um welches, erfahren Sie hier...
Heute vor 100 Jahre begann mit dem 29. September ein besonderer Tag in Sondershausen. Ein historischer Tag in der Geschichte der Kaliindustrie der Stadt Sondershausen. Und was hat das Ganze mit diesem technischen Denkmal zu tun?
Unter diesem Denkmal befand sich ein Kalischacht. Nach dreijähriger Teufung wurde der Petersenschacht der damaligen Gewerkschaft Bebra am 29. September fertiggestellt. Die Abteufarbeiten des Petersenschachtes begannen am 1. Mai 1907 und erreichten eine Endteufe von 792 m am 29.9 1910. Nach einigen weiteren Vorarbeiten begann dann am Petersenschacht im Dezember 1910 die Kalisalzförderung.
Die Förderung dauerte allerdings nicht lange. Denn schon 1915 wurde die Kalisalzförderung über diesen Schacht (bekannt auch als Schacht II) endgültig eingestellt. Das in diesem Revier geförderte Salz, wurde dann über den Brügman-Schacht nach über Tage gebracht, geläufiger unter der Bezeichnung Schacht I, dem jetzigen Förderschacht der Steinsalzgewinnung und des Besucherbergwerkes.
Das Fördergerüst des Schacht II steht auf dem Gelände der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV). Auf der Ackersohle von Schacht II finden zu den Bergmannsfesten des Bergmannsvereins Sondershausen meist Fotoausstellungen statt. Aber auch Musikveranstaltungen fanden hier schon statt.
Das der Petersenschacht und viele historische Gebäude um ihn herum in so einem guten baulichen und vor allem auch ansehnlichen Zustand befindet, darf man wohl ruhig einmal als Verdienst der GVV hinstellen. Alte historische Gebäude in gutem baulichen Zustand zu erhalten ist oft für die Kommunen schwer zu schultern. Da kann man sicher zufrieden sein, dass die GVV offensichtlich noch für etliche Zeit zu tun hat, und man wenigstens beim Blick aus dem Zug etwas ansehnliches zu sehen bekommt, was der Bergmannsstadt Sondershausen zur Ehre gereicht.
Auf dem Gelände des Schacht II hat in eineigen Räumen der GVV auch der Sondershäuser Bergmannsverein e.V. um Vereinsvorsitzenden Günter Otto seine Heimstatt gefunden. Im Fördermaschinengebäude ist das Archiv für die Rentenunterlagen der Kaliindustrie untergebracht. Ebenfalls auf dem Gelände von Schacht II angesiedelt, das Unternehmen KUTEC AG Salt Technologies.
Autor: khhHeute vor 100 Jahre begann mit dem 29. September ein besonderer Tag in Sondershausen. Ein historischer Tag in der Geschichte der Kaliindustrie der Stadt Sondershausen. Und was hat das Ganze mit diesem technischen Denkmal zu tun?
Unter diesem Denkmal befand sich ein Kalischacht. Nach dreijähriger Teufung wurde der Petersenschacht der damaligen Gewerkschaft Bebra am 29. September fertiggestellt. Die Abteufarbeiten des Petersenschachtes begannen am 1. Mai 1907 und erreichten eine Endteufe von 792 m am 29.9 1910. Nach einigen weiteren Vorarbeiten begann dann am Petersenschacht im Dezember 1910 die Kalisalzförderung.
Die Förderung dauerte allerdings nicht lange. Denn schon 1915 wurde die Kalisalzförderung über diesen Schacht (bekannt auch als Schacht II) endgültig eingestellt. Das in diesem Revier geförderte Salz, wurde dann über den Brügman-Schacht nach über Tage gebracht, geläufiger unter der Bezeichnung Schacht I, dem jetzigen Förderschacht der Steinsalzgewinnung und des Besucherbergwerkes.
Das Fördergerüst des Schacht II steht auf dem Gelände der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV). Auf der Ackersohle von Schacht II finden zu den Bergmannsfesten des Bergmannsvereins Sondershausen meist Fotoausstellungen statt. Aber auch Musikveranstaltungen fanden hier schon statt.
Das der Petersenschacht und viele historische Gebäude um ihn herum in so einem guten baulichen und vor allem auch ansehnlichen Zustand befindet, darf man wohl ruhig einmal als Verdienst der GVV hinstellen. Alte historische Gebäude in gutem baulichen Zustand zu erhalten ist oft für die Kommunen schwer zu schultern. Da kann man sicher zufrieden sein, dass die GVV offensichtlich noch für etliche Zeit zu tun hat, und man wenigstens beim Blick aus dem Zug etwas ansehnliches zu sehen bekommt, was der Bergmannsstadt Sondershausen zur Ehre gereicht.
Auf dem Gelände des Schacht II hat in eineigen Räumen der GVV auch der Sondershäuser Bergmannsverein e.V. um Vereinsvorsitzenden Günter Otto seine Heimstatt gefunden. Im Fördermaschinengebäude ist das Archiv für die Rentenunterlagen der Kaliindustrie untergebracht. Ebenfalls auf dem Gelände von Schacht II angesiedelt, das Unternehmen KUTEC AG Salt Technologies.





