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Sa, 07:23 Uhr
02.10.2010

Erst bei arte dann in Nordhausen

Die Kooperation der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH mit dem Landestheater Rudolstadt bekommt im siebten Jahr eine neue Dimension: Erstmals spielen das Loh-Orchester Sondershausen und die Rudolstädter Schauspieler gemeinsam in der Anti-Depressionsrevue „Drunter und Drüber“...

Drunter und drüber (Foto: Theater Nordhausen) Drunter und drüber (Foto: Theater Nordhausen)

Für eine furiose Wendeschau treffen bei Mensching und Kliefert in einem rätselhaften, leicht antiquierten Tonstudio sechs Zeitgenossen aufeinander: eine Hausfrau in ihren besten Jahren, die ihr Leben zu meistern versucht, ein erfolgreicher Bestattungsunternehmer, ein Punk-Mädchen, eine BWL-studierende polnische Putzfrau, ein halber Delinquent, der mit einem Bein im Gefängnis steht und ein Radiomoderator, der ihnen mit stimmungsgeladenen Liedern und Schlagern einheizt. Sie erzählen reimend von ihren Erfahrungen im veränderten Vaterland. Ihre mitreißenden, stark berührenden Lebensbeichten, mal provokativ, mal verzweifelt, mal schrill und verwundert, mal süffisant vorgetragen, geraten zu der ernüchternden Einsicht: So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben!

Drunter und drüber (Foto: Theater Nordhausen) Drunter und drüber (Foto: Theater Nordhausen) In der Anti-Depressionsrevue kriegt jeder sein Fett weg, die blasierten Helden der Wendezeit wie die glorreichen Pfeifen der Gegenwart. Gewürzt durch den Esprit von Heinrich Heines „Wintermärchen“ und die musikalische Untermalung mit stimmungsvollen Liedern und Schlagern, die die Darsteller mit viel Herzblut swingen, schmettern und rappen ist gute Unterhaltung garantiert. Die Thüringer Symphoniker begleiten sie dabei und meistern auf der Hinterbühne dieses stilistisch breite Repertoire von deutsch-deutschen Schlagern, Hits, Kirchenliedern und Opernmelodien, die mit neuen Texten versehen sind. Die Fernsehzuschauer erwartet eine Anti-Depressionsrevue, die Wunder wirkt und mit ihrer witzig-frechen, ausgewogenen Mixtur von Wort und Musik gewissermaßen praktische Lebenshilfe bietet. Es spielen Anne Kies, Charlotte Ronas, Hans Burkia, Marcus Ostberg und Markus Seidensticker und das Loh-Orchester Sondershausen unter der musikalischen Leitung von Alexander Stessin.

Vor einem Jahr erlebte die Anti-Depressionsrevue von Steffen Mensching und Michael Kliefert am Theater Rudolstadt ihre Uraufführung. Im Februar 2010 folgte ein Gastspiel im renommierten Berliner Maxim Gorki Theater, keine fünf Monate später die MDR Fernsehaufzeichnung. Jetzt, am 3. Oktober um 16.15 Uhr, passend zu den Feierlichkeiten 20 Jahre Wiedervereinigung, findet auf ARTE die Erstausstrahlung der furiosen Wendeschau „Drunter und Drüber“ statt. (Wiederholung: 11.10.2010, 10.20 Uhr, ARTE)
Autor: nnz

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