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Fr, 10:30 Uhr
15.10.2010

Lokalpolitik für Kalistandort Unstruttal

Gestern gab es im Vereinsheim des Roßlebener Bergmannsvereins "Zum Füllrot" eine hochkarätig besetzte Sitzung zur Wiederbelebung des Kalibergbaus im Kaliflöz Roßleben. Dazu erreichte kn aus Roßleben folgender Bericht...

Eingeladen hatten die Bundestagsabgeordneten Steffen Lemme (SPD) und Johannes Selle (CDU) aus dem Kyffhäuserkreis. Die Resonanz auf ihre Einladung war groß. Neben den Bundestagsabgeordneten und Manfred Scherer (Mitglied Thüringer Landtag CDU) aus dem Kyffhäuserkreis nahmen auch Roland Claus ( MdB Die Linke) und Dieter Stier (MdB CDU) aus Sachsen-Anhalt teil.

Vor einigen Jahren hatte Roßlebens Bürgermeister Rainer Heuchel den Kalibergbau an der Unstrut wieder ins Spiel gebracht. Die Kreistage des Kyffhäuserkreises und Burgenlandkreises verabschiedeten 2008 eine Willensbekundung zur Wiederbelebung des Kalibergbaus. Mit der Zusammenkunft am vergangenen Donnerstag sollte nicht nur Schwung in die Diskussion gebracht werden, sondern auch ein Schulterschluss zwischen den Politikern und Landesverwaltungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen demonstriert werden. Vorgänge wie gegenwärtig um Stuttgart 21 müssen bei uns von vornherein ausgeschlossen werden, erklärte Steffen Lemme den Hintergrund des Treffens.

Staatssekretär Thomas Pleye vom Magdeburger Wirtschaftsministerium verwies auf die Zeiträume, die zwischen Verkauf der Lagerstätte durch den Bund und dem Beginn der bergbaulichen Tätigkeit liegen werden. Um alle Auflagen zu erfüllen werden sicher fünf Jahre ins Land gehen. Man muss den Investoren auch als betroffene Region den Rücken stärken, muss ihnen dadurch auch gefühlte Planungssicherheit geben. Harri Reiche Landrat des Burgenlandkreises verwies auf die 100jährige Tradition des Bergbaus an Saale, Unstrut und Kyffhäuser.

In der östlichen Region seines Kreises werde seit über hundert Jahren Kohle abgebaut und im Westen hoffentlich bald wieder Kalisalze. Die meisten Familien haben in irgendeiner Weise mit dem Kalibergbau zu tun gehabt, deshalb sei auch eine große Akzeptanz vorhanden. Johannes Selle sprach von dem Augenmerk, den bereits die Ankündigung des Roßlebener Treffens in den Chefetagen und Ministerien gefunden hat.

Man muss nun unbedingt am Ball bleiben, um notwendige Entscheidungen zu beschleunigen. Roßlebens Bürgermeister verwies auf die Arbeitsplatzprobleme in der Region. Wo keine Arbeit zu finden ist, ziehen die jungen Leute weg. Sein Vizebürgermeister, Steffen Sauerbier ergänzte seinen Chef indem er auf die Geschichte Roßlebens verwies. Durch den Bergbau habe sich die Bevölkerung der Stadt fast vervierfacht und hat nach der Schließung des Kaliwerkes bereits fast 2000 Einwohner abgenommen.

Alle Teilnehmer des Treffens waren sich einig eine gemeinsame Willenserklärung zum Kalibergbau zu formulieren und den Investoren zur Verfügung zu stellen. Um weiter am Ball zu bleiben, lud Harri Reiche für die nächste Zusammenkunft zum Ort der Himmelsscheibe nach Wangen ein.
Text und Fotos: Josa

Hinweis der Redaktion:
Das ebenfalls eingeladene Mitglied des Bundestages (MdB), Kersten Steinke (Die Linke) aus Bad Frankenhausen, konnte wegen Erkrankung nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
Diskussion zum Standort Roßleben (Foto: JoSa)
Diskussion zum Standort Roßleben (Foto: JoSa)
Diskussion zum Standort Roßleben (Foto: JoSa)
Autor: khh

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