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Mo, 12:25 Uhr
18.10.2010

PURE IRISH DROPS im Tabakspeicher

„Verstreut zwischen geschwungenen, von Gebirgsbächen durchkreuzten
Hügeln, lebt ein zähes, geselliges Volk, das Polka und Slide ehrt“, sagt der mit der legendären Formation „De Dannan“ weltberühmt gewordene Musiker Charlie Piggot über einen Landstrich mit dem Namen Sliabh Luachra.

pid (Foto: fürst) pid (Foto: fürst)

Auf dem Wege nach Nordhausen

In dieser wilden und gebirgigen Ecke im Südwesten Irlands haben sich einige kulturelle Eigenständigkeiten bewahrt, vor allem musikalische. Die genauen geographischen Grenzen dieses unwegsamen Gebiets sind nicht exakt festgelegt, aber es herrscht Einigkeit darüber, dass es sich um das hügelige, mit Binsen bewachsene Hochland zwischen den Counties Cork, Kerry und Limerick handelt, und dass die Gemeinden Cordal, Brosna und Gneeveguilla in Kerry dazugehören, sowie der Ort Rathmore und das Dorf Ballydesmond im County Cork.

Hier hielt sich – vielleicht auch aufgrund der relativ späten Anglisierung - eine lebendige und eigenständige Tradition, deren Hauptinstrument die Fiddle ist. Concertina, Melodeon u. Akkordeon kamen später hinzu. Die auffallendste Besonderheit besteht in der Dominanz der Tanzmetren Polka u. Slide.

Die Region brachte eine Reihe großer Akkordeonspieler hervor, darunter Jackie Daly, dessen Name in der irischen traditionellen Musik mit dem “Knopfakkordeon” untrennbar verbunden ist und den die New York Times als “wahrscheinlich besten Akkordeonspieler in Irland” bezeichnet.Jackie wurde in Kanturk im County Cork geboren, wo er umgeben von der ergiebigen Musiktradition der Sliabh Luachra aufwuchs und musikalischer Mittelpunkt einiger entscheidender Gruppen war. Daly spielte mit allen Größen der Branche und gewann diverse Preise.

Ihm zur Seite steht am Samstagabend im Tabakspeicher Matt Cranitch, der in Irland und Ausland sowohl als Fiddle-Spieler als auch als -Lehrer bekannt wurde und als Autorität im Sliabh Luachra Fiddlestil gilt. Neben dem Titel eines All-Ireland Fleadh Cheoil wurde er auch als “The Fiddler of Dooney “ geehrt und errang den “Oireachtas Crotty Cup”. 2003 erhielt er den ‘University College Cork Hall of Fame Award’ in Anerkennung seines Beitrags für die irische traditionelle Musik.

Dritter Tropfen der Pure Irish Drops ist dieses Jahr der Gitarrist und Sänger Tommy O’Sullivan, der gern als „eine der großen zeitgenössischen Folkstimmen in Irland” gepriesen wird. Tommy war viele Jahre auf Tourneen in Amerika und Europa und kennt die wichtigsten Veranstaltungsorte und Festivals weltweit.

Jetzt kann er dieser Sammlung an Spitzen-Venues noch den Tabakspeicher in der Rolandstadt hinzufügen, wo am Samstag, 23. Oktober um 19.30 Uhr zum wiederholten Male ein Konzert aus der Reihe „Pure Irisch Drops“ in einer Koproduktion des Berliner Konzertveranstalters Florian Fürst mit dem Kulturamt der Stadt Nordhausen stattfindet. Wie jedes Jahr treten drei herausragende Musiker gemeinsam auf, die sonst nicht in einer Formation zusammenspielen und bringen dem Publikum die traditionelle Musik ihrer Heimat nahe. Im bizarren Ambiente des alten Tabakspeichers wird auch für ein kulinarisches irisches Flair gesorgt werden, das sich nicht nur auf das vorzügliche Bier beschränkt. Einlass im Museum in der Altstadt ist ab 19 Uhr.

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass rechtzeitiges Erscheinen einen guten Sitzplatz sichern hilft.
Autor: nnz

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