Di, 11:10 Uhr
19.10.2010
Mehr Wohngeld
Ist auch diese Zahl ein Indikator für die zunehmende Armut in Thüringen? Ende des Jahres 2009 erhielten in Thüringen 36 275 Haushalte Wohngeld. Das war gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresstichtag ein Anstieg um 9 749 Haushalte bzw. 36,8 Prozent.
Der Anstieg begründet sich in der am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Wohngeldreform und den damit verbundenen Leistungsverbesserungen. Im Wesentlichen sind das die Einbeziehung der Heizkosten in das Wohngeld, die Vereinheitlichung der Höchstbeträge für Miete und Belastung auf Neubauniveau bei zusätzlicher Anhebung um 10 Prozent. Außerdem wurden die Tabellenwerte um 8 Prozent erhöht.
Auf Grund dieser Leistungsverbesserungen bezogen am 31. Dezember 2009 in Thüringen 3,2 Prozent aller Haushalte allgemeines Wohngeld. Das war ca. jeder 31. Thüringer Haushalt. Am Jahresende 2008 waren es 2,3 Prozent aller Haushalte und somit rund jeder 43. Thüringer Haushalt.
Für die Wohngeldempfängerhaushalte wurde eine durchschnittliche monatliche Miete/Belastung in Höhe von 322 Euro ermittelt (Ende 2008: 305 Euro), die berücksichtigungsfähige Miete/Belastung betrug im Durchschnitt 306 Euro (Ende 2008: 271 Euro) und der Wohngeldanspruch 106 Euro monatlich (2008: 78 Euro).
Fast zwei Drittel der Wohngeldempfängerhaushalte (64,8 Prozent) waren Ende 2009 1-Personen-Haushalte, 15,0 Prozent 2-Personen-Haushalte und 7,7 Prozent 3-Personen-Haushalte. Weitere 8,3 Prozent waren 4-Personen-Haushalte und in 4,2 Prozent der Fälle waren es Haushalte mit 5 und mehr Personen.
Neben diesen 36 275 reinen Wohngeldempfängerhaushalten gab es am Ende des vergangenen Jahres 9 412 wohngeldrechtliche Teilhaushalte in so genannten Mischhaushalten. Damit hat sich die Anzahl dieser Wohngeldhaushalte mehr als verdreifacht (Ende 2008: 3 070). In den 9 412 Mischhaushalten lebten 26 126 Personen, davon waren 13 508 vom Wohngeld ausgeschlossen und 12 618 Personen lebten in wohngeldrechtlichen Teilhaushalten.
Fast drei Viertel (72,7 Prozent) der wohngeldberechtigten Teilhaushalte waren 1-Personen-Haushalte, 22,1 Prozent 2-Personen-Haushalte und 5,2 Prozent lebten in wohngeldrechtlichen Teilhaushalten mit 3 und mehr Personen.
Autor: nnzDer Anstieg begründet sich in der am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Wohngeldreform und den damit verbundenen Leistungsverbesserungen. Im Wesentlichen sind das die Einbeziehung der Heizkosten in das Wohngeld, die Vereinheitlichung der Höchstbeträge für Miete und Belastung auf Neubauniveau bei zusätzlicher Anhebung um 10 Prozent. Außerdem wurden die Tabellenwerte um 8 Prozent erhöht.
Auf Grund dieser Leistungsverbesserungen bezogen am 31. Dezember 2009 in Thüringen 3,2 Prozent aller Haushalte allgemeines Wohngeld. Das war ca. jeder 31. Thüringer Haushalt. Am Jahresende 2008 waren es 2,3 Prozent aller Haushalte und somit rund jeder 43. Thüringer Haushalt.
Für die Wohngeldempfängerhaushalte wurde eine durchschnittliche monatliche Miete/Belastung in Höhe von 322 Euro ermittelt (Ende 2008: 305 Euro), die berücksichtigungsfähige Miete/Belastung betrug im Durchschnitt 306 Euro (Ende 2008: 271 Euro) und der Wohngeldanspruch 106 Euro monatlich (2008: 78 Euro).
Fast zwei Drittel der Wohngeldempfängerhaushalte (64,8 Prozent) waren Ende 2009 1-Personen-Haushalte, 15,0 Prozent 2-Personen-Haushalte und 7,7 Prozent 3-Personen-Haushalte. Weitere 8,3 Prozent waren 4-Personen-Haushalte und in 4,2 Prozent der Fälle waren es Haushalte mit 5 und mehr Personen.
Neben diesen 36 275 reinen Wohngeldempfängerhaushalten gab es am Ende des vergangenen Jahres 9 412 wohngeldrechtliche Teilhaushalte in so genannten Mischhaushalten. Damit hat sich die Anzahl dieser Wohngeldhaushalte mehr als verdreifacht (Ende 2008: 3 070). In den 9 412 Mischhaushalten lebten 26 126 Personen, davon waren 13 508 vom Wohngeld ausgeschlossen und 12 618 Personen lebten in wohngeldrechtlichen Teilhaushalten.
Fast drei Viertel (72,7 Prozent) der wohngeldberechtigten Teilhaushalte waren 1-Personen-Haushalte, 22,1 Prozent 2-Personen-Haushalte und 5,2 Prozent lebten in wohngeldrechtlichen Teilhaushalten mit 3 und mehr Personen.