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Di, 11:08 Uhr
19.10.2010

Nur neun Anträge

Die Wirtschaft sucht händeringend Fachkräfte. Da wird der Ruf nach qualifizierten Zuwanderern aus dem Ausland schnell lauter. Problematisch ist dabei jedoch, dass die im Ausland erworbenen Abschlüsse in Deutschland oftmals nicht anerkannt werden. Das will die Bundesregierung nun ändern und was sagt die Thüringer Wirtschaft dazu?


Ein neues Gesetz soll ausländische Berufsabschlüsse von Migranten besser anerkennen – und ein Willkommenssignal für qualifizierte Einwanderer setzen. „Im Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt ist die Gleichstellung von Abschlüssen kein Problem und funktioniert eher unbürokratisch“, teilt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser mit. Dazu müssten lediglich beglaubigte Kopien der ausländischen Abschlusszeugnisse, Arbeitsbücher und Übersichten über die Ausbildungsinhalte vorgelegt werden.

„Die Antragsteller können ihre Unterlagen formlos bei der Kammer einreichen. Geprüft wird dann, ob der im Ausland erworbene Abschluss zeitlich und inhaltlich einem deutschen entspricht“, so der IHK-Chef. Ist das der Fall, erhalte der Bewerber eine Bescheinigung über die Gleichwertigkeit des ausländischen mit dem deutschen Abschluss.

Und auch die Kommunikation mit anderen zuständigen Stellen könne effektiv gelöst werden. „Kommen wir zu dem Schluss, dass es sich bei dem Beruf um keinen IHK-Abschluss handelt, leiten wir die Unterlagen schnell und unbürokratisch an die entsprechende Institution weiter“, erklärt Grusser.

Die Anzahl der Gleichstellungsverfahren hielte sich jedoch bisher in Grenzen. „In diesem Jahr wurden bei der IHK Erfurt gerade mal neun Anträge zur Anerkennung eines ausländischen Berufsbildungsabschlusses gestellt“, berichtet der IHK-Hauptgeschäftsführer. Viermal sei eine Gleichstellung möglich gewesen, darunter in den Berufen Koch und Bürokaufmann. Drei Anträge mussten abgelehnt werden, da die Ausbildung im Ausland jeweils nur sechs bis zwölf Monate betrug, was eher in den Rahmen einer Qualifizierung falle. Die übrigen zwei Anträge wären zur weiteren Bearbeitung an andere Stellen übergeben worden.
Autor: nnz

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Kommentare
Georg66
19.10.2010, 14:10 Uhr
Gleichgestellt?
Bei der Annerkennung von Berufsabschlüssen, welche im Ausland erworben wurden, will unsere liebe Bundesregierung eine schnelle Lösung schaffen.
Vielleicht kann sich noch jemand erinnern, wie die Bunderegierung nach der Wende mit DDR Abschlüssen umgegangen hat!
Da ging es nicht schnell-schnell, sondern gar nicht.
Es wurde einfach alles aberkannt, weil wir in der DDR ja nicht so klug waren, wie unsere Brüder und Schwestern im Westen. Aber jetzt sind ja andere Zeiten angebrochen. Schönen Dienstag noch!
knuddelmaus246
19.10.2010, 15:27 Uhr
Nicht begriffen, bl.. oder Geldgierig
Nein, die Wirtschaft sucht keine Fachkräfte, weder händeringend odersonst irgendwie, denn es gibt genug deutsche Fachkräfte und brauchen keine ausländischen mehr.

Mit Sicherheit bin ich nicht ausländerfeindlich, denn ich gehe zum Italiener um die Ecke, esse auch Döner vom Türken oder gehe auch gern zum Inder essen. Ich hoffe auch, dass ich das in Zukunft auch noch machen kann.

Ich kann nur davon ausgehen, dass
1. die IHK und auch die Wirtschaft nicht begreifen, dass sie sich selbst damit ruinieren
2. das IHK und Wirtschaft nicht nachdenken kann, bzw.
3. alle Geldgierig sind, da ja unsere ausländischen Mitbürger für weniger als die Deutschen arbeiten.

Man ruiniert so Deutschland und die Wirtschaft schämt sich nicht. Die Politik lässt sich von der Wirtschaft bezahlen und mekt nicht, wie Deutschland nicht mehr Deutschland ist.

Amerika hat harte Gesetze zur Einreise und Deutschland? So wird lieber einem Ausländer Arbeit vermittelt und das Geld in die Tasche gewirtschaftet und der Deutsche muss Hartz IV aufstocken!

SCHÄMT IHR EUCH NICHT???

So wird Ausländerfeindlichkeitauch bei den Leute´n geschaffen, die dies eigendlich nicht sind!!!

Und: Die meisten Deutschen sind zu faul, um auf die Strasse zu gehen. Selber Schuld, wenn Deutschland dann MULTIKULTI heißt.
Retupmoc
20.10.2010, 09:23 Uhr
Alles gesagt
Wie so oft muss ich Ihnen, liebe Knuddelmaus246, voll und ganz zustimmen. Dieses Land verkommt immer mehr zu einer Bananenrepublik, angeführt von einer unfähigen FDJ-Sekretärin die sich mit dilettantischen Ministerinnen und Ministern umgeben hat.

Laut einer Studie sind z. B. 4 Prozent der Langzeitarbeitslosen Ingenieure mit Abschluß. 28 Prozent haben ein Abi oder den Abschluß der Realschule. Und die sind nicht tauglich für die deutsche Wirtschaft? Dieses Land verkommt zum Gespött der normalen Welt.
Ohler Nordhiser
20.10.2010, 11:15 Uhr
Interessant zu wissen
dass man bei einigen kommentaren ausländerfeindlichkeit darüber definiert, ob man zum italiener, zur döner bude oder zum inder essen geht. das kennzeichnet das niveau dieser diskussion, da gibt es reichlich luft nach oben. wäre gut, wenn einige mal aus ihrem südharzer provinz mief hinauskämen und ihre intoleranz ablegen würden.

dann könnte man auch unvoreingenommen und
sachlich über das thema diskutieren. mir drängt sich der eindruck auf, dass die meisten kommentare von der angst geprägt sind, dass ihnen was weggenommen wird, was eigentlich ihnen gehört (meinen sie zumindest) von menschen, die sie gar nicht kennen. mir ist jedenfalls der türkische händler, der jeden morgen ab 6 uhr seinen obststand aufmacht und dort 12 stunden arbeitet 10 mal lieber, als die, die hier rumjammern wie schlecht es ihnen geht.
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