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Di, 08:54 Uhr
11.01.2011

Spagat schaffen

An der Unstrut hat man es nicht leicht. Auch wenn die unmittelbare Hochwassergefahr sinkt, geht es mit den Pegeln nur langsam nach unten...

Pegel Hachelbich (Foto: Land Thüringen) Pegel Hachelbich (Foto: Land Thüringen)

Im Bereich der Wipper, einem wichtigen Zufluss der Unstrut zieht bald wider Normalität ein. Hier ist der Pegel schon soweit gesunken, dass er unterhalb der Meldegrenze liegt, und auch nicht mehr weit von der Normalhöhe ist.

Pegel Oldisleben (Foto: Land Thüringen) Pegel Oldisleben (Foto: Land Thüringen)

Anders sieht es da an der Unstrut aus. Im Oberlauf des Einzugsgebietes war erheblich mehr Schnee gefallen, als im Einzugsgebiet der Wipper. Gestern meldete man am Rückhaltebecken Straußfurt, dass der Zufluss immer noch höher ist, als der Abfluss aus dem Rückhaltebecken.

Für die untere Unstrut um Oldisleben und Roßleben hat das natürlich Auswirkungen. Auf der einen Seite darf man nicht zu viel Wasser auf die „Reise“ nach unten abgeben, damit die Pegel in Oldisleben fallen (siehe Foto), auf der anderen Seite muss man sich in Straußfurt wappnen, dass im Rückhaltebecken genügend Platz geschaffen wird, um weitere Hochwasserspitzen abfangen zu können.

Denn noch liegt in den höheren Lagen genügend Schnee zum Abtauen, der durch den letzten Frost nicht so zum Tauen gekommen war, und auf der anderen Seite drohen ab Donnerstag wieder heftige Regenfällen, was der Entspannung der Lage nicht entgegenkommt. So schnell werden wohl die Straßensperren im Ostteil des Kyffhäuserkreises sichern nicht beseitigt werden können. Und jeder sollte tunlichst vermeiden, Absperrungen zu ignorieren, oder eigen Schleichwege zu finden.
Autor: khh

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