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Do, 15:30 Uhr
27.01.2011

„Frost-Schutz“ für die Arbeit

Arbeiten unter Extrembedingungen: Bei der Suche nach dem kältesten Arbeitsplatz im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis dürften die Männer auf den Winterbaustellen derzeit weit vorne liegen. Glatter Boden, klamme Kleidung und eisige Temperaturen...


Kalte Arbeit (Foto: IG Bau) Kalte Arbeit (Foto: IG Bau)

Damit aus dem Frost-Job kein Frust-Job wird, pocht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf wintersichere Baustellen und warme Schutzkleidung. „Wer bei Minustemperaturen Fundamente gießt, Mauern hochzieht und auf Gerüste klettert, muss gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt sein“, sagt Wilfried Grams, Bezirksvorsitzender der IG BAU Nordthüringen. Und die Pflicht, für einen guten Winterschutz zu sorgen, liegt nach Angaben der Gewerkschaft beim Arbeitgeber.

„Das Gesetz ist eindeutig: Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit während der Arbeit nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Um den richtigen Frost-Schutz durch feste Handschuhe, Jacken und Stiefel muss sich der Chef kümmern“, sagt Wilfried Grams. Zudem müssten die Beschäftigten geheizte Räume haben, in die sie sich zum Aufwärmen zurückziehen könnten. Anderenfalls drohen neben Unfällen auch schwere Erkältungen, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. „Ein paar Tage bei eisiger Luft und nasser Kälte – danach liegt auch der stärkste Bauarbeiter flach“, warnt der Gewerkschafter.

Zusätzliche Gefahr drohe, wenn Eis und Schnee die Baustelle in eine Rutschbahn verwandelten. „Ein vereistes Baugerüst kann schnell lebensgefährlich werden. Und ein vereister Betonmischer lässt sich entweder gar nicht oder nur noch sehr unzuverlässig bedienen“, erklärt Wilfried Grams. Deshalb müsse der Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass Wege, Werkzeuge und Geräte von Schnee und Eis befreit würden. „Wenn die Baustellen im Kreis Nordhausen zur Skipiste werden, sind Unfälle nur eine Frage der Zeit“, so der Gewerkschafter abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
baum
27.01.2011, 20:55 Uhr
ein witz für die männer im wald
hier müßte man sich mal im forstamt ein bild machen..von wegen aufwärmen für waldarbeiter..! ständig mit nassen bzw feuchten geschwitzten sachen im freien und wind und zugluft ausgesetzt..da hagelt es schnell mal ne abmahnung wenn man sich zum aufwärmen in ein warmen wenn überhaupt vorhandenen wohnwagen zurück zieht und keine pausenzeit, die auch noch vom amtsleiter auf 30minuten vorgegeben wird hat.

da redet keiner vom arbeitsschutz wenn die leute teils bis zum knie im schnee stehen und bei baumfällarbeiten im fall eines abgebrochenen astes oder im schnee verschwundene in spannung liegende äste nicht mehr vom fleck kommen und es dort zu tödlichen unfällen kommt..arbeiter werden da nicht wie menschen behandelt..manch tier geht es da besser...
Georg66
28.01.2011, 08:19 Uhr
Wer noch...
nie bei Extremen kalten und auch warmen Temperaturen an der "frischen" Luft gearbeitet hat, kann hier sich gar kein eigenes Bild machen.

Viele Leute sehen oft die "Freiluftarbeiter" nur bei schönen Wetter, da man selber sich ja bei schlechter Wetter nicht aus dem Hause traut. Die Belastungen sind oft für Außenstehende nicht nachvollziehbar und ja mit dem regelmäßigen Lohnzahlungen abgegolten.

Im fortgeschrittenen Alter stellen sich bei diesen Arbeitern Krankheiten ein, welche meistens zum frühen Ableben führen.
Zum Beispiel kaputte Nieren durch das ewige Stehen mit kalten Fuessen in der Kälte, oder das erhöhte Hautkrebsrisiko durch das ständige Aussetzen der Haut in der Sonne.
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