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Do, 14:57 Uhr
27.01.2011

Primas ist dagegen

Direktzahlungen an die Landwirtschaftsbetriebe sollen auch künftig unabhängig von der Betriebsgröße gezahlt und auch bei sehr großen Betrieben nicht gekappt werden. Diese Position hat der agrarpolitische Sprecher der Thüringer CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas, heute in Erfurt bekräftigt.


Er erteilte damit entsprechenden Forderungen des Deutschen Bauernbundes e.V. und des Neuland e.V., aber auch der CDU in Brandenburg eine Absage. Primas wandte sich zugleich dagegen, Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz über die Definition von Bestandsobergrenzen durchzusetzen. So eine weitere Forderung des Bauernbundes und des Neuland-Vereins. Der Landwirtschaftsexperte befürchtet, dass die Europäische Kommission die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 zu Lasten der Agrarstruktur in den neuen Ländern ausrichten könnte.

Primas wendet sich gegen die Idee, Familienbetriebe mit einer Größe bis zu 500 Hektar stärker zu fördern und Direktzahlungen insgesamt zu begrenzen. Die größeren Betriebe in den neuen Ländern würden dadurch gefährdet. In Ostdeutschland sei die Agrarstruktur nun einmal weniger kleinteilig organisiert. „Ich verstehe nicht, wie in einer so wichtigen Frage jetzt einige ausbrechen.“ Um Gehör in Brüssel zu finden, sei die Geschlossenheit der Agrarpolitiker aller Bundesländer gefordert.

Laut Primas ist „Deutschland bei der Modernisierung der Landwirtschaft so weit wie kein anderer Mitgliedstaat der Europäischen Union“. Bis 2013 wird die Agrarförderung in Deutschland vollständig auf regional einheitliche Zahlungen für Ackerflächen und Grünland umgestellt und vollständig von der Produktion entkoppelt sein. Das heißt, es gibt keine die Produktion künstlich steigernde Zahlungen mehr.

Vielmehr erhält der Landwirt die Zahlungen für die Bewirtschaftung und den Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen, gebunden an rechtliche Auflagen zum Beispiel im Bereich des Klima-, Umwelt-, Natur- und Tierschutzes. „Diesen endlich erreichten Stand sollten wir nicht gefährden“, so der Landwirtschaftspolitiker.
Primas ist durchaus bewusst, dass lokal große Viehbestände und damit verbundene Stallbauvorhaben an die Grenzen der gesellschaftlichen Akzeptanz stoßen.

Wer dagegen mit pauschalen Obergrenzen vorgeht, gefährdet nach seiner Überzeugung vor allem Arbeitsplätze, nicht alleine in den Betrieben, sondern auch im nachgelagerten Bereich der Ernährungswirtschaft. „Die Landwirtschaft – und dazu gehören auch gewerbliche Tierhaltungsbetriebe – ist nicht der Gegner des ländlichen Raumes, sondern eine tragende Säule für die Erwerbsmöglichkeit in den Städten und Dörfern“, sagte der Landtagsabgeordnete abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
27.01.2011, 21:16 Uhr
Marktwirtschaft?
Sonst sind es doch gerade die Mitglieder der „CDU“, die nach der , so genannten, „FREIEN SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT“ rufen. Den Bedürftigen zieht man einen Cent nach dem anderen unter fadenscheinigen Ausreden (wir haben kein Geld) aus der Tasche.

Für Großbauern verlangen sie unter den Aspekt „ARBEITSPLATZERHALTUNG“. Na schau einer an, HERR PRIMAS macht sich sorgen um die Arbeiter, wer hätte das gedacht??? War Herr Primas nicht schon in der OST-CDU in der Kreisleitung tätig? Kennt er daher die Sorgen der Arbeiter?

Eins ist doch völlig klar, dass ganze was hier abläuft ist eine einzige MISSWIRTSCAFT,“ nur zu Gunsten der REICHEN und PRIVILEGIERTEN Auch sollten hier einmal viele, die über die Arbeitslosen nörgeln, darüber nachdenken, dass sie ohne Fördermittel vom STAAT nicht arbeiten könnten oder gar keinen Betrieb mehr hätten.

Sie sind somit genauso auf die Hilfe des Staates angewiesen, denken sie einmal darüber nach, bevor sie über irgendwelche Bedürftigen herziehen. Aber, das ist wohl von einem normalen Bürger zu viel verlangt. Das begreifen ja nicht einmal die meisten unserer ach so schlauen POLITIKER.
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