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Fr, 13:53 Uhr
28.01.2011

Thema Standort Kyffhäuserkreis

Standortschließungen im Kyffhäuserkreis wären wirtschaftliche Katastrophe, so Steffen-Claudio Lemme Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD). Er fordert Lieberkecht auf, sich selbst ein Bild von den Standorten im Kyffhäuserkreis zu machen...


Eine mögliche Schließung von Bundeswehrstandorten im Kyffhäuserkreis werde ich nicht ohne Widerstand hinnehmen. In die Modernisierung der beiden Kasernen in Sondershausen und Bad Frankenhausen sind in den letzten 20 Jahren erhebliche Steuermittel geflossen. In Sondershausen wurden 50 Millionen und in Bad Frankenhausen sogar über 90 Millionen Euro investiert. Die Schließung wäre damit nicht nur die Verschwendung eines kaum zu überschauenden Betrages an von Bundesbürgern aufgebrachtem Geld, sondern hat für die Region noch viel weitreichendere Folgen.

Während die Bundeswehr in Sondershausen den zweitgrößten Arbeitgeber stellt, ist sie für Bad Frankenhausen der mit Abstand größte. In der Karl-Günther-Kaserne in Sondershausen finden derzeit 896 Soldaten und Zivilangestellte eine Beschäftigung. In der Kyffhäuserkaserne in Bad Frankenhausen sind es sogar annähernd doppelt so viele. Viele kleine und mittelständische Betriebe haben in den letzten Jahren mit Aufträgen der Bundeswehr weitere Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Darüber hinaus wird die Versorgung der Soldaten überwiegend von Betrieben aus der Region übernommen. Auch hier hängen eine ganze Reihe von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Familien von der Zukunft der Standorte ab.

Die Versorgung mit Wasser sowie dessen Entsorgung läuft über die Stadtwerke Sondershausen bzw. den Abwasserzweckverband "Thüringer Pforte". Die Müllentsorgung wird von Unternehmen der Region übernommen. Die Liste ließe sich über den Einzelhandel und andere Dienstleister beliebig fortführen.

Nicht zuletzt sorgen die Soldaten und Zivilbeschäftigten der Standorte für einen nicht unerheblichen Anteil des Steueraufkommens der Region. Auch die Verankerung der Bundeswehr in der Region ist nicht zu unterschätzen. Sie unterstützt im Rahmen der Patenschaften mit Städten und Gemeinden des Kyffhäuserkreises diese z.B. bei Aufgaben im Umweltbereich oder der Versorgung.

All diese Punkte ließen eine Schließung, auch nur einer der beiden Kasernen, zu einem wirtschaftlichen Fiasko werden. Daher müssen wir parteiübergreifend für die Sicherung der Standorte im Kyffhäuserkreis kämpfen. Diese ohnehin schon mit strukturellen Problemen versehene Region, könnte einen solchen Einschnitt nicht verkraften.

Daher wird es Zeit, dass die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sich selbst ein Bild von den Standorten im Kyffhäuserkreis macht und sich für deren Erhalt einsetzt. Sie muss Position beziehen und diese gegenüber dem Bundesverteidigungsministerium auch offensiv vertreten.
Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme

Hinweis der Redaktion:
Letzter Besuch von Lieberknecht in der Kaserne Sondershausen datiert wohl vom 14. Juli 2010Lieberknecht in Sondershausen und Lieberknecht bei Gelöbnis in Sondershausen am 17. März 2010.
Autor: khh

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