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Sa, 08:49 Uhr
05.02.2011

Erstmals in Thüringen

Er beginnt eine neue Ballettproduktion nie mit einem total fertigen Konzept. Choreograph Nick Hobbs lässt sich von den Proben inspirieren, stimmt Tanz und Idee auf Tänzer und Geschichte ab. Der gebürtige Engländer ist derzeit in Nordhausen...

Nick Hobbs bei der Probe zu „White Man Sleeps“

... und probt mit der Ballettkompanie „White Man Sleeps“, seine neue Choreographie für den Abend „Ballettgeschichten“. Premiere ist am 18. Februar 2011 im Theater Nordhausen.

Nick Hobbs war die Nordhäuser Kompanie aufgefallen und er hatte sich als Gastchoreograph in Nordhausen beworben. Der Engländer stellt an seine eigene Arbeit hohe Ansprüche. Was er macht, braucht eine gewisse Qualität an Tänzern, sowohl klassisch als auch modern, und diese fand er in der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen. In Ballettdirektorin Jutta Ebnother hat er eine gute Partnerin gefunden. Im Doppelabend „Ballettgeschichten“ wird von ihr „Violet Spring“ uraufgeführt.

Nick Hobbsí eigene Tanzlaufbahn begann mit 18 Jahren. Er folgte damals einer Empfehlung der Tanzlehrerin Pam Howard in England, zum Ballettunterricht zu gehen. Den Ausbildungsjahren in England folgte 1996 der erste Vertrag am Staatstheater Koblenz, drei Jahre später wurde er bei ballettmainz in Mainz unter der Leitung von Martin Schläpfer als Tänzer engagiert. Bis 2006 war er in unterschiedlichsten Balletten auf der Bühne zu sehen, dann richtete Martin Schläpfer für ihn die Stelle eines „choreographer in residence“ eingerichtet. Nick Hobbs erhielt 2007 den Förderpreis des Kunstpreises Rheinland-Pfalz.

Seine erste Choreographie „come to pass“ 2005 in Mainz ist für ihn jetzt wieder ganz aktuell. Sie markiert nicht nur den Beginn seiner Choreographenlaufbahn, sondern ist auch Gegenstand seiner aktuellen Produktion derzeit am „Tanz Luzerner Theater“ in der Schweiz, wo Nick Hobbs das alte Stück neu auflegt und als „Ek Stasis“ in einer Uraufführung auf die Bühne bringt.

Die Arbeit in der Schweiz, seiner Wahlheimat, und die Arbeit in Nordhausen läuft fast parallel, was für Nick Hobbs aber keinen Stress darstellt, er konnte alles gut koordinieren. Neben seinen choreographischen Arbeiten für die Bühne entwickelt Nick Hobbs auch Filmprojekte, wie beispielsweise den 2009 für das ZDF produzierten Tanzfilm „Iím not alone“ in Zusammenarbeit mit Dieter Schneider.

Mit seiner neuesten Choreographie „White Man Sleeps“ präsentiert sich der Engländer jetzt erstmals dem Publikum in Thüringen. Zur Musik von Kevin Volansí Streichquartett Nr. 1 „White Man Sleeps“ entdeckt Nick Hobbs mit beeindruckendem Schrittreichtum und einer kraftvollen, bis an die Grenzen der Akrobatik gehenden Tanzsprache immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten menschlicher Beziehungen.

Premiere der „Ballettgeschichten“ mit „White Man Sleeps“ und „Violet Spring“ ist am 18. Februar 2011 um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen. Bereits am kommenden Dienstag, 8. Februar 2011, sind alle Ballettfreunde zur Einführung in den neuen Ballettabend ins Theater eingeladen. Der Eintritt ist an diesem Abend wie immer frei, Beginn ist um 19.30 Uhr. Schon um 19 Uhr beginnt das öffentliche Training auf der großen Bühne, das Neugierigen einen Einblick in die tägliche Arbeit der Tänzerinnen und Tänzer gewähren wird.

Karten für die Premiere von „Ballettgeschichten“ gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
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