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Mi, 08:24 Uhr
09.02.2011

Tchibo und das Klima

Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo hat seit kurzem auch „klimaschonendes Gas“ in seinem Portfolio. Doch bei diesem handelt es sich nicht um Biogas aus erneuerbaren Energien, sondern um ganz normales Erdgas, das zum größten Teil aus Russland kommt. Darauf macht das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST aufmerksam...


Das Grüne an der Sache: Tchibo will Zertifikate aus Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern kaufen. Konkret unterstütze man ein Projekt im afrikanischen Mali, das durch Herstellung und Vertrieb effizienter Brennholzkocher die übermäßige Abholzung von Wäldern verhindere. Die Einsparungen dort sollen die CO2-Emissionen aus dem Verbrauch, der Förderung und dem Transport des Gases zu 100 Prozent kompensieren.

Externe Dienstleister managen die komplexen Abläufe in der CO2-Kompensation für Tchibo. Alle Projekte, in die investiert wird, müssen dem anspruchsvollen Siegel der Schweizer Gold Standard Foundation genügen. Der TÜV Nord prüft die Verrechnung nach den Standards für sein Zertifikat Klimaneutrales Gasprodukt. Auf Anfrage von ÖKO-TEST wollte allerdings der TÜV nicht offenlegen, welche Standards er für dieses Zertifikat entwickelt hat. Transparenz sieht anders aus.

Der Test des Tchibo-Gasangebots zeigt, dass die Vertragsbedingungen vorbildlich sind: Es gibt ein monatliches Kündigungsrecht, zwölf Monate Preisgarantie und keine Mindestvertragslaufzeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern verlangt der Kaffeeröster zudem keine Vorauskasse.

Ein Preisvergleich des Online-Dienstleisters Verivox für zehn Großstädte in Deutschland zeigt allerdings, dass das klimaschonende Gas mancherorts mehr kostet als der Gasmix mit unterschiedlich hohen Biogasanteilen, den Ökostromversorger wie Lichtblick und Naturstrom anbieten. In Hamburg, Frankfurt, Dortmund und Bremen ist die Preisdifferenz besonders hoch, nämlich bis zu 30 Prozent.

Die nnz hatte bereits über das Erdgas-Angebot des Kaffeerösters berichtet.
Autor: nnz

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