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Mo, 08:41 Uhr
14.02.2011

Vergabe gestartet

Der Freistaat Thüringen hat mit seinen Partnern in Niedersachsen und Hessen das Vergabeverfahren zum „Dieselnetz Nordthüringen“ eingeleitet. Was sich dahinter "versteckt", das haben wir für Sie recherchiert...


Entsprechend den Zielen des Nahverkehrsplans 2008-2012 wird damit nach dem Ostthüringer Dieselnetz, dem Vogtlandnetz und dem Mitteldeutschen S-Bahn Netz im Jahr 2010 planmäßig ein weiteres Teilnetz in Thüringen im Rahmen eines europaweiten Wettbewerbs ausgeschrieben. „Mit unserer Vergabekonzeption stärken wir den Wettbewerb auf der Schiene und schreiben die Standards fort, die bereits beim Dieselnetz Ostthüringen angewendet wurden. Wir werden damit dem Schienenpersonennahverkehr in Thüringen eine neue Qualität geben“, sagte der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, heute in Erfurt anlässlich der Veröffentlichung der Ausschreibung im EU-Amtsblatt.

In dem knapp 2,6 Millionen Fahrplankilometer umfassenden Netz im Thüringer Norden um die Städte Gotha, Bad Langensalza, Mühlhausen, Nordhausen, Leinefelde sowie Hannoversch Münden auf niedersächsischer und Kassel auf hessischer Seite soll ab Dezember 2013 der Betrieb für zwölf Jahre aufgenommen werden. Bestandteil des Netzes sind Verkehrsleistungen auf den folgenden Strecken:
  • Leinefelde – Eichenberg – Kassel-Wilhelmshöhe
  • Erfurt – Nordhausen
  • Erfurt – Kühnhausen – Bad Langensalza sowie
  • Gotha – Bad Langensalza – Leinefelde
Der angedachte Fahrplan für die Strecken dieses Wettbewerbsprojekts wird den Reisenden verschiedene Verbesserungen bringen. So kann künftig von Mühlhausen durch eine Überlagerung von Regional- und Expresslinie im Stundentakt die Landeshauptstadt Thüringens erreicht werden. Zudem wird mit der Einrichtung einer neuen Expresslinie zwischen Kassel und Erfurt die Reisezeit zwischen beiden Städten im Vergleich zu heute um etwa 15 Minuten verkürzt.

Für die Reisenden soll es anknüpfend an die im Wettbewerbsprojekt Dieselnetz Ostthüringen erstmals eingeführten Kundengarantien auch im Nordnetz diese Möglichkeit der Einflussnahme auf die Qualität im Schienenverkehr geben. Mit der Sauberkeitsgarantie beispielsweise verpflichtet sich das künftige Verkehrsunternehmen stets saubere Fahrzeuge einzusetzen.

Sollte sich ein Reisender dennoch im Fahrzeug die Kleidung beschmutzen, kommt für die Reinigungskosten das Verkehrsunternehmen auf. Weitere Garantien beziehen sich u. a. auf die Beantwortung von Kundenanliegen, die Informations- und Vertriebssituation.

Partner des Freistaats Thüringen, der mit knapp 90 Prozent Leistungsanteil die Federführung bei der Ausschreibung und Vergabe inne hat, sind die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) und die Verkehrsverbund und Fördergesellschaft Nordhessen mbH (NVV). Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS) ist für den Freistaat mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt und nimmt die Funktion des zentralen Ansprechpartners und Koordinators für alle Partner wahr.

Aktuell können Eisenbahnverkehrsunternehmen die Vergabeunterlagen gegen eine Schutzgebühr bei der NVS abfordern und bis zum 19. Mai 2011 ein entsprechendes Angebot zur Durchführung der ausgeschriebenen Leistungen im Schienenpersonennah-verkehr unterbreiten.
Autor: nnz

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