Mi, 11:57 Uhr
16.02.2011
Auf der Überholspur
Die Stimmung im Verkehrsgewerbe ist ausgesprochen gut, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 100 Unternehmen in Nord- und Mittelthüringen. Der Klimaindex steigt um weitere fünf Punkte und erreicht damit den besten Wert seit 1991...
Der Verkehr rollt – eine Branche atmet auf. Das Verkehrsgewerbe fährt derzeit auf der Sonnenseite der Konjunktur, fasst IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser die Ergebnisse der aktuellen Analyse zusammen. Im Güterverkehr und bei den Speditionen würden sämtliche befragten Unternehmen ihre momentane Geschäftslage mit gut oder zumindest befriedigend beurteilen. Das Fracht- und Umschlagsvolumen erreiche Topwerte und auch die Einschätzung für die nächsten Monate falle durchweg positiv aus.
Wo mehr investiert und produziert wird, muss auch mehr transportiert werden, so der IHK-Chef. Mit dem Rückenwind einer immer höheren Industrieproduktion würden sich vor allem die Speditionen auf der Überholspur befinden und an der Kapazitätsgrenze arbeiten. Noch im Krisenjahr 2009 wäre in Deutschland jeder fünfte Lkw von der Straße genommen worden. Jetzt füllten sich die Auftragsbücher schneller als erwartet und die ausgemusterten Fahrzeuge müssten zügig ersetzt werden.
Ein Wermutstropfen bleibe: Hohe Spritpreise könnten den Spediteuren schnell die gute Laune verderben. Vor allem die Dieselpreise explodierten gegenwärtig und führten nicht selten zu einer Steigerung der Betriebskosten um bis zu 15 Prozent.
Gerade Transportunternehmen, die 100.000 und mehr Kilometer im Jahr fahren, sind stark betroffen und an Verträge mit den Auftraggebern gebunden. Sie können die Frachtkosten gar nicht so schnell umlegen, wie an den Tankstellen die Dieselpreise nach oben klettern, warnt Christoph Schuchert, Präsident des Thüringer Fuhrunternehmerverbandes und Geschäftsführer der Spedition & Umzüge Gebr. Rost GmbH & Co. KG in Vacha.
Aus diesem Grund würden die Unternehmer eine stärkere Regulierung der Tankstellen fordern. So verweist Schuchert auf das Nachbarland Österreich. In der Alpenrepublik dürften die Tankstellen nur noch einmal am Tag um 12 Uhr die Preise erhöhen.
Autor: psgDer Verkehr rollt – eine Branche atmet auf. Das Verkehrsgewerbe fährt derzeit auf der Sonnenseite der Konjunktur, fasst IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser die Ergebnisse der aktuellen Analyse zusammen. Im Güterverkehr und bei den Speditionen würden sämtliche befragten Unternehmen ihre momentane Geschäftslage mit gut oder zumindest befriedigend beurteilen. Das Fracht- und Umschlagsvolumen erreiche Topwerte und auch die Einschätzung für die nächsten Monate falle durchweg positiv aus.
Wo mehr investiert und produziert wird, muss auch mehr transportiert werden, so der IHK-Chef. Mit dem Rückenwind einer immer höheren Industrieproduktion würden sich vor allem die Speditionen auf der Überholspur befinden und an der Kapazitätsgrenze arbeiten. Noch im Krisenjahr 2009 wäre in Deutschland jeder fünfte Lkw von der Straße genommen worden. Jetzt füllten sich die Auftragsbücher schneller als erwartet und die ausgemusterten Fahrzeuge müssten zügig ersetzt werden.
Ein Wermutstropfen bleibe: Hohe Spritpreise könnten den Spediteuren schnell die gute Laune verderben. Vor allem die Dieselpreise explodierten gegenwärtig und führten nicht selten zu einer Steigerung der Betriebskosten um bis zu 15 Prozent.
Gerade Transportunternehmen, die 100.000 und mehr Kilometer im Jahr fahren, sind stark betroffen und an Verträge mit den Auftraggebern gebunden. Sie können die Frachtkosten gar nicht so schnell umlegen, wie an den Tankstellen die Dieselpreise nach oben klettern, warnt Christoph Schuchert, Präsident des Thüringer Fuhrunternehmerverbandes und Geschäftsführer der Spedition & Umzüge Gebr. Rost GmbH & Co. KG in Vacha.
Aus diesem Grund würden die Unternehmer eine stärkere Regulierung der Tankstellen fordern. So verweist Schuchert auf das Nachbarland Österreich. In der Alpenrepublik dürften die Tankstellen nur noch einmal am Tag um 12 Uhr die Preise erhöhen.
