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Mi, 17:01 Uhr
16.02.2011

Erster Taktstock war eine Stricknadel

Das 2. Schlosskonzert des Loh-Orchesters im Blauen Saal des Sondershäuser Schlosses bietet vielfältige musikalische Unterhaltung und wird von einem Gastdirigenten geleitet, dem die Musikstadt Sondershausen nicht ganz unbekannt ist: Jens Troester.


Zu Gast im Schloss (Foto: privat) Zu Gast im Schloss (Foto: privat) Seine musikalische Laufbahn führte ihn bereits in Metropolen wie Wien, Frankfurt, Köln und New York, doch seine ersten musikalischen Schritte machte er schon als Kind: „Ein paar andere Instrumente habe ich probiert, aber das erste ‚Instrument‘ war tatsächlich der Taktstock – eine Stricknadel meiner Mutter!“

Neben seinen Anstellungen an den Theatern Kiel, Kassel und der Operettenstadt Neustrelitz überzeugte Jens Troester als Dirigent der Frankfurter Kammeroper, der Camerata Kiel, der Neubrandenburger Philharmonie und der Heidelberger Schlossfestspiele. Besondere Erfahrung im konzertanten Bereich sammelte er mit der Neuen Philharmonie Frankfurt. Jetzt ist Jens Troester Erster Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor der Theater und Philharmonie Thüringen in Gera/Altenburg.

Das Programm des 2. Schlosskonzertes u. a. mit Musik von Mozart und seinen Zeitgenossen Johann Georg Albrechtsberger und William Herschel findet er „sehr spannend. Das ganze Programm ist für mich neu. Und beim bekanntesten Komponisten (Mozart) ist das Stück wiederum am ungewöhnlichsten…“, erklärt der Dirigent.

In Fragen nach Einflüssen und künstlerischer Entwicklung ist er offen und nennt als Vorbilder nicht nur berühmte Interpreten klassischer Musik wie Leonard Bernstein, Carlos Kleiber und seinen Lehrer Imre Palló an der School of Music der Indiana University in Bloomington, sondern betont ebenfalls die Entwicklung einer Persönlichkeit und individuellen Klangsprache. „Es zählt zum Wichtigsten, den eigenen Weg zu finden“, sagt er.

Neben Balletten und Sinfoniekonzerten, die laut Troester „Genauigkeit und Konzentration“ erfordern, beschäftigt er sich auch mit der Oper. Auf diesem Gebiet erlangte er besondere Aufmerksamkeit durch die Erst- und Uraufführung der Werke „Scharlatan“ von Pavel Haas und „Ulenspiegel“ von Walter Braunfels. Und das Loh-Orchester Sondershausen ist für ihn keine unbekannte Größe, denn „… ich habe vor einigen Jahren einmal in Sondershausen für eine Kapellmeisterstelle vordirigiert! Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit dem Orchester, auf die Stadt – und natürlich auf das Publikum.“

Das Schlosskonzert beginnt am 20. Februar 2011 um 11.00 Uhr im Schloss Sondershausen. Karten gibt es am Konzertvormittag, an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, in der Sondershausen-Information, Tel. 0 36 32/78 81 11, und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
Autor: nnz

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