Mi, 19:46 Uhr
16.02.2011
Zu Besuch in Kaserne
Der Thüringer Justizminister Dr. Holger Poppenhäger (SPD) besuchte bei seinem Aufenthalt in Sondershausen das hiesige Amtsgericht und die Karl-Günther-Kaserne. Interessant dabei der Anlass des Besuches. Mit Kamera und Stift dabei Ihre kn...
Das Medieninteresse beim Besuch von Thüringens Justizminister Dr. Holger Poppenhäger galt hauptsächlich dem Besuch der Karl-Günther-Kaserne und der Diskussion um den Bundeswehrstandort Sondershausen. Aber das war im Grunde genommen nicht mal der Hauptanlass seines Besuchs.
Als Justizminister möchte er alle Amtsgerichte in Thüringen kennen lernen, deshalb führte sein Weg auch zuerst zum Amtsgericht nach Sondershausen, wo er Gespräche mit dem Direktor das Amtsgerichtes, Volker Bressem, Richtern und Mitarbeitern des Amtsgerichtes führte. Dabei gewann er einen sehr guten Eindruck von den dort vorhandenen Möglichkeiten. Gegenüber nnz-TV nahm er auch vor der Kamera Stellung, Über Besuch beim Amtsgericht und berührte dabei auch nochmals die Zusammenlegung der Amtsgerichte Artern und Sondershausen.
Zusammen mit dem Direktor des Amtsgerichts besuchte er dann die Karl-Günther-Kaserne. Der Anlass für diesen Besuch liegt schon über ein halbes Jahr (15.Juni 2010) zurück und hing eigentlich mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof in Sondershausen zusammen. Es ging um die Aufhebung eines Urteils aus der Nazizeit über die Verurteilung von Heinz Koch, kn berichtete ausführlich (Heinz Koch zum Gedenken).Die Teilnahme des Standortältesten Oberstleutnant Klaus Glaab empfand er als wichtige Geste und hatte dem Kommandeur seinen Besuch versprochen.
Ein erster vereinbarter Termin scheiterte. Der danach für heute vereinbarte Termin erreichte wegen der beginnenden Diskussion um die Bundeswehrstandorte eine völlig neue Dimension. Nach dem Besuch des Amtsgerichtes trafen sich der Minister und der Direktor des Amtsgerichtes zum Truppenbesuch beim Raketenartilleriebataillon 132 und seinem Kommandeur Oberstleutnant Klaus Glaab zu Gesprächen in der Kaserne.
An den Gesprächen nahmen auch Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) und die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) teil. Später stieß auch noch Landrat Peter Hengstermann (CDU) zu den Gesprächen dazu. Nach einem Gespräch mit Bundeswehrsoldaten, besichtigt wurde z.B. unter anderem das mobile Einsatzzentrum ARES II, stellte sich der Minister den Fragen der Presse.
Eines machte er aber ganz eindeutig klar, der Standpunkt der Landesregierung zum Thema Bundeswehr bleibt: Wir wollen den Erhalt aller Bundeswehrstandorte in Thüringen. Er äußerte sich aber auch zum Standort Sondershausen speziell.
Unabhängig von den Planungen der Bundeswehr sei der Standort für eine vielfältige Nutzung für militärische Zwecke geeignet. Er betonte das bisher vorgenommene hohe Investitionsvolumen in den Standort Sondershausen und auch die hohe Integration und Akzeptanz in der Region. Es zeige sich auch an der heutige Teilnahme von Landtagsmitglied, 1. Beigeordneter und dem Landrat. Es werde gesehen, dass die Bundeswehr erwünscht ist. Die vielfältige Nutzungsmöglichkeit und die geringe Entfernung zum Übungsplatz auf dem Dickkopf nannte der Minister als weiteren Vorteil.
Cornelia Kraffzick wies auf einen besonderen Vorteil dieses Standortes hin. Da es keine Wehrpflichtige mehr gäbe sei es für die Freiwilligen gut zu wissen, dass der Standort sehr zentrumsnah liege. Das hat Vorteile bei der Unterbringung und auch wenn man sich mal in der Stadt umtun will.
Landrat Hengstermann wies auf einen ganz anderen Umstand hin. Bei vielen Standorte im Westen Deutschland sei die Nachnutzung des Kasernengeländes oft besser möglich, als in der strukturschwachen Region des Kyffhäuserkreises. Eine Schließung des Standortes Sondershausen würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Brache führen, da die Gebäude kaum nachnutzbar seien. Ein Umstand der nicht von der Hand zu weisen ist, denn auch leerstehende Gebäude können erhebliche Kosten verursachen.
Man darf gespannt sein, was der Verteidigungsminister so an Lösungen aus dem Hut zaubern wird.
Autor: khhDas Medieninteresse beim Besuch von Thüringens Justizminister Dr. Holger Poppenhäger galt hauptsächlich dem Besuch der Karl-Günther-Kaserne und der Diskussion um den Bundeswehrstandort Sondershausen. Aber das war im Grunde genommen nicht mal der Hauptanlass seines Besuchs.
Als Justizminister möchte er alle Amtsgerichte in Thüringen kennen lernen, deshalb führte sein Weg auch zuerst zum Amtsgericht nach Sondershausen, wo er Gespräche mit dem Direktor das Amtsgerichtes, Volker Bressem, Richtern und Mitarbeitern des Amtsgerichtes führte. Dabei gewann er einen sehr guten Eindruck von den dort vorhandenen Möglichkeiten. Gegenüber nnz-TV nahm er auch vor der Kamera Stellung, Über Besuch beim Amtsgericht und berührte dabei auch nochmals die Zusammenlegung der Amtsgerichte Artern und Sondershausen.
Zusammen mit dem Direktor des Amtsgerichts besuchte er dann die Karl-Günther-Kaserne. Der Anlass für diesen Besuch liegt schon über ein halbes Jahr (15.Juni 2010) zurück und hing eigentlich mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof in Sondershausen zusammen. Es ging um die Aufhebung eines Urteils aus der Nazizeit über die Verurteilung von Heinz Koch, kn berichtete ausführlich (Heinz Koch zum Gedenken).Die Teilnahme des Standortältesten Oberstleutnant Klaus Glaab empfand er als wichtige Geste und hatte dem Kommandeur seinen Besuch versprochen.
Ein erster vereinbarter Termin scheiterte. Der danach für heute vereinbarte Termin erreichte wegen der beginnenden Diskussion um die Bundeswehrstandorte eine völlig neue Dimension. Nach dem Besuch des Amtsgerichtes trafen sich der Minister und der Direktor des Amtsgerichtes zum Truppenbesuch beim Raketenartilleriebataillon 132 und seinem Kommandeur Oberstleutnant Klaus Glaab zu Gesprächen in der Kaserne.
An den Gesprächen nahmen auch Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD) und die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) teil. Später stieß auch noch Landrat Peter Hengstermann (CDU) zu den Gesprächen dazu. Nach einem Gespräch mit Bundeswehrsoldaten, besichtigt wurde z.B. unter anderem das mobile Einsatzzentrum ARES II, stellte sich der Minister den Fragen der Presse.
Eines machte er aber ganz eindeutig klar, der Standpunkt der Landesregierung zum Thema Bundeswehr bleibt: Wir wollen den Erhalt aller Bundeswehrstandorte in Thüringen. Er äußerte sich aber auch zum Standort Sondershausen speziell.
Unabhängig von den Planungen der Bundeswehr sei der Standort für eine vielfältige Nutzung für militärische Zwecke geeignet. Er betonte das bisher vorgenommene hohe Investitionsvolumen in den Standort Sondershausen und auch die hohe Integration und Akzeptanz in der Region. Es zeige sich auch an der heutige Teilnahme von Landtagsmitglied, 1. Beigeordneter und dem Landrat. Es werde gesehen, dass die Bundeswehr erwünscht ist. Die vielfältige Nutzungsmöglichkeit und die geringe Entfernung zum Übungsplatz auf dem Dickkopf nannte der Minister als weiteren Vorteil.
Cornelia Kraffzick wies auf einen besonderen Vorteil dieses Standortes hin. Da es keine Wehrpflichtige mehr gäbe sei es für die Freiwilligen gut zu wissen, dass der Standort sehr zentrumsnah liege. Das hat Vorteile bei der Unterbringung und auch wenn man sich mal in der Stadt umtun will.
Landrat Hengstermann wies auf einen ganz anderen Umstand hin. Bei vielen Standorte im Westen Deutschland sei die Nachnutzung des Kasernengeländes oft besser möglich, als in der strukturschwachen Region des Kyffhäuserkreises. Eine Schließung des Standortes Sondershausen würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Brache führen, da die Gebäude kaum nachnutzbar seien. Ein Umstand der nicht von der Hand zu weisen ist, denn auch leerstehende Gebäude können erhebliche Kosten verursachen.
Man darf gespannt sein, was der Verteidigungsminister so an Lösungen aus dem Hut zaubern wird.









