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Mo, 10:44 Uhr
28.02.2011

Gäste blieben nicht so lange

Eigentlich können sich die Touristiker des Freistaates freuen, denn im vergangenen Jahr kamen deutlich mehr Gäste nach Thüringen als im Jahr davor. Nur harrten die nicht allzu lange aus...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Die Gesamtzahl der Übernachtungen in den Thüringer Beherbergungsstätten (mit neun und mehr Betten) und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) sank nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2010 leicht um 0,4 Prozent auf 9,4 Millionen. Damit hatte der Thüringer Tourismus erstmals seit dem Jahr 2006 einen Rückgang der Übernachtungszahlen zu verzeichnen.

Der aktuelle Rückgang um 38.000 Übernachtungen sollte aber vor dem Hintergrund der langfristig positiven Entwicklung im Thüringer Tourismus nicht überbewertet werden. So stieg die Zahl der Übernachtungen in Thüringen im Vergleich zum Jahr 2005 um 6,0 Prozent (+ 530.000), die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste erhöhte sich im gleichen Zeitraum sogar um 11,9 Prozent (+ 60.000). Die Gästezahlen stiegen hingegen im vierten Jahr in Folge auf insgesamt 3,5 Millionen. Dies entspricht gegenüber 2009 einem Anstieg um 1,7 Prozent. Die Verweildauer pro Gast ging von 2,8 auf durchschnittlich 2,7 Tage zurück.

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Vier der sechs Thüringer Reisegebiete hatten im Jahr 2010 Zuwächse bei Übernachtungen und Gästeankünften zu verzeichnen. Im Thüringer Wald und im Reisegebiet Übriges Thüringen konnten im Jahr 2010 zwar mehr Gäste begrüßt werden, die Zahl der Übernachtungen ging jedoch um 0,7 bzw. 2,2 Prozent zurück. Da etwa zwei Drittel aller Übernachtungen in Thüringen auf diese beiden Reisegebiete entfallen, schlägt sich die rückläufige Entwicklung im Gesamtergebnis für das Jahr 2010 entsprechend nieder.

Die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stiegen gegenüber 2009 um 4,7 Prozent auf 568.000 an.
Wie bereits in den vergangenen Jahren buchten Gäste aus den Niederlanden mit Abstand die meisten Übernachtungen (142.000), was gegenüber 2009 allerdings einem Rückgang um 0,3 Prozent entspricht. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl an Übernachtungen, die von Gästen aus Japan (+ 45,0 Prozent), Dänemark (+ 43,2 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+ 25,4 Prozent) gebucht wurden.

Die Zahl der Gästeankünfte aus dem Ausland stieg gegenüber 2009 um 9,7 Prozent auf 248.000. Die ausländischen Gäste verweilten in Thüringen mit durchschnittlich 2,3 Tagen deutlich kürzer als die inländischen Gäste (2,7 Tage).

Im Dezember 2010 wurden in Thüringen 227.000 Gäste und insgesamt 601.000 Übernachtungen registriert. Dies war ein Rückgang der Gästezahlen um 3,0 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen lag um 4,7 Prozent unter dem Wert vom Dezember 2009.
Autor: nnz

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Kommentare
Paulinchen
28.02.2011, 17:53 Uhr
Wer auf Gäste wartet, der muss für sie auch etwas tun
Nun mit Gästen, da habe ich oft etwas zu tun. Immer wenn man in Nordhausen von Gästen gefragt wird, wo ist denn hier das Zentrum, da bekomme ich schon die ersten Bauchschmerzen. Die Rautenstraße, einst sollte die der Broadway von Nordhausen sein, beherbergt inzwischen schon mehr Büros, als Geschäfte. Einladend? eher nicht.

Die Ladenöffnungszeiten der restlichen Geschäfte schließen sehr früh, gemessen an den Großmärkten am Rande der Rolandstadt. Einladend? nein. Einen gemütlichen Marktplatz, mit niveauvoller Gastronomie (siehe Quedlinburg und Goslar) sucht man in unserer Hochschulstadt vergebens.

Einladend? weit gefehlt. Parkmöglichkeiten für den eigenen PKW in der Stadt sind eher die Seltenheit. Unserer Stadt fehlt ein großes Parkhaus für die Öffentlichkeit/Gäste und Besucher. Ganz schlimm wird es, wenn der Bebel-Platz durch Jahrmarkt, oder Cirkus belegt ist.

Einladend? nicht wirklich. Stellt sich mir leider die Frage, wo hin soll ich meine Gäste schicken, außer in den Tabakspeicher, das Meyenburgmuseum und zum Roland? Die Altstadt reißt die Gäste auch nicht gerade vom Hocker. Hier schließt ein Laden nach dem anderen. (Leider) Was ist denn nun eigentlich mit den Freiflächen in der Bäckerstraße und dem Pferdemarkt? Wann entstehen denn hier nun endlich die langersehnten Einkaufstempel, die schon oft von der Stadt Nordhausen avisiert worden sind? Fragt sich Paulinchen.
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