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Fr, 10:49 Uhr
11.03.2011

Auf den ersten Blick

In der Nordhäuser Polizeidirektion ist heute die Unfallstatistik des vergangenen Jahres für Nordthüringen vorgestellt worden. Die liest sich auf den ersten Blick sehr positiv. Aber nur auf den ersten Blick...

Vorgestellt (Foto: nnz) Vorgestellt (Foto: nnz)

Der Chef der Polizeidirektion, Uwe Köppen, konnte berichten, dass der seit Jahren anhaltende positive Trend in der Verkehrsunfallentwicklung sich auch im Jahr 2010 fortgesetzt hat. Gesunken ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden gegenüber 2009 um 197 auf 1.135. Gestiegen ist jedoch die absolute Zahl der Unfälle auf den Nordthüringer Straßen. Registriert wurden in den vier Landkreisen 9.886 Verkehrsunfälle.

Statistisch gesehen, krachte es alle 53 Minuten, ereignete sich alle vier Stunden ein Unfall mit Unfallflucht. Alle zwei Tage kam es zu einem Unfall unter Einfluss von Alkohol. Wurden im Jahr 2009 30 Personen bei Unfällen getötet, waren es im vergangenen Jahr „nur noch“ 22. Das allerdings seien immer noch 22 zu viel. Die meisten Unfälle passierten an einem Freitag, und das in der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr.

Soweit die Statistik. Sorgen bereitet den Beamten der Polizei immer noch die Altersgruppe zwischen 17 und 25 Jahren, die so genannten „jungen Fahrer“. Hauptunfallursachen waren dabei nicht angepasste Geschwindigkeit, Alkohol, Vorfahrtsfehler und Fehler beim Abbiegen. Der Gesamtanteil dieser Altersgruppe am Gesamtunfallaufkommen liegt aktuell bei fast 20 Prozent.

Zu den Zahlen im Landkreis Nordhausen sowie im Kyffhäuserkreis hatten wir bereits ausführlich berichtet. Einen besonderen Stellenwert nimmt im Blick auf das Unfallgeschehen die Autobahn 38 ein. Hier ereigneten sich im zurückliegenden Jahr 439 Unfälle. Das ist ein Anstieg von fast 76 Prozent zum Jahr 2009 (251). Bei diesen Unfällen wurden 94 Menschen verletzt, zwei wurden getötet.

Unfallschwerpunkte im vergangenen Jahr waren aus Sicht der Polizei die gesamte Strecke der B4, die B85, die B 243 – hier vor allem der Bereich zwischen Holbach und dem Abzweig nach Klettenberg sowie zwischen Nordhausen und Hesserode. Ganz klar, rund um den Kyffhäuser (B85) sind vor allem Kradfahrer bei Unfällen beteiligt. Hier helfen nur Kontrollen und aufklärende Maßnahmen, um den Adrenalinkick für die Biker in den 36 Kurven unter Kontrolle zu bringen.

Vorbeugende und verkehrserzieherische Aktionen seitens der Polizei soll es auch in diesem Jahr geben, kündigte Uwe Köppen an. Im vergangenen Jahr führten die Jugendverkehrsschulen im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis rund 400 Schulungen und Ausbildungen durch. Wie im Jahr 2010 wird sich die Polizei in Nordthüringen auch in diesem Jahr verstärkt an Aktionen der jeweiligen Kreisverkehrswacht beteiligen. Hier sollen wieder die jungen Fahrer erreicht werden.

Wie nötig das ist, zeigt die Tatsache, dass der Anstieg des Fahrens unter Drogen schon beängstigende Formen angenommen hat. Wurde im Jahr 2009 die Zahl von 208 erwischten festgeschrieben, so wurden bei Kontrollen 427 vorwiegend junge Fahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen.
Autor: nnz

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