Mi, 07:03 Uhr
30.03.2011
Rückblick gestartet
2011 begann für unser kleines Kino auf dem Schlachtberg sehr erfolgreich, so war die bisherige Nachfrage für die Filmveranstaltungen erfreulich positiv. Die Fazit konnte Fred Böhme vom Panoramamuseum Bad Frankemhausen ziehen...
Eine Winzlingsproduktion (was nichts über die Qualität des Films sondern lediglich über sein Produktionsbudget sagt) wie "Emma und Marie" lockte immerhin 50 Filmfreunde auf den Schlachtberg und bei "Die Eleganz der Madame Michel" waren sogar 84, was nichts anderes bedeutet, das zusätzlich Stühle gestellt werden mussten, damit alle Filmfreunde Platz fanden. Trotzdem sagen diese Zahlen in Regel nichts über die Qualität des betreffenden Films aus, eher schon etwas über seinen Werbeetat oder die Popularität der verfilmten Geschichte.
Mit "Emma und Marie" - ein Film, der nur als Original mit deutschen Untertiteln und auch nur in digitaler Form zur Verfügung stand - hatten wir wieder eines dieser wunderbaren kleinen Meisterwerke auf der Leinwand, die eher im Kinobetrieb untergehen. Diese Geschichte einer obsessiven Liebe und der Loslösung des einen der beiden Partner aus dieser Beziehung war für mich nicht nur in der schauspielerischen Umsetzung, in der logischen Konsequenz des Drehbuchs oder in ihrer poetischen Doppelbödigkeit überzeugend sondern auch durch die Qualität der fotografierten Bilder. Anders erging es mir mit dem Film "Die Eleganz der Madame Michel", auf den ich vorab schon sehr gespannt war. Hier schien allerdings das Drehbuch schon einige Schwächen aufzuweisen, die sich in der allzu vordergründigen Sozialromantik (Beziehung zwischen vermögendem Japaner und Concierge) oder in der schablonenhaften Typisierung der Nebenrollen zeigten.
Trotz origineller Details wie der Ausstattung der verschiedenen Drehorte, des Kamera- und Perspektivwechsels, erschien mir manches eher behauptet als durch die Filmhandlung nachvollziehbar. Das fiel besonders bei der Begründung der Selbstmordabsicht der überambitionierten 11jährigen Hauptperson des Films wie auch bei dem etwas inkonsequenten Perspektivwechseln auf die Geschichte auf. War der Film anfangs aus der Perspektive der 11Jährigen erzählt, verließ er diese dann abrupt mit dem Auftauchen des Japaners.
Letztlich hatte ich den Eindruck, dass die Macher dieses Films verzweifelt an der literarischen Vorlage klebten und abgesehen von einigen sehr schönen optischen Details es nicht vermochten, durch den Film eine überzeugende, in sich logische Neuinterpretation des Stoffes zu verfilmen.
Jenseits der Kino- und Konzertveranstaltungen, beschäftige ich mich momentan intensiv mit den verschiedenen Kursen. Der Kinderkurs zeichnet momentan die Oberkirche und allein die barocke Doppelturmhaube ist eine Herausforderung der zeichnenden Kinderhand.
Der Erwachsenenkurs absolviert hingegen gerade verschiedene Experimente und komponiert absonderlichste Gegenstände zu Stillleben, die entsprechend bestimmter inhaltlicher Vorgaben umarrangiert werden müssen. Dadurch sollen den Teilnehmern Figur-Formatbeziehungen, Farbklänge und deren Ausdruckswerte vermittelt werden.
Architekturstudie von der Bendelebener Kirche von Bettina Lotzwik Foto: Fred Böhme
Das dabei wirklich gelungene Arbeiten entstehen können, soll eine Ausstellung mit Kursresultaten belegen, die ich plane und deren Vorbereitung mich momentan ziemlich beansprucht.
Fred Böhme
Autor: khhEine Winzlingsproduktion (was nichts über die Qualität des Films sondern lediglich über sein Produktionsbudget sagt) wie "Emma und Marie" lockte immerhin 50 Filmfreunde auf den Schlachtberg und bei "Die Eleganz der Madame Michel" waren sogar 84, was nichts anderes bedeutet, das zusätzlich Stühle gestellt werden mussten, damit alle Filmfreunde Platz fanden. Trotzdem sagen diese Zahlen in Regel nichts über die Qualität des betreffenden Films aus, eher schon etwas über seinen Werbeetat oder die Popularität der verfilmten Geschichte.
Mit "Emma und Marie" - ein Film, der nur als Original mit deutschen Untertiteln und auch nur in digitaler Form zur Verfügung stand - hatten wir wieder eines dieser wunderbaren kleinen Meisterwerke auf der Leinwand, die eher im Kinobetrieb untergehen. Diese Geschichte einer obsessiven Liebe und der Loslösung des einen der beiden Partner aus dieser Beziehung war für mich nicht nur in der schauspielerischen Umsetzung, in der logischen Konsequenz des Drehbuchs oder in ihrer poetischen Doppelbödigkeit überzeugend sondern auch durch die Qualität der fotografierten Bilder. Anders erging es mir mit dem Film "Die Eleganz der Madame Michel", auf den ich vorab schon sehr gespannt war. Hier schien allerdings das Drehbuch schon einige Schwächen aufzuweisen, die sich in der allzu vordergründigen Sozialromantik (Beziehung zwischen vermögendem Japaner und Concierge) oder in der schablonenhaften Typisierung der Nebenrollen zeigten.
Trotz origineller Details wie der Ausstattung der verschiedenen Drehorte, des Kamera- und Perspektivwechsels, erschien mir manches eher behauptet als durch die Filmhandlung nachvollziehbar. Das fiel besonders bei der Begründung der Selbstmordabsicht der überambitionierten 11jährigen Hauptperson des Films wie auch bei dem etwas inkonsequenten Perspektivwechseln auf die Geschichte auf. War der Film anfangs aus der Perspektive der 11Jährigen erzählt, verließ er diese dann abrupt mit dem Auftauchen des Japaners.
Letztlich hatte ich den Eindruck, dass die Macher dieses Films verzweifelt an der literarischen Vorlage klebten und abgesehen von einigen sehr schönen optischen Details es nicht vermochten, durch den Film eine überzeugende, in sich logische Neuinterpretation des Stoffes zu verfilmen.
Jenseits der Kino- und Konzertveranstaltungen, beschäftige ich mich momentan intensiv mit den verschiedenen Kursen. Der Kinderkurs zeichnet momentan die Oberkirche und allein die barocke Doppelturmhaube ist eine Herausforderung der zeichnenden Kinderhand.
Der Erwachsenenkurs absolviert hingegen gerade verschiedene Experimente und komponiert absonderlichste Gegenstände zu Stillleben, die entsprechend bestimmter inhaltlicher Vorgaben umarrangiert werden müssen. Dadurch sollen den Teilnehmern Figur-Formatbeziehungen, Farbklänge und deren Ausdruckswerte vermittelt werden.
Architekturstudie von der Bendelebener Kirche von Bettina Lotzwik Foto: Fred Böhme
Das dabei wirklich gelungene Arbeiten entstehen können, soll eine Ausstellung mit Kursresultaten belegen, die ich plane und deren Vorbereitung mich momentan ziemlich beansprucht.
Fred Böhme

