So, 10:20 Uhr
17.04.2011
Im Bereich der stachligen Gesellen
Unserer Leser Hans-Jürgen Schmidt war wieder einmal mit seiner Kamera unterwegs im Kyffhäuserkreis unterwegs. Dabei verschlug es ihn zu stachligen Gesellen. Hier sein interessanter Bericht und seine Bilder...
Es begann im Alter von 10 Jahren. Jürgen Erfurth bekam einen Kaktus geschenkt. Seitdem frönt er einem Hobby, das Dimensionen erreicht hat, die sehenswert sind, wenn man durch die Gewächshäuser der stachligen Gesellen wandelt. Mit einem hohen Fachwissen zur Aufzucht der Kakteen wird er nicht müde, Erläuterungen zu geben.
Mit der Erfahrung eines Pädagogen, er war von Beruf Lehrer, konnte er das Wissen zu den Kakteen an den Mann bringen. Die eigentliche Heimat der Kakteen findet man in Amerika. Ausgehend von Mexiko haben sich die Kakteen nach Norden bis Kanada und nach Süden bis Patagonien ausgebreitet. Sicherlich sind dabei die unterschiedlichsten Formen zu sehen. Von winterharten Kakteen, wie die Opuntien, die über minus 20 Grad vertragen und ohne Regenschutz auskommen bis zu dem Pediocactus mit seinen herrlichen violetten Blühten, der am Coloradofluss gedeiht, ist in seinem Kakteenarchiv alles zu finden, was das Kakteenherz begehrt.
Über 20.000 Zimmerkakteen und über 5.000 winterharte Kakteen findet man in Schernberg im Eschenweg, die einer täglichen Pflege bedürfen. Manchmal sind 10 Stunden am Tag nötig, um zu pflegen und zu züchten, denn jedes Jahr werden "Babykakteen" gepflanzt, die einen besonderen Boden bedürfen. Ein wenig Gartenerde, Kies, Sand aus Oldisleben und manchmal Bimskies oder Lava werden gemischt und den Bedürfnissen der einzelnen Kakteen angepasst. "Ja , in keine Torf- oder Humuserde eine Kaktus setzen, sie werden ihren Geist beizeiten aufgeben", war sein Rat.
Im Garten ist der sogenannte Steingarten, dessen Bodensubstanz den Kakteen angepasst werden sollte, der geeignete Platz um Kakteen anzupflanzen. Im Gewächshaus findet man überall Malpinsel in der Erde stecken. Das hat seinen Sinn, denn er muss die Befruchtung der Kakteen übernehmen, um Samen zu bekommen. Dabei wachsen die Kakteen nicht gerade im Eiltempo. Ein einjähriger Kaktus hat gerade mal 10 mm erreicht. Dass das alles Geld kostet ist verständlich.
Er hat deshalb vor 3 Jahren die Firma "Freilandkakteen" gegründet . Dabei ist er Chef und gleichzeitig der eifrigste Mitarbeiter. "Ich will kein großartigen Gewinn machen, sonder am Jahresende muss stehen: kostendeckend gearbeitet", ist sein Credo. Das dabei auch noch etwas Taschengeld für eine jährliche Reise die in Weststaaten der USA abfallen muss, ist seinem Wissensdrang geschuldet. Mit dem Jeep werden die kargen Landschaften von Arizona bis Utah, Colorado und New Mexico befahren, um die Kakteen in der Natur zu bewundern, die in seinem Gewächshaus gedeihen. Dabei wird sich neues Wissen angeeignet und seltene Kakteen bewundert. Um das Geld zu erwirtschaften fährt er zu Kakteenbörsen, so zum Beispiel nach Erfurt, Jena und Halle und ist auf Märkten zu finden.
In Sondershausen wird er am 1. Mai auf dem Pflanzenmarkt anwesend sein, um seine Kakteen zu präsentieren.
Text und Bilder: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khhEs begann im Alter von 10 Jahren. Jürgen Erfurth bekam einen Kaktus geschenkt. Seitdem frönt er einem Hobby, das Dimensionen erreicht hat, die sehenswert sind, wenn man durch die Gewächshäuser der stachligen Gesellen wandelt. Mit einem hohen Fachwissen zur Aufzucht der Kakteen wird er nicht müde, Erläuterungen zu geben.
Mit der Erfahrung eines Pädagogen, er war von Beruf Lehrer, konnte er das Wissen zu den Kakteen an den Mann bringen. Die eigentliche Heimat der Kakteen findet man in Amerika. Ausgehend von Mexiko haben sich die Kakteen nach Norden bis Kanada und nach Süden bis Patagonien ausgebreitet. Sicherlich sind dabei die unterschiedlichsten Formen zu sehen. Von winterharten Kakteen, wie die Opuntien, die über minus 20 Grad vertragen und ohne Regenschutz auskommen bis zu dem Pediocactus mit seinen herrlichen violetten Blühten, der am Coloradofluss gedeiht, ist in seinem Kakteenarchiv alles zu finden, was das Kakteenherz begehrt.
Über 20.000 Zimmerkakteen und über 5.000 winterharte Kakteen findet man in Schernberg im Eschenweg, die einer täglichen Pflege bedürfen. Manchmal sind 10 Stunden am Tag nötig, um zu pflegen und zu züchten, denn jedes Jahr werden "Babykakteen" gepflanzt, die einen besonderen Boden bedürfen. Ein wenig Gartenerde, Kies, Sand aus Oldisleben und manchmal Bimskies oder Lava werden gemischt und den Bedürfnissen der einzelnen Kakteen angepasst. "Ja , in keine Torf- oder Humuserde eine Kaktus setzen, sie werden ihren Geist beizeiten aufgeben", war sein Rat.
Im Garten ist der sogenannte Steingarten, dessen Bodensubstanz den Kakteen angepasst werden sollte, der geeignete Platz um Kakteen anzupflanzen. Im Gewächshaus findet man überall Malpinsel in der Erde stecken. Das hat seinen Sinn, denn er muss die Befruchtung der Kakteen übernehmen, um Samen zu bekommen. Dabei wachsen die Kakteen nicht gerade im Eiltempo. Ein einjähriger Kaktus hat gerade mal 10 mm erreicht. Dass das alles Geld kostet ist verständlich.
Er hat deshalb vor 3 Jahren die Firma "Freilandkakteen" gegründet . Dabei ist er Chef und gleichzeitig der eifrigste Mitarbeiter. "Ich will kein großartigen Gewinn machen, sonder am Jahresende muss stehen: kostendeckend gearbeitet", ist sein Credo. Das dabei auch noch etwas Taschengeld für eine jährliche Reise die in Weststaaten der USA abfallen muss, ist seinem Wissensdrang geschuldet. Mit dem Jeep werden die kargen Landschaften von Arizona bis Utah, Colorado und New Mexico befahren, um die Kakteen in der Natur zu bewundern, die in seinem Gewächshaus gedeihen. Dabei wird sich neues Wissen angeeignet und seltene Kakteen bewundert. Um das Geld zu erwirtschaften fährt er zu Kakteenbörsen, so zum Beispiel nach Erfurt, Jena und Halle und ist auf Märkten zu finden.
In Sondershausen wird er am 1. Mai auf dem Pflanzenmarkt anwesend sein, um seine Kakteen zu präsentieren.
Text und Bilder: Hans-Jürgen Schmidt






































