Sa, 11:47 Uhr
23.04.2011
Von einer Katastrophe in die nächste?
Politiker fallen ja leider gern von einem Extrem ins andere. Erst erzählte man dem Bürger Atomkraft ist sicher und unproblematisch. Jetzt soll es die Geothermie richten, wenn es nach den Politikern geht...
Man macht sich als gemeiner (normaler) Bürger ja auch so seine Gedanken über die neue Energiepolitik. Was da nicht alles kommen soll. Erneuerbare Energien und gar der unerschöpfliche Quell an Erdwärme. Was wallen uns da die Politiker jetzt nicht alles einreden. Sicher ist, mit der Kernspaltung als Atomkraft ist auf Dauer kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Die Risiken sind einfach zu hoch, weil man eben in der Natur nie sicher ist, was da auf uns zu kommt. Und lange genug hatten die Politiker den Menschen eingeredet, die Atomkraft sei sicher.
Aber auch andere Energiequellen sind nicht ohne Risiken, auch wenn uns hier schon wieder Politiker vormachen, dass ist alles harmlos. Erinnert sei an den juristischen Streit in der Gemeinde Staufen im Breisgau. Hier wollte man auf angeblich umweltfreundliche Energie setzten und kam wohl vom regen in die Traufe. Dort wollte man sinnigerweise das Rathaus mit Erdwärme beheizen, und pumpte Wasser in 140 m Tiefe. Seit her streitet man sich juristisch wer nun Schuld hat, dass Bewegung in die ganze Gemeinde gekommen ist, an vielen Häusern, wohl schon über 100 ist die rede, bilden sich schwere Risse.
Jetzt kann sich jeder ausrechnen, was eventuell in unserer Region passiert, wenn Wasser in die Tiefe verpresst wird. Thüringen und auch insbesondere der Kyffhäuserkreis ist schon löchrig wie ein Schweizer Käse. Da ist wohl Vorsicht mehr als angedacht, damit unsere Politiker nicht auf zu dumme Gedanken kommen.
Gerade das Stichwort Schweizer Käse führte aber gleich zur nächsten Frage. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) will die Energiegewinnung durch Geothermie vorantreiben. Eine sichere Sache? Bei diesem verfahren soll Wasser in noch größere tiefen verpresst werden und dann wieder stark erhitzt zur Energiegewinnung genutzt werden. Das dumme daran ist nur, so viele Geothermiekraftwerke gibt es auf der Welt noch nicht, aber von den wenigen Kraftwerken hört man nicht viel Gutes.
Ein 2007 in Landau (Pfalz) in Betrieb genommenes Geothermiekraftwerk, es soll nur ein kleines sein, löste im Jahre 2009 mit großer Wahrscheinlichkeit Erdbeben bis zur Stärke von 2,9 auf der Richterskala aus. Noch ist nicht endgültig bewiesen ob die Geothermie daran Schuld hat. In der Schweiz hat man allerdings reagiert.
In Kleinhüningen bei Basel/Schweiz gab es seit dem 8. Dezember 2006 im Abstand von mehreren Wochen bis zu einem Monat fünf leichte Erschütterungen mit abnehmender Magnitude von 3,4 bis 2,9 auf der Richterskala. .[39][40][41] Dadurch soll ein Schaden zwischen 3 und 5 Mio. Schweizer Franken entstanden sein. Inzwischen wurde wohl entschieden, das Vorhaben nicht fortzusetzen, da gemäß einer am 10. Dezember 2009 vorgestellten Risikoanalyse allein während des Anlagenbaus mit weiteren schweren Erdbeben und mit Schäden von rund 40 Millionen Franken rechnen muss. Auch wenn sich hier die Experten noch nicht so 100 % ig klar sind, ob es wirklich an der Geothermie liegt, gibt das Ganze doch zu denken. Und man muss immer bedenken, dass waren bisher meist nur kleine Anlagen!
Bevor hier die Politiker in eine neue Richtung rennen, sollte wohl doch noch umfangreich untersucht werden. Der schnelle Atomausstieg sollte nicht dazu verleiten, sich in Risiken zu stürzen, die noch nicht mal annähernd abzuschätzen sind. Sicher birgt Geothermie nicht so einen Gefahrenmoment, dass man um sein Leben bangen muss, wie bei der Kernenergie, aber mancher Hausbesitzer wird auch nicht gerade erfreut sein, wenn sein Lebenstraum zu zerbröseln droht.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhMan macht sich als gemeiner (normaler) Bürger ja auch so seine Gedanken über die neue Energiepolitik. Was da nicht alles kommen soll. Erneuerbare Energien und gar der unerschöpfliche Quell an Erdwärme. Was wallen uns da die Politiker jetzt nicht alles einreden. Sicher ist, mit der Kernspaltung als Atomkraft ist auf Dauer kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Die Risiken sind einfach zu hoch, weil man eben in der Natur nie sicher ist, was da auf uns zu kommt. Und lange genug hatten die Politiker den Menschen eingeredet, die Atomkraft sei sicher.
Aber auch andere Energiequellen sind nicht ohne Risiken, auch wenn uns hier schon wieder Politiker vormachen, dass ist alles harmlos. Erinnert sei an den juristischen Streit in der Gemeinde Staufen im Breisgau. Hier wollte man auf angeblich umweltfreundliche Energie setzten und kam wohl vom regen in die Traufe. Dort wollte man sinnigerweise das Rathaus mit Erdwärme beheizen, und pumpte Wasser in 140 m Tiefe. Seit her streitet man sich juristisch wer nun Schuld hat, dass Bewegung in die ganze Gemeinde gekommen ist, an vielen Häusern, wohl schon über 100 ist die rede, bilden sich schwere Risse.
Jetzt kann sich jeder ausrechnen, was eventuell in unserer Region passiert, wenn Wasser in die Tiefe verpresst wird. Thüringen und auch insbesondere der Kyffhäuserkreis ist schon löchrig wie ein Schweizer Käse. Da ist wohl Vorsicht mehr als angedacht, damit unsere Politiker nicht auf zu dumme Gedanken kommen.
Gerade das Stichwort Schweizer Käse führte aber gleich zur nächsten Frage. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) will die Energiegewinnung durch Geothermie vorantreiben. Eine sichere Sache? Bei diesem verfahren soll Wasser in noch größere tiefen verpresst werden und dann wieder stark erhitzt zur Energiegewinnung genutzt werden. Das dumme daran ist nur, so viele Geothermiekraftwerke gibt es auf der Welt noch nicht, aber von den wenigen Kraftwerken hört man nicht viel Gutes.
Ein 2007 in Landau (Pfalz) in Betrieb genommenes Geothermiekraftwerk, es soll nur ein kleines sein, löste im Jahre 2009 mit großer Wahrscheinlichkeit Erdbeben bis zur Stärke von 2,9 auf der Richterskala aus. Noch ist nicht endgültig bewiesen ob die Geothermie daran Schuld hat. In der Schweiz hat man allerdings reagiert.
In Kleinhüningen bei Basel/Schweiz gab es seit dem 8. Dezember 2006 im Abstand von mehreren Wochen bis zu einem Monat fünf leichte Erschütterungen mit abnehmender Magnitude von 3,4 bis 2,9 auf der Richterskala. .[39][40][41] Dadurch soll ein Schaden zwischen 3 und 5 Mio. Schweizer Franken entstanden sein. Inzwischen wurde wohl entschieden, das Vorhaben nicht fortzusetzen, da gemäß einer am 10. Dezember 2009 vorgestellten Risikoanalyse allein während des Anlagenbaus mit weiteren schweren Erdbeben und mit Schäden von rund 40 Millionen Franken rechnen muss. Auch wenn sich hier die Experten noch nicht so 100 % ig klar sind, ob es wirklich an der Geothermie liegt, gibt das Ganze doch zu denken. Und man muss immer bedenken, dass waren bisher meist nur kleine Anlagen!
Bevor hier die Politiker in eine neue Richtung rennen, sollte wohl doch noch umfangreich untersucht werden. Der schnelle Atomausstieg sollte nicht dazu verleiten, sich in Risiken zu stürzen, die noch nicht mal annähernd abzuschätzen sind. Sicher birgt Geothermie nicht so einen Gefahrenmoment, dass man um sein Leben bangen muss, wie bei der Kernenergie, aber mancher Hausbesitzer wird auch nicht gerade erfreut sein, wenn sein Lebenstraum zu zerbröseln droht.
Karl-Heinz Herrmann
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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