Do, 12:51 Uhr
28.04.2011
Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)
Wir haben angesichts der heutigen Veröffentlichung positiver Arbeitsmarktdaten wieder Reaktionen aus Politik und Wirtschaft für Sie zusammengestellt. Den Anfang macht diesmal die Politik...
Der Aufwärtstrend setzt sich fort, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Der Arbeitsmarkt profitiert von der robusten Konjunkturentwicklung und von der Frühjahrsbelebung. Mit 9,2 Prozent bleibe die Arbeitslosenquote unter der Zehn-Prozent-Marke, sie liege am niedrigsten innerhalb Ostdeutschlands (Ostdeutschland: 11,8 Prozent). Damit ist Thüringen innerhalb der Neuen Länder weiterhin an vorderster Stelle, so der Minister.
Positiv sei auch der Zugang an offenen Stellen im April: 6.742 freie Stellen wurden im April gemeldet, das war ein Zuwachs um 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat März und um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April. 24.070 gemeldete Stellen konnten seit Jahresbeginn verzeichnet werden. Die Arbeitnehmerseite kann aufatmen, sagte der Minister, die Chancen für Arbeitsuchende und für Arbeitnehmer, die sich verändern wollen, haben sich deutlich verbessert.
Der anziehende Konjunkturmotor müsse jetzt genutzt werden, um reguläre Stellen und qualitativ gute Arbeit in Thüringen zu schaffen. Jetzt haben wir die Chance, den Arbeitsmarkt langfristig zu stabilisieren und die Qualität von Arbeit zu verbessern, so der Arbeitsminister. Angesichts der Ausweitung des Niedriglohnsektors und des Leiharbeit-Missbrauchs auch in Thüringen halte er es für gefährlich, wenn diese Entwicklung verharmlost werde.
Die Spaltung des Arbeitsmarktes dürfen wir nicht hinnehmen, so Machnig. Qualifizierte Beschäftigte und Fachkräfte könnten nur für Thüringen gewonnen werden, wenn der Freistaat auch als Beschäftigungsstandort einen guten Ruf entwickelt.
Zudem verstoße es gegen die Würde der Beschäftigten, wenn für gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne gezahlt werden. Die Mehrheit der Menschen in Thüringen wünscht sich gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne, so Machnig. Das habe die Umfrage von tns-Infratest wieder deutlich gemacht: 63 Prozent der Befragten beklagten, dass sich sowohl Löhne und Gehälter als auch das Angebot an unbefristeten Arbeitsplätzen zum Negativen entwickelt hätten.
Laut 91 Prozent der Befragten sind niedrige Löhne der falsche Weg, damit die Wirtschaft konkurrenzfähig bleibe. Und für 39 Prozent ist die Begrenzung der Leiharbeit der wichtigste Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik. Die Umfrage macht deutlich: Wir brauchen Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, sagte Machnig.
Autor: nnzDer Aufwärtstrend setzt sich fort, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Der Arbeitsmarkt profitiert von der robusten Konjunkturentwicklung und von der Frühjahrsbelebung. Mit 9,2 Prozent bleibe die Arbeitslosenquote unter der Zehn-Prozent-Marke, sie liege am niedrigsten innerhalb Ostdeutschlands (Ostdeutschland: 11,8 Prozent). Damit ist Thüringen innerhalb der Neuen Länder weiterhin an vorderster Stelle, so der Minister.
Positiv sei auch der Zugang an offenen Stellen im April: 6.742 freie Stellen wurden im April gemeldet, das war ein Zuwachs um 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat März und um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April. 24.070 gemeldete Stellen konnten seit Jahresbeginn verzeichnet werden. Die Arbeitnehmerseite kann aufatmen, sagte der Minister, die Chancen für Arbeitsuchende und für Arbeitnehmer, die sich verändern wollen, haben sich deutlich verbessert.
Der anziehende Konjunkturmotor müsse jetzt genutzt werden, um reguläre Stellen und qualitativ gute Arbeit in Thüringen zu schaffen. Jetzt haben wir die Chance, den Arbeitsmarkt langfristig zu stabilisieren und die Qualität von Arbeit zu verbessern, so der Arbeitsminister. Angesichts der Ausweitung des Niedriglohnsektors und des Leiharbeit-Missbrauchs auch in Thüringen halte er es für gefährlich, wenn diese Entwicklung verharmlost werde.
Die Spaltung des Arbeitsmarktes dürfen wir nicht hinnehmen, so Machnig. Qualifizierte Beschäftigte und Fachkräfte könnten nur für Thüringen gewonnen werden, wenn der Freistaat auch als Beschäftigungsstandort einen guten Ruf entwickelt.
Zudem verstoße es gegen die Würde der Beschäftigten, wenn für gleiche Arbeit unterschiedliche Löhne gezahlt werden. Die Mehrheit der Menschen in Thüringen wünscht sich gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne, so Machnig. Das habe die Umfrage von tns-Infratest wieder deutlich gemacht: 63 Prozent der Befragten beklagten, dass sich sowohl Löhne und Gehälter als auch das Angebot an unbefristeten Arbeitsplätzen zum Negativen entwickelt hätten.
Laut 91 Prozent der Befragten sind niedrige Löhne der falsche Weg, damit die Wirtschaft konkurrenzfähig bleibe. Und für 39 Prozent ist die Begrenzung der Leiharbeit der wichtigste Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik. Die Umfrage macht deutlich: Wir brauchen Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, sagte Machnig.