Fr, 06:51 Uhr
06.05.2011
Neues aus Berlin (38)
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Steffen-Claudio Lemme (SPD) zum Thema Missbrauch von Praktika stoppen und fordert: Klare Regeln für den Berufseinstieg...
Anlässlich der gestern vom DGB und der Hans-Böckler-Stiftung vorgelegten Studie zur "Generation Praktikum" erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Gewerkschafter Steffen-Claudio Lemme:
"Der Einstieg in das Berufsleben beginnt auch weiterhin für rund 40 Prozent der Hochschulabsolventen mit einem Praktikum. Dabei gaben der Studie zufolge 81 Prozent der Befragten an, dass sie als Praktikanten eine vollwertige Arbeit geleistet hätten. Bei 75 Prozent war die Arbeit fest in den Betriebsablauf eingeplant.
Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere jungen Absolventinnen und Absolventen ihren Berufseinstieg mit einem, meist, unbezahlten Praktikum beginnen und finanziell zum großen Teil auf Eltern, Zusatzjobs oder Sozialleistungen angewiesen sind, während sie im Betrieb die Arbeit eines Vollzeit-Angestellten bewerkstelligen. Die Wirtschaftsverbände sprechen immer wieder den Fachkräftemangel in Deutschland an, dann müssen sie aber auch den Mut beweisen den Hochschulabsolventen eine Chance zu geben und ihnen einen vernünftigen Arbeitsvertrag unterbreiten.
Seit Jahren macht sich die SPD für faire Praktikumsbedingungen stark. In einem Antrag fordern wir die Verbesserung der Rechtsposition der Betroffenen. Weiterhin sind wir für die Einführung einer Vertragspflicht sowie für eine Mindestvergütung von 350 Euro monatlich für Praktika. Darüber hinaus setzen wir uns für die Anrechnung der Praktikazeiten als Betriebszugehörigkeit beim Kündigungsschutz ein.
Dies muss nun endlich auch die Bundesregierung einsehen und sofort handeln. Deshalb fordern wir dazu eine Anhörung im Fachausschuss des Bundestages."
Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme
Autor: khhAnlässlich der gestern vom DGB und der Hans-Böckler-Stiftung vorgelegten Studie zur "Generation Praktikum" erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Gewerkschafter Steffen-Claudio Lemme:
"Der Einstieg in das Berufsleben beginnt auch weiterhin für rund 40 Prozent der Hochschulabsolventen mit einem Praktikum. Dabei gaben der Studie zufolge 81 Prozent der Befragten an, dass sie als Praktikanten eine vollwertige Arbeit geleistet hätten. Bei 75 Prozent war die Arbeit fest in den Betriebsablauf eingeplant.
Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere jungen Absolventinnen und Absolventen ihren Berufseinstieg mit einem, meist, unbezahlten Praktikum beginnen und finanziell zum großen Teil auf Eltern, Zusatzjobs oder Sozialleistungen angewiesen sind, während sie im Betrieb die Arbeit eines Vollzeit-Angestellten bewerkstelligen. Die Wirtschaftsverbände sprechen immer wieder den Fachkräftemangel in Deutschland an, dann müssen sie aber auch den Mut beweisen den Hochschulabsolventen eine Chance zu geben und ihnen einen vernünftigen Arbeitsvertrag unterbreiten.
Seit Jahren macht sich die SPD für faire Praktikumsbedingungen stark. In einem Antrag fordern wir die Verbesserung der Rechtsposition der Betroffenen. Weiterhin sind wir für die Einführung einer Vertragspflicht sowie für eine Mindestvergütung von 350 Euro monatlich für Praktika. Darüber hinaus setzen wir uns für die Anrechnung der Praktikazeiten als Betriebszugehörigkeit beim Kündigungsschutz ein.
Dies muss nun endlich auch die Bundesregierung einsehen und sofort handeln. Deshalb fordern wir dazu eine Anhörung im Fachausschuss des Bundestages."
Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme