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Mo, 12:17 Uhr
09.05.2011

Branche ist optimistisch

Die Thüringer Tourismuswirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft. Für die Sommersaison werden steigende Umsätze und gute Geschäfte erwartet. Insbesondere die Reisebüros registrieren wieder eine verstärkte Nachfrage nach Urlaubsreisen und Ferienangeboten. Das geht aus der aktuellen Frühjahrsumfrage der Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) unter 350 Unternehmen der Branche in Mittel- und Nordthüringen hervor.


„Die gute Arbeitsmarktlage und Beschäftigungssituation spüren natürlich auch die Reiseveranstalter. Die Krise ist überwunden und die Verunsicherung vieler Verbraucher der Vorfreude auf die kommenden Ferien und der gezielten Urlaubsplanung gewichen", teilt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser mit. Dementsprechend gut sei schon das zurückliegende Winterhalbjahr für die Reisebüros verlaufen.

Fast jeder zweite Befragte berichte inzwischen von gestiegenen Umsätzen. Diese positive Entwicklung scheine sich auch in der kommenden Sommersaison fortzusetzen. Immerhin würde die Mehrheit der Unternehmen eine gleichbleibende oder sogar noch verbesserte Geschäftslage erwarten.

„Aber auch im hiesigen Hotel- und Gastgewerbe ist die Zahl der Betriebe mit Umsatzzuwächsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwanzig Prozent gestiegen“, unterstreicht der IHK-Chef. Auffällig sei dabei vor allem der positive Trend bei den Geschäftsreisen. Besonders das Tagungsgeschäft habe wieder angezogen. „Die Branche profitiert ganz offensichtlich vom guten wirtschaftlichen Umfeld und der finanziellen Stabilisierung der Unternehmen", stellt Grusser fest.

Regional existierten aber weiterhin starke Unterschiede. Während in den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Eisenach mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen ihre Situation mit gut bzw. befriedigend einschätzten, wären es in den Nordthüringer Kreisen nur knapp 50 Prozent.

„Positiv für Urlaubs- sowie Geschäftsreisende: Die Gastronomen versprechen weitgehend stabile Preise“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Auf Grund der angespannten Wettbewerbssituation wollten vier von fünf Unternehmen keine Veränderungen vornehmen und könnten gestiegene Kosten beim Einkauf, insbesondere für Lebensmittel und Energie, nicht an die Gäste weitergeben. Die Senkung der Energiekosten sei daher für die Betriebe entscheidendes Investitionsmotiv bei der Modernisierung.

In der Branche mache sich zudem immer stärker die Angst um den Fachkräftenachwuchs breit. „Waren zu diesem Zeitpunkt in den vergangenen Jahren die Ausbildungsplätze schon weitgehend besetzt, sind im laufenden Jahr in zahlreichen Unternehmen noch freie Lehrstellen zu finden“, sagt Grusser.
Autor: nnz

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