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Fr, 00:21 Uhr
13.05.2011

Neues aus Berlin (42)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Steffen-Claudio Lemme (SPD) zum Thema Debatte um das sogenannte Anti-D-Hilfegesetz und stellt fest: „3000 geschädigte DDR-Frauen stehen im Mittelpunkt“...

Im Zusammenhang mit seiner Plenarrede zur Debatte um das sogenannte Anti-D-Hilfegesetz (Bt-Drs: 17/5521) fasst der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme zusammen:

In den Jahren 1978 und 1979 waren rund 3000 Mütter in der ehemaligen DDR mit Hepatitis-C infiziert worden. Die Frauen erhielten nach der Geburt ihres ersten Kindes eine damals vorgeschriebene Anti-D-Immunprophylaxe, bei der mehrere heute klar identifizierte Chargen kontaminiert waren.

"Meine persönliche Bestürzung in diesem Fall rührt daher, dass die Infektionen dieser jungen Mütter in der DDR nicht etwa durch einen mangelnden Grad wissenschaftlicher Kontrollierbarkeit der Präparate verursacht wurde, sondern dass die Verabreichung mit dem Wissen um die Folgen einer Hepatitis-C-Infektion - und damit vorsätzlich - geschehen ist!

Die Betroffenen können die Krankheit nur akzeptieren und mit ihr leben. Besonders belastend ist dabei die stete Gefahr der Übertragung der Krankheit etwa auf den Partner oder Familienangehörige. All jene Herausforderungen machen es notwendig, dass wir den betroffenen Frauen zur Seite stehen. Die mitunter wohl immer noch unterschiedliche Handhabung der Anerkennung von Infektionen in den Ländern muss ein Ende haben. Ich sehe Bund und Länder in der Pflicht letztlich dafür Sorge zu tragen, dass die betroffenen Frauen zu ihrem Recht kommen. In diesem Zusammenhang gilt es die in der Vergangenheit bereits stattgefundenen Koordinierungsgespräche wiederzubeleben."
Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme
Autor: khh

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