Sa, 22:59 Uhr
14.05.2011
Auch Thema in Roßleben
Um "Inklusion beginnt im Kopf" ging es auch bei uns im Mai, so das Fazit eines Berichts vom VdK Ortsverband Roßleben, der kn erreichte.
Unter diesem Motto stehen unsere diesjährigen Aktionen um den Protesttag am 5. Mai 2011 für die Belange von Menschen mit Behinderungen, die wieder von der Aktion Mensch initiiert und finanziell gefördert wird.
Der Ortsverband Roßleben führte im Rahmen seiner Mitgliederzusammenkunft am 10. Mai 2011 in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität ein Forum durch.
Ortsverbandsvorsitzender Wolf-Jürgen begrüßt unsere Gäste und die zahlreich erschienenen Mitglieder
Als unsere Gäste nahmen Herr Klaus-Dieter Arnold, Leiter des Ordnungs- und Bauamtes Roßleben in Vertretung des Bürgermeisters, Herr Steffen Sauerbier, Büroleiter des MdB Steffen-Claudio Lemme, Herr Matthias Pollok als Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Kyffhäuser und Herr Ernst-Günter Jäger als Behindertenbeauftragter der Stadt Roßleben daran teil.
Der Vorsitzende eröffnete die Zusammenkunft und begrüßte alle Anwesenden, besonders die Gäste, und gab in einem kurzen Einführungsvorgang ein paar Informationen zu den Initiativen der Aktion Mensch zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung.
Die Zuhörer folgten aufmerksam den einführenden Worten unseres Vorsitzenden, den Ausführungen unserer Gäste und den Diskussionsbeiträgen der Anwesenden
Unter Verwendung der bereitgestellten Aktionsmittel wurden die Zusammenhänge zwischen Exklusion, Integration und Inklusion erläutert und herausgearbeitet, dass die jetzt propagierte Inklusion ein Paradigmenwechsel beim Zusammenleben der vermeintlich unbehinderten Bevölkerung mit Menschen mit Behinderung angestrebt wird. Die Voraussetzung dafür ist, dass es bei allen im Kopf erst einmal klar sein muss, dass es keine Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen geben darf.
Damit war in der Argumentation die Brücke zu einem rein Thüringer Problem, beim Umgang mit Menschen mit Behinderung, wo bisher Maßnahmen zum Barriereabbau laut jetziger Fassung des Thüringer GIG, unter einem Finanzierungsvorbehalt gestellt sind, gebaut. Im vergangenen Jahr ging aus der Diskussion um den Protesttag 5. Mai 2010 und einer konkreten Barriereabbaumaßnahme in der Stadt Roßleben eine Initiative vom Ortsverband aus, die Abgeordneten des Thüringer Landtages durch einen offenen Brief aufzufordern, diesen Finanzierungsvorbehalt aus der Neufassung zu eliminieren.
Unsere Gesprächspartner von links: Herr Steffen Sauerbier, Herr Klaus-Dieter Arnold und Herr Matthias Pollok
In der dadurch angestoßenen Diskussion brachte Herr Arnold zum Ausdruck, dass die finanziellen Möglichkeiten im jährlichen städtischen Finanzplan sehr eingeschränkt sind, um eine vollständige Barrierefreiheit im öffentlichen Raum mittelfristig schaffen zu können.
In der guten Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten Herrn Jäger werden aber die wenigen Maßnahmen nach ihrer Dringlichkeit beraten und realisiert.
Aus der bis dahin geführten Diskussion versprach Herr Sauerbier, die berechtigten Belange der Menschen mit Behinderung zu einer wirkungsvollen Inklusion in die öffentlichen Vorgänge zu berücksichtigen, die Anregungen und Notwendigkeiten dem Mitglied des Bundestages Herrn Lemme nahezubringen, damit es auch in seine Arbeit einfließt.
Herr Pollok, als direkt Betroffener einer schweren Behinderung, gab für den Ort Roßleben die Anregung, die Absenkungen und Treppen im öffentlichen Raum jeweils weiß zu kennzeichnen, um auch den sehbehinderten Menschen eine gefahrlose Teilhabe im öffentlichen Raum zu gewährleisten.
Unser Mitglied Gero Hermann stellte Herrn Arnold die Frage, wie viel schwer behinderte Menschen in der Stadtverwaltung tätig sind und sich somit inkludiert fühlen könnten. Die konkrete Beantwortung dieser Frage wurde für die nächste öffentliche Stadtratssitzung vereinbart.
Aufsteller machten in den Räumen der Volkssolidarität alle Besucher auf die Forderungen der Aktion Mensch aufmerksam
Aus dem Teilnehmerkreis gab es Diskussionsbeiträge, die die staatliche Struktur als einen wesentlichen Grund der Finanzierungszwänge für die Beseitigung von Barrieren für Menschen mit Behinderungen umschrieb.
Zusammenfassend wurde Einigung erzielt, dass es eine Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung nur gibt, wenn ein breiter öffentlicher Druck auf die Entscheidungsträger der einzelnen Verwaltungsstrukturen ausgeübt wird, dazu erklärten sich alle Teilnehmer bereit.
Wolf-Jürgen Träger
Vorsitzender
Fotos: Rüdiger Herdin
Autor: khhUnter diesem Motto stehen unsere diesjährigen Aktionen um den Protesttag am 5. Mai 2011 für die Belange von Menschen mit Behinderungen, die wieder von der Aktion Mensch initiiert und finanziell gefördert wird.
Der Ortsverband Roßleben führte im Rahmen seiner Mitgliederzusammenkunft am 10. Mai 2011 in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität ein Forum durch.
Ortsverbandsvorsitzender Wolf-Jürgen begrüßt unsere Gäste und die zahlreich erschienenen Mitglieder
Als unsere Gäste nahmen Herr Klaus-Dieter Arnold, Leiter des Ordnungs- und Bauamtes Roßleben in Vertretung des Bürgermeisters, Herr Steffen Sauerbier, Büroleiter des MdB Steffen-Claudio Lemme, Herr Matthias Pollok als Vertreter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Kyffhäuser und Herr Ernst-Günter Jäger als Behindertenbeauftragter der Stadt Roßleben daran teil.
Der Vorsitzende eröffnete die Zusammenkunft und begrüßte alle Anwesenden, besonders die Gäste, und gab in einem kurzen Einführungsvorgang ein paar Informationen zu den Initiativen der Aktion Mensch zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung.
Die Zuhörer folgten aufmerksam den einführenden Worten unseres Vorsitzenden, den Ausführungen unserer Gäste und den Diskussionsbeiträgen der Anwesenden
Unter Verwendung der bereitgestellten Aktionsmittel wurden die Zusammenhänge zwischen Exklusion, Integration und Inklusion erläutert und herausgearbeitet, dass die jetzt propagierte Inklusion ein Paradigmenwechsel beim Zusammenleben der vermeintlich unbehinderten Bevölkerung mit Menschen mit Behinderung angestrebt wird. Die Voraussetzung dafür ist, dass es bei allen im Kopf erst einmal klar sein muss, dass es keine Unterschiede zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen geben darf.
Damit war in der Argumentation die Brücke zu einem rein Thüringer Problem, beim Umgang mit Menschen mit Behinderung, wo bisher Maßnahmen zum Barriereabbau laut jetziger Fassung des Thüringer GIG, unter einem Finanzierungsvorbehalt gestellt sind, gebaut. Im vergangenen Jahr ging aus der Diskussion um den Protesttag 5. Mai 2010 und einer konkreten Barriereabbaumaßnahme in der Stadt Roßleben eine Initiative vom Ortsverband aus, die Abgeordneten des Thüringer Landtages durch einen offenen Brief aufzufordern, diesen Finanzierungsvorbehalt aus der Neufassung zu eliminieren.
Unsere Gesprächspartner von links: Herr Steffen Sauerbier, Herr Klaus-Dieter Arnold und Herr Matthias Pollok
In der dadurch angestoßenen Diskussion brachte Herr Arnold zum Ausdruck, dass die finanziellen Möglichkeiten im jährlichen städtischen Finanzplan sehr eingeschränkt sind, um eine vollständige Barrierefreiheit im öffentlichen Raum mittelfristig schaffen zu können.
In der guten Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten Herrn Jäger werden aber die wenigen Maßnahmen nach ihrer Dringlichkeit beraten und realisiert.
Aus der bis dahin geführten Diskussion versprach Herr Sauerbier, die berechtigten Belange der Menschen mit Behinderung zu einer wirkungsvollen Inklusion in die öffentlichen Vorgänge zu berücksichtigen, die Anregungen und Notwendigkeiten dem Mitglied des Bundestages Herrn Lemme nahezubringen, damit es auch in seine Arbeit einfließt.
Herr Pollok, als direkt Betroffener einer schweren Behinderung, gab für den Ort Roßleben die Anregung, die Absenkungen und Treppen im öffentlichen Raum jeweils weiß zu kennzeichnen, um auch den sehbehinderten Menschen eine gefahrlose Teilhabe im öffentlichen Raum zu gewährleisten.
Unser Mitglied Gero Hermann stellte Herrn Arnold die Frage, wie viel schwer behinderte Menschen in der Stadtverwaltung tätig sind und sich somit inkludiert fühlen könnten. Die konkrete Beantwortung dieser Frage wurde für die nächste öffentliche Stadtratssitzung vereinbart.
Aufsteller machten in den Räumen der Volkssolidarität alle Besucher auf die Forderungen der Aktion Mensch aufmerksam
Aus dem Teilnehmerkreis gab es Diskussionsbeiträge, die die staatliche Struktur als einen wesentlichen Grund der Finanzierungszwänge für die Beseitigung von Barrieren für Menschen mit Behinderungen umschrieb.
Zusammenfassend wurde Einigung erzielt, dass es eine Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung nur gibt, wenn ein breiter öffentlicher Druck auf die Entscheidungsträger der einzelnen Verwaltungsstrukturen ausgeübt wird, dazu erklärten sich alle Teilnehmer bereit.
Wolf-Jürgen Träger
Vorsitzender
Fotos: Rüdiger Herdin



