Mi, 15:37 Uhr
25.05.2011
nnz-Jukebox: Teuflische Erfindungen
Brogues
Devil’s own invention
(Eigenverlag)
Die Brogues legen ein neues Album vor, das nahtlos an ihren letzten Longplayer Irish sheep hunting anknüpft. Ging es darin vorrangig um Shanties, die in einem hohen Tempo gespielt gute Laune verbreiten wollten, so bedienen sich die Geraer auf Devil’s own invention wieder der schier endlosen Palette bester irischer Songs und haben 12 davon neu arrangiert.
Was nun genau des Teufels eigene Erfindung ist, muss die werte Hörerschaft jeweils für sich selbst rausfinden. Aber das könnte der selbstgebrannte mountain dew genannte irische Whisky ebenso sein wie die Lektüre von James Joyces Finnigans Wake. Oder die idyllischen Cliffs of Doneen. All das und viel mehr irisches Lebensgefühl besingen die fünf Musiker in ihrer eigenen stark punkrockigen Art. Wobei sie analog zu den namensähnlichen Pogues den Folk im Vordergrund haben, ohne den Punkrock zu vernachlässigen.
Devil’s own invention lässt durch die druckvollen Arrangements mit treibender Rhythmik und einer dominanten Fiddle gut erahnen, was da bei der Band in Live-Konzerten abgeht. Und nicht nur Sänger Paul Kühn hat ganz offenbar viel Spaß an den Traditionals von der grünen Insel. Und spätestens beim balladesken Song An irish country home ist das Fernweh wieder da. Ich befürchte, das war so gewollt.
Olaf Schulze
Autor: nnzDevil’s own invention
(Eigenverlag)
Die Brogues legen ein neues Album vor, das nahtlos an ihren letzten Longplayer Irish sheep hunting anknüpft. Ging es darin vorrangig um Shanties, die in einem hohen Tempo gespielt gute Laune verbreiten wollten, so bedienen sich die Geraer auf Devil’s own invention wieder der schier endlosen Palette bester irischer Songs und haben 12 davon neu arrangiert.
Was nun genau des Teufels eigene Erfindung ist, muss die werte Hörerschaft jeweils für sich selbst rausfinden. Aber das könnte der selbstgebrannte mountain dew genannte irische Whisky ebenso sein wie die Lektüre von James Joyces Finnigans Wake. Oder die idyllischen Cliffs of Doneen. All das und viel mehr irisches Lebensgefühl besingen die fünf Musiker in ihrer eigenen stark punkrockigen Art. Wobei sie analog zu den namensähnlichen Pogues den Folk im Vordergrund haben, ohne den Punkrock zu vernachlässigen.
Devil’s own invention lässt durch die druckvollen Arrangements mit treibender Rhythmik und einer dominanten Fiddle gut erahnen, was da bei der Band in Live-Konzerten abgeht. Und nicht nur Sänger Paul Kühn hat ganz offenbar viel Spaß an den Traditionals von der grünen Insel. Und spätestens beim balladesken Song An irish country home ist das Fernweh wieder da. Ich befürchte, das war so gewollt.
Olaf Schulze

