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Do, 14:25 Uhr
26.05.2011

Höhere Anforderungen bewältigen

Inklusion stellt neue, höhere Anforderungen, vor der die Mitglieder des VdK stehen. Dazu erreicht kn folgender Bericht des Vdk...

Unser Ortsverband Donndorf-Wiehe-Bottendorf gehört zu dem Stamm der Ortsverbände unseres VdK-Kreisverbandes, die sich alljährlich im Mai an der von der "Aktion Mensch" geförderten Initiative beteiligt, die im Zeichen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen steht. So trafen wir uns in diesem Jahr wieder in der Kupferhütte mit den Bürgermeistern unserer Region zu einer Diskussionsrunde in der Kupferhütte. Sie ist ja eines der beiden Bottendorfer Objekte, welche die VdK-Auszeichnung "barrierefrei erbaut" trägt und damit wohl ein guter Ort für solche Diskussionen.

Margot Schüchner eröffnete die Gesprächsrunde und stellte dabei einleitend fest:" Im Mittepunkt der diesjährigen Aktion steht die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und dabei das Thema Inklusion. Unter Inklusion versteht die Aktion Mensch, dass jeder Mensch vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben und sie mitgestalten kann - und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer sowie sozialer Herkunft, Geschlechts oder Alter. Inklusion bezieht demzufolge alle Menschen ein und ist deshalb für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung." Wenn es heißt, Inklusion beginne im Kopfe, dann hat man im Einzugsbereich gemeinsam schon gute Fortschritte gemacht.

Rudolf Eube, Stellvertretender Bürgermeister und Behindertenbeauftragter der Stadt Wiehe eröffnete die Gesprächsrunde. Er zeigte an Beispielen, dass seit man sich in Wiehe bemüht die Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten" mit Leben zu erfüllen und öffentliche Straßen und Einrichtungen barrierefrei zu gestalten. Bürgermeisterin Dagmar Dittmer bestätigte, dass sich da die gute Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten auszahlt.

Wenn man in Thüringen dieses Thema behandelt, kommt man gegenwärtig nicht darum auch über die Novellierung des Thüringer Gleichstellungsgesetzes für Menschen mit Behinderungen zu sprechen. Auch unser Ortsverband hatte sich im vergangenen Jahr an Landtagsabgeordnete gewandt, sich dafür stark zu machen, dass in dem neuen Gesetz u. a. der Finanzierungsvorbehalt gestrichen wird.

Gudrun Holbe, Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Donndorf, berichtete, dass an der Überarbeitung des Gesetzes in Zusammenhang mit dem Maßnahmeplan zur Umsetzung der UN-Konvention gearbeitet wird. Ob die Forderung hinsichtlich des Finanzierungsvorbehaltes dabei umgesetzt werden kann, wagte sie sich allerdings nicht zu sagen. Sie fand es aber gut, dass sich der Sozialverband VdK so einmischt, seine Forderungen und Vorschläge einbringt, ob auf Landes- oder Kommunaler Ebene.
Gerald Brödel erinnerte als Ortsteilbürgermeister von Bottendorf noch mal daran, dass es viele Zweifler gab, als man die riesige Rampe an den Saal der Kupferhütte anbaute, um ihn auch Rollstuhlfahrern zugänglich zu machen. Der Erfolg gab den Initiatoren Recht. Es ist in den Köpfen etwas gewachsen.

Steffen Sauerbier, Stv. Bürgermeister von Roßleben, machte noch einmal auf die Bedeutung der Inklusion für die gegenwärtige Schulreform in Thüringen aufmerksam. Dabei gelte es noch viele Probleme zu lösen.

Besondere Farbe bekam dann die Diskussionsrunde als Rüdiger Herdin vom benachbarten Ortsverband Roßleben mittels Laptop und Beamer einige Kurzfilme präsentiert, zur Aktion aber auch zum Thema "Alzheimer". Mit Klaus Dölgner hatte man zu letzterem Thema ein sachkundiges Mitglied unseres Verbandes im Raum. Er ist Leiter einer entsprechenden Selbsthilfegruppe und wurde erst kürzlich für sein Engagement ausgezeichnet. Er gab Antwort auf Fragen und brachte zum Ausdruck, dass Demenz ein wachsendes gesamtgesellschaftliches Problem sei dem auch stärker Rechnung getragen werden müsse.

Bei allen Fortschritten, welche in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Barrierefreiheit und Integration behinderter Menschen gemacht wurde, stellt uns die Inklusion vor neue Anforderungen. Als Sozialverband VdK bringen wir uns ein. Ziel aber muss sein alle Menschen für die Problematik zu erschließen.
Die Mühlenfrauen (Mitglieder des Fördervereins Kupferhütte" waren gute Gastgeber und boten den VdK-Mitgliedern darüber hinaus die Gelegenheit die einstige Mühle zu besichtigen und einiges aus der Bottendorfer Geschichte zu erfahren.
Text und Fotos: Klaus Henze

Bildtexte
Bild 1
Barrierefreiheit, Integration und jetzt Inklusion sind Themen zu Verbandsnachmittagen im Mai, die seit Jahren auf großes Interesse stoßen.
Bild 2
Der Ortsvorstand bedankte sich für die Unterstützung bei den Bürgermeistern und weiteren Gesprächsteilnehmern, hier Gudrun Holbe und Dagmar Dittmer (von links)
Bild 3
Rüdiger Herdin illustrierte die Themen dann mit einigen interessanten Kurzfilmen.
Bild 4 -6
Die "Mühlenfrauen" führten durch die Mühle und vermittelten viel Wissenswertes zur Heimatgeschichte.
Inklusion Bottendorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Inklusion Bottendorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Inklusion Bottendorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Inklusion Bottendorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Inklusion Bottendorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Inklusion Bottendorf (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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