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So, 18:41 Uhr
05.06.2011

20 Jahre Förderung und Teilhabe

Die Finneck-Werkstätten feierten 20-jährige Erfolgsgeschichte. Die Stiftung Finneck unterhält auch Werkstätten im Kyffhäuserkreis, so in Artern und Bad Frankenhausen...

Eine Schürze und eine Decke für den Gartentisch bestellten Sieglinde Röder und Petra Hubert bei Gruppenleiterin Ilsa Gräser, die im Montagebereich einen kleinen Nähservice aufgebaut hat. Die Oma vom Beschäftigten Sven und die Mutti von Nadine gehörten am 31. Mai genauso zu den Gästen der Finneck-Hauptwerkstatt im Gewerbegebiet "Am Unterwege" wie Vertreter der Staatlichen Berufsschule Sömmerda, der Wohnstätte des Lebenshilfewerkes Weimar-Apolda in Kölleda oder des IBKM. Sie alle nutzten den "Tag der offenen Tür" anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Finneck-Werkstätten und informierten sich über die Leistungsfähigkeit und Produkte, die die Werkstätten der Stiftung Finneck anbieten.

Während am Vormittag Arbeitsalltag in der Werkstatt herrschte, wurde am Nachmittag die 20 Jahre währende Erfolgsgeschichte der Finneck-Werkstätten gefeiert. Zu den Gratulanten gehörten Landrat Rüdiger Dohndorf, Jörg Warzecha, Referat Behindertenpolitik im Thüringer Sozialministerium, der Landtagsabgeordnete der Linken, Ralf Hauboldt, ehemalige Mitarbeiter sowie Vertreter von Ämtern, Institutionen und Partnerfirmen.

20 Jahre Förderung und Teilhabe (Foto: Stiftung Finneck) 20 Jahre Förderung und Teilhabe (Foto: Stiftung Finneck)

Das meist benutzte Wort der Festveranstaltung war "Danke". Joachim Stopp, Vorstand der Stiftung Finneck, fasste seine Gedanken in fünf Punkten zusammen. So dankte er allen ehemaligen und heutigen Mitarbeitern, die sich mit Tatkraft, Kompetenz und Herzblut für die Beschäftigten einsetzen. Zwar sei noch nicht genug bekannt, was in den Finneck-Werkstätten geschieht. Trotzdem können alle stolz auf ihre Produkte und ihre Dienstleistungen sein. Denn sie sind ein starker Partner der Wirtschaft und Teil einer Produktionskette, die von wirtschaftlicher und sozialer Wertschöpfung geprägt ist. Joachim Stopp warb bei den Firmen der Region, diese Leistungsbereitschaft bei künftigen Aufträgen zu beachten und die Werkstätten auch bei der Schaffung von Außenarbeitsplätzen zu unterstützen. Sein Dank galt weiter den Behörden, Politikern und Ämtern, die in den 20 Jahren verlässliche und konstruktive Partner waren und sind. Nicht zuletzt dankte er den Beschäftigten, die mit Freude zur Arbeit kommen, hier Gemeinschaft und Begegnungen erleben.

Stolz auf das in den 20 Jahren Erreichte durchzog auch die Worte des Geschäftsbereichsleiters Werkstätten, Jens Kranhold. Die Finneck-Werkstätten ermöglichen Menschen mit Behinderung die Teilhabe und Integration ins Arbeitsleben, verbunden mit angemessener Bildung und der Möglichkeit, soziale Kontakte und Bindungen zu erleben. Er nahm die Anwesenden mit auf eine Zeitreise von den Beschlüssen der Kreistage Sömmerda und Artern im Jahr 1990, die bestehenden Geschützten Werkstätten in die Trägerschaft der Stiftung Finneck zu übergeben, über die Gründung der Finneck-Werkstätte 1991 bis heute, wo 560 Beschäftigte in sechs Werkstätten in Sömmerda, Artern, Bad Frankenhausen und Rastenberg, betreut von ca. 80 Mitarbeitern, in den Bereichen Metall, Montage, Holz, im Büro- und Druckbereich, Hauswirtschaft, im Gartenbau und in der Grünanlagenpflege tätig sind. Künftig wolle man sich noch stärker am Markt etablieren, blickte Kranhold in die Zukunft. Wichtig sei, neue Geschäftskontakte zu knüpfen, um die Aufgaben mit den geringer werdenden Ressourcen meistern zu können.

Er warb um Unterstützung, die Werkstätten dabei ehrenamtlich oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zu unterstützen. Auch er bat die Wirtschaft und das Handwerk der Region, durch die Schaffung von Außenarbeitsplätzen Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben, sich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu beweisen. Jens Kranhold dankte allen Mitarbeitern, Beschäftigten, den Partnerfirmen, namentlich dem Sömmerdaer Landrat Rüdiger Dohndorf, den Ämtern und den Ministerien für die Unterstützung und Partnerschaft in den vergangenen 20 Jahren.

20 Jahre Förderung und Teilhabe (Foto: Stiftung Finneck) 20 Jahre Förderung und Teilhabe (Foto: Stiftung Finneck)

Blumen gab es für die Mitarbeiter Renate Balthasar, Astrid Nitsche, Sysett Walther, Karsten Künzler, Herbert Peter und Peter Maruschke, die seit 20 Jahren in den Finneck-Werkstätten tätig sind.
Mit einer Grillparty, Musik, Tanz, Spaß und zahllosen Gesprächen klang dieser Jubiläumstag in der Finneck-Hauptwerkstatt in Sömmerda aus.
Autor: khh

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