Do, 08:57 Uhr
07.07.2011
Viel getan
Schloss Sondershausen gehört zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Wo die baulichen Schwerpunkte der Stiftung in Thüringen im ersten Halbjahr 2011, außer in Sondershausen noch war, wurde gestern in einer Pressekonferenz in Sondershausen informiert...
Sieben Schlossanlagen gehören 2011 zu den bauliche Schwerpunkten der Stiftung. Dazu zählen Schloss Friedenstein in Gotha. die Veste Heldburg, das Sommerpalais in Greiz, Schloss Schwarzburg. Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein sowie Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach.
Schloss Friedenstein mit Park in Gotha
In Schloss Friedenstein wurde die Sanierung des nördlichen Treppenhauses im Ostflügel fortgesetzt. Es soll künftig der zentralen Erschließung für das Schlossmuseum, die Bibliothek und das Thüringer Staatsarchiv Gotha dienen. Zur barrierefreien Erschließung sämtlicher Ebenen wird ein Aufzug eingebaut. Dazu waren zunächst umfangreiche Fundamentarbeiten notwendig. Danach wurde mit dem Einbau des Aufzugsschachts begonnen. Im Deckenbereich der östlichen Arkade mussten Maßnahmen zur Bekämpfung des Hausschwamms durchgeführt werden. Im Treppenhaus wurde mit der Sanierung der Gewölbe und der angrenzenden Mauerbereiche begonnen. Ein Abschluss der Maßnahmen ist nach Haushaltslage Ende 2012 geplant.
Im südlichen Orangeriegebäude, dem sogenannten Lorbeerhaus, wurde die Gesamtsanierung fortgesetzt. Das Obergeschoss des Westpavillons erhielt einen Besprechungsraum und eine Toilettenanlage. Im Erdgeschoss erfolgte am historischen Standort der Einbau eines modernen Grottenbeckens. Die Hauptarbeiten fanden im Mittelpavillon statt. Dazu gehörte die Erneuerung der Elektroinstallation, das Verputzen der Decke und Wände sowie die Restaurierung der Stuckdecke mit ihrer aufwendigen Mittelrosette. Verloren gegangene Stuckteile wurden ergänzt. Abschließend konnten im Mittelpavillon neue Fenster und Türen eingebaut werden.
Im Bereich des Orangeriegartens wurden Leuchten aufgestellt. Damit ist ein erster Teilabschnitt des Beleuchtungskonzepts für den Schlosspark umgesetzt. Zudem wurde eine Videoüberwachungsanlage installiert. Dies war notwendig geworden, nachdem wiederholt Vandalismusschäden hohe Kosten verursacht hatten. An der Installation der Videoüberwachung und der Stuckrestaurierung im südlichen Orangeriegebäude beteiligte sich der Förderverein Orangeriefreunde Gotha e.V. mit jeweils 20.000 Euro. Mit einer weiteren Spende ermöglichte der Verein den Ankauf von zwölf Pomeranzenbäumen aus dem Bestand des Barockgartens Großsedlitz bei Dresden. Die Bäume wurden im Mai im Orangerieparterre aufgestellt.
Veste Heldburg
Auf der Veste Heldburg werden die Sanierungsarbeiten zur Einrichtung des Deutschen Burgenmuseums fortgesetzt.
Im Heidenbau wurde die Erneuerung der hofseitigen Lehm-Fachwerkwand abgeschlossen. Im Inneren wurden eine Stahl-Glas-Treppe und kleinere Treppenanlagen eingebaut. Ferner wurde die Aufzugsanlage fertig gestellt und es erfolgte der Einbau einer Fußbodenheizung. An den Putzflächen und Raumfassungen der Innenräume haben die Restaurierungen begonnen. Die Holzdecke im Kirchensaal erhielt eine Verschalung. Zwischen dem Heidenbau und dem Französischem Bau entstand ein Durchgang für den Museumsrundgang.
Im Französischen Bau haben die Rohbauarbeiten begonnen. Auf der Grundlage restauratorischer Musterflächen wurde die Planung zur Gestaltung der Innenräume erarbeitet. Das Gebäude war 1982 ausgebrannt. Die erhaltenen Fassungsbefunde gehen hauptsächlich auf die Erbauungszeit im 16. Jahrhundert sowie die Umgestaltung des 19. Jahrhunderts zurück.
Sommerpalais und Park Greiz
Das Sommerpalais Greiz steht vor dem Abschluss der langwierigen und umfänglichen Gesamtsanierung. In den östlichen Räumen des ersten Obergeschosses wurden die Wandfassungen und Böden restauriert. Die Fenster erhielten einen Lichtschutz. Die illusionistischen Malereien des Treppenhauses wurden ergänzt. Im Erdgeschoss erfolgte der Einbau neuer Besuchertoiletten einschließlich eines Behinderten-WC. Die historische Giebelvase ist rekonstruiert und am Mittelrisalit der Südfassade wieder aufgesetzt worden. Derzeit werden die historischen Putzflächen saniert, fehlende Bereiche ergänzt sowie Sandsteinteile restauriert.
Im Park hat die Wiederherstellung des Pleasureground östlich des Schlosses begonnen. Es wurden Gehölzpflanzungen und Beete angelegt sowie eine Bewässerungsanlage installiert. In einem weiteren Schritt werden die Wege wiederhergestellt. Die Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Projekts zur Restaurierung der Parkbereiche in unmittelbarer Nähe des Sommerpalais. Sie wurden im 19. Jahrhundert von den Gartenkünstlern Eduard Petzold und Rudolph Reinecken gestaltet. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) gefördert.
Schloss Schwarzhurg
Im Frühjahr 2011 erfolgte der Abschluss der Bestandsanierung des Zeughauses von Schloss Schwarzburg. Die restaurierten Arkadenverkleidungen wurden wieder angebracht, anschließend erhielt das Gebäude neue Fenster. Zuletzt wurde eine Treppe zur Erschließung der Emporen im ersten Obergeschoss eingebaut. Im Außenbereich muss-te der Felsen an der Ostseite des Zeughauses zur statischen Sicherung mit Stahlankern versehen werden. Nach dem musealen Ausbau und der Errichtung eines Erschließungsbaus am Standort des früheren Torhauses soll im Zeughaus wieder die fürstlich-schwarzburgische Waffensammlung präsentiert werden.
Am Schlossgebäude wurden die 2010 begonnenen Sicherungsarbeiten fortgesetzt. Im mittleren Bereich des Westflügels fanden Arbeiten zur Stabilisierung des Mauerwerks statt. Derzeit laufen umfangreiche Zimmererarbeiten am Dachstuhl. Zudem werden tragende Deckenbalken mit Mikrowellen gegen Hausschwamm behandelt.
Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden
Auf Schloss Wilhelmsburg steht weiterhin die Dachsanierung im Mittelpunkt. Im Schlossgarten ist im Hinblick auf die Landesgartenschau 2015 die Wiederherstellung des Terrassengartens die wichtigste Maßnahme.
Am Schloss wurde die Dachsanierung am Nordflügel fortgesetzt. Aufgrund extremer Belastung mit schadstoffhaltigen Holzschutzmitteln musste der gesamte Dachstuhl dekontaminiert werden. Es wird derzeit ein Aufmaß des Dachstuhls mit Schadkartierung erstellt. Im Südflügel wurden die Besuchertoiletten fertig gestellt. In Ergänzung zur laufenden Sanierung der Schlossstraße durch die Stadt Schmalkalden ist die Erneuerung der Grundleitungen zwischen dem Portal am Torwächterhaus und dem Westflügel des Schlosses vorgesehen. Hierfür wurden Planungen erarbeitet.
Die Treppe der sogenannten Wasserkunst am östlichen Rand des Terrassengartens konnte zur Saisoneröffnung am 9. Mai der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Treppenwangen wurden saniert und die Stufen aus Sandstein neu aufgebaut. Die Treppe erhielt eine Beleuchtungsanlage. Zwischen Zwinger und Terrassengarten wurde die Mauer restauriert. Die Untersuchungen zu den historischen Wasserläufen neben der Treppe wurden fortgesetzt. Am westlichen Rand des Terrassengartens wird die Mauer saniert. Im Frühjahr 2011 wurden im Terrassengarten Grabungen durchgeführt, um den Bestand an historischen Terrassenmauern zu ermitteln. Im Obstgarten östlich der Wasserkunst wurden neu veredelte historische Obstsorten angepflanzt.
Schloss und Park Altenstein
Das 1982 ausgebrannte Schloss Altenstein wird saniert. Es erhält künftig im Erdgeschoss eine gastronomische Nutzung sowie im Obergeschoss einen Veranstaltungsbereich und eine Brahms-Gedenkstätte. Für die Küche wird ein Anbau auf dem Niveau des Untergeschosses errichtet. Für die Sanierungs- und Umbauarbeiten wurden die Planungsarbeiten fortgesetzt. Die Umsetzung beginnt mit dem Küchenneubau und den damit verbundenen Fundamentsicherungen sowie dem Einbau von Fluchttreppen. Im Schlosspark konnte mit einer Spende die historische Fasanentränke restauriert werden. Für den Wiederaufbau des Chinesischen Häuschens wurde ebenfalls umfänglich gespendet, so dass im Sommer die Bauarbeiten beginnen können.
Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach
Die Arbeiten zur Bestandssicherung und Sanierung von Schloss und Park Wilhelmsthal wurden weitergeführt. Für die Erschließung der Gesamtanlage, die Sanierung der Gebäude und die Wiederherstellung des Landschaftsparks wurde an den Planungen weiter gearbeitet. Mit dem Neubau der Brücke an der Zufahrt zur Schlossanlage wurde begonnen.
Am Alten Schloss und am Neuen Schloss fanden Untersuchungen zum Bauzustand und zur Statik statt. Zudem wurden restauratorische Voruntersuchungen durchgeführt. In beiden Gebäuden wurde mit den Sicherungs- und Sanierungsarbeiten an den Holzkonstruktionen und am Mauerwerk begonnen. So ist im Telemannsaal im Neuen Schloss eine Schwammsanierung oberhalb der Stuckdecke notwendig. Am Alten Schloss werden die Fachwerkkonstruktion und der schädlingsbefallene Dachstuhl saniert.
Zu Beginn des Jahres konnten einige jüngere Bauten abgebrochen werden, die das historische Ensemble beeinträchtigt hatten. In den Gebäuden wurden in großem Umfang Einbauten der jüngeren Nutzungsphasen entfernt. Die Maßnahmen zur Dachsicherung sind abgeschlossen.
Der Schlosspark wird zunächst zwischen Schloss und Blumeninsel wiederhergestellt. Die weitläufige Anlage des 19. Jahrhunderts war bei der Übernahme durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten durch Schuttablagerungen und mangelnde Pflege stark verunklärt. Nachdem 2010 in großem Umfang Wildwuchs entfernt worden war, konnten in diesem Jahr erste Sanierungsmaßnahmen beginnen. Der sogenannte Wasserspiegel. ein aufgestauter Bereich vor dem Wilhelmsthaler See, wurde entschlammt. Die Uferlinien im Bereich der Blumeninsel wurden saniert. Inzwischen haben die Arbeiten zur Wiederherstellung der historischen Parkwege begonnen.
Autor: khhSieben Schlossanlagen gehören 2011 zu den bauliche Schwerpunkten der Stiftung. Dazu zählen Schloss Friedenstein in Gotha. die Veste Heldburg, das Sommerpalais in Greiz, Schloss Schwarzburg. Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein sowie Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach.
Schloss Friedenstein mit Park in Gotha
In Schloss Friedenstein wurde die Sanierung des nördlichen Treppenhauses im Ostflügel fortgesetzt. Es soll künftig der zentralen Erschließung für das Schlossmuseum, die Bibliothek und das Thüringer Staatsarchiv Gotha dienen. Zur barrierefreien Erschließung sämtlicher Ebenen wird ein Aufzug eingebaut. Dazu waren zunächst umfangreiche Fundamentarbeiten notwendig. Danach wurde mit dem Einbau des Aufzugsschachts begonnen. Im Deckenbereich der östlichen Arkade mussten Maßnahmen zur Bekämpfung des Hausschwamms durchgeführt werden. Im Treppenhaus wurde mit der Sanierung der Gewölbe und der angrenzenden Mauerbereiche begonnen. Ein Abschluss der Maßnahmen ist nach Haushaltslage Ende 2012 geplant.
Im südlichen Orangeriegebäude, dem sogenannten Lorbeerhaus, wurde die Gesamtsanierung fortgesetzt. Das Obergeschoss des Westpavillons erhielt einen Besprechungsraum und eine Toilettenanlage. Im Erdgeschoss erfolgte am historischen Standort der Einbau eines modernen Grottenbeckens. Die Hauptarbeiten fanden im Mittelpavillon statt. Dazu gehörte die Erneuerung der Elektroinstallation, das Verputzen der Decke und Wände sowie die Restaurierung der Stuckdecke mit ihrer aufwendigen Mittelrosette. Verloren gegangene Stuckteile wurden ergänzt. Abschließend konnten im Mittelpavillon neue Fenster und Türen eingebaut werden.
Im Bereich des Orangeriegartens wurden Leuchten aufgestellt. Damit ist ein erster Teilabschnitt des Beleuchtungskonzepts für den Schlosspark umgesetzt. Zudem wurde eine Videoüberwachungsanlage installiert. Dies war notwendig geworden, nachdem wiederholt Vandalismusschäden hohe Kosten verursacht hatten. An der Installation der Videoüberwachung und der Stuckrestaurierung im südlichen Orangeriegebäude beteiligte sich der Förderverein Orangeriefreunde Gotha e.V. mit jeweils 20.000 Euro. Mit einer weiteren Spende ermöglichte der Verein den Ankauf von zwölf Pomeranzenbäumen aus dem Bestand des Barockgartens Großsedlitz bei Dresden. Die Bäume wurden im Mai im Orangerieparterre aufgestellt.
Veste Heldburg
Auf der Veste Heldburg werden die Sanierungsarbeiten zur Einrichtung des Deutschen Burgenmuseums fortgesetzt.
Im Heidenbau wurde die Erneuerung der hofseitigen Lehm-Fachwerkwand abgeschlossen. Im Inneren wurden eine Stahl-Glas-Treppe und kleinere Treppenanlagen eingebaut. Ferner wurde die Aufzugsanlage fertig gestellt und es erfolgte der Einbau einer Fußbodenheizung. An den Putzflächen und Raumfassungen der Innenräume haben die Restaurierungen begonnen. Die Holzdecke im Kirchensaal erhielt eine Verschalung. Zwischen dem Heidenbau und dem Französischem Bau entstand ein Durchgang für den Museumsrundgang.
Im Französischen Bau haben die Rohbauarbeiten begonnen. Auf der Grundlage restauratorischer Musterflächen wurde die Planung zur Gestaltung der Innenräume erarbeitet. Das Gebäude war 1982 ausgebrannt. Die erhaltenen Fassungsbefunde gehen hauptsächlich auf die Erbauungszeit im 16. Jahrhundert sowie die Umgestaltung des 19. Jahrhunderts zurück.
Sommerpalais und Park Greiz
Das Sommerpalais Greiz steht vor dem Abschluss der langwierigen und umfänglichen Gesamtsanierung. In den östlichen Räumen des ersten Obergeschosses wurden die Wandfassungen und Böden restauriert. Die Fenster erhielten einen Lichtschutz. Die illusionistischen Malereien des Treppenhauses wurden ergänzt. Im Erdgeschoss erfolgte der Einbau neuer Besuchertoiletten einschließlich eines Behinderten-WC. Die historische Giebelvase ist rekonstruiert und am Mittelrisalit der Südfassade wieder aufgesetzt worden. Derzeit werden die historischen Putzflächen saniert, fehlende Bereiche ergänzt sowie Sandsteinteile restauriert.
Im Park hat die Wiederherstellung des Pleasureground östlich des Schlosses begonnen. Es wurden Gehölzpflanzungen und Beete angelegt sowie eine Bewässerungsanlage installiert. In einem weiteren Schritt werden die Wege wiederhergestellt. Die Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Projekts zur Restaurierung der Parkbereiche in unmittelbarer Nähe des Sommerpalais. Sie wurden im 19. Jahrhundert von den Gartenkünstlern Eduard Petzold und Rudolph Reinecken gestaltet. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) gefördert.
Schloss Schwarzhurg
Im Frühjahr 2011 erfolgte der Abschluss der Bestandsanierung des Zeughauses von Schloss Schwarzburg. Die restaurierten Arkadenverkleidungen wurden wieder angebracht, anschließend erhielt das Gebäude neue Fenster. Zuletzt wurde eine Treppe zur Erschließung der Emporen im ersten Obergeschoss eingebaut. Im Außenbereich muss-te der Felsen an der Ostseite des Zeughauses zur statischen Sicherung mit Stahlankern versehen werden. Nach dem musealen Ausbau und der Errichtung eines Erschließungsbaus am Standort des früheren Torhauses soll im Zeughaus wieder die fürstlich-schwarzburgische Waffensammlung präsentiert werden.
Am Schlossgebäude wurden die 2010 begonnenen Sicherungsarbeiten fortgesetzt. Im mittleren Bereich des Westflügels fanden Arbeiten zur Stabilisierung des Mauerwerks statt. Derzeit laufen umfangreiche Zimmererarbeiten am Dachstuhl. Zudem werden tragende Deckenbalken mit Mikrowellen gegen Hausschwamm behandelt.
Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden
Auf Schloss Wilhelmsburg steht weiterhin die Dachsanierung im Mittelpunkt. Im Schlossgarten ist im Hinblick auf die Landesgartenschau 2015 die Wiederherstellung des Terrassengartens die wichtigste Maßnahme.
Am Schloss wurde die Dachsanierung am Nordflügel fortgesetzt. Aufgrund extremer Belastung mit schadstoffhaltigen Holzschutzmitteln musste der gesamte Dachstuhl dekontaminiert werden. Es wird derzeit ein Aufmaß des Dachstuhls mit Schadkartierung erstellt. Im Südflügel wurden die Besuchertoiletten fertig gestellt. In Ergänzung zur laufenden Sanierung der Schlossstraße durch die Stadt Schmalkalden ist die Erneuerung der Grundleitungen zwischen dem Portal am Torwächterhaus und dem Westflügel des Schlosses vorgesehen. Hierfür wurden Planungen erarbeitet.
Die Treppe der sogenannten Wasserkunst am östlichen Rand des Terrassengartens konnte zur Saisoneröffnung am 9. Mai der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Treppenwangen wurden saniert und die Stufen aus Sandstein neu aufgebaut. Die Treppe erhielt eine Beleuchtungsanlage. Zwischen Zwinger und Terrassengarten wurde die Mauer restauriert. Die Untersuchungen zu den historischen Wasserläufen neben der Treppe wurden fortgesetzt. Am westlichen Rand des Terrassengartens wird die Mauer saniert. Im Frühjahr 2011 wurden im Terrassengarten Grabungen durchgeführt, um den Bestand an historischen Terrassenmauern zu ermitteln. Im Obstgarten östlich der Wasserkunst wurden neu veredelte historische Obstsorten angepflanzt.
Schloss und Park Altenstein
Das 1982 ausgebrannte Schloss Altenstein wird saniert. Es erhält künftig im Erdgeschoss eine gastronomische Nutzung sowie im Obergeschoss einen Veranstaltungsbereich und eine Brahms-Gedenkstätte. Für die Küche wird ein Anbau auf dem Niveau des Untergeschosses errichtet. Für die Sanierungs- und Umbauarbeiten wurden die Planungsarbeiten fortgesetzt. Die Umsetzung beginnt mit dem Küchenneubau und den damit verbundenen Fundamentsicherungen sowie dem Einbau von Fluchttreppen. Im Schlosspark konnte mit einer Spende die historische Fasanentränke restauriert werden. Für den Wiederaufbau des Chinesischen Häuschens wurde ebenfalls umfänglich gespendet, so dass im Sommer die Bauarbeiten beginnen können.
Schloss und Park Wilhelmsthal bei Eisenach
Die Arbeiten zur Bestandssicherung und Sanierung von Schloss und Park Wilhelmsthal wurden weitergeführt. Für die Erschließung der Gesamtanlage, die Sanierung der Gebäude und die Wiederherstellung des Landschaftsparks wurde an den Planungen weiter gearbeitet. Mit dem Neubau der Brücke an der Zufahrt zur Schlossanlage wurde begonnen.
Am Alten Schloss und am Neuen Schloss fanden Untersuchungen zum Bauzustand und zur Statik statt. Zudem wurden restauratorische Voruntersuchungen durchgeführt. In beiden Gebäuden wurde mit den Sicherungs- und Sanierungsarbeiten an den Holzkonstruktionen und am Mauerwerk begonnen. So ist im Telemannsaal im Neuen Schloss eine Schwammsanierung oberhalb der Stuckdecke notwendig. Am Alten Schloss werden die Fachwerkkonstruktion und der schädlingsbefallene Dachstuhl saniert.
Zu Beginn des Jahres konnten einige jüngere Bauten abgebrochen werden, die das historische Ensemble beeinträchtigt hatten. In den Gebäuden wurden in großem Umfang Einbauten der jüngeren Nutzungsphasen entfernt. Die Maßnahmen zur Dachsicherung sind abgeschlossen.
Der Schlosspark wird zunächst zwischen Schloss und Blumeninsel wiederhergestellt. Die weitläufige Anlage des 19. Jahrhunderts war bei der Übernahme durch die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten durch Schuttablagerungen und mangelnde Pflege stark verunklärt. Nachdem 2010 in großem Umfang Wildwuchs entfernt worden war, konnten in diesem Jahr erste Sanierungsmaßnahmen beginnen. Der sogenannte Wasserspiegel. ein aufgestauter Bereich vor dem Wilhelmsthaler See, wurde entschlammt. Die Uferlinien im Bereich der Blumeninsel wurden saniert. Inzwischen haben die Arbeiten zur Wiederherstellung der historischen Parkwege begonnen.