Sa, 08:14 Uhr
09.07.2011
Arbeitslosigkeit und Gewerbegebiete
"Was wurde den Bürgern letzte Woche nicht alles geboten. Das Beste waren die Aussagen zur Auslastung der Gewerbegebiete und die Zahl der Arbeitslosen in Sondershausen", so beginnt ein Bericht, der kn vom Landesvorsitzende des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) erreichte...
In Zusammenarbeit mit dem Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung veröffentlichte das Mitglied des Stadtrates, Herr Michael Witzenhausen (CDU) tatsächlich einen Beitrag, in dem bewiesen werden sollte, dass die wirtschaftliche Lage in Sondershausen gar nicht so schlecht ist. Würden die angeführten Beispiele richtig sein, gäbe es keinen besorgniserregenden Grund an den Ausführungen zu zweifeln.
Aber Statistiken oder, wie hier Betrachtungsweisen, sind immer subjektiv belastet.
In einem Vortrag stellte Herr Witzenhausen klar, dass Gewerbeflächen knapp sind. Nach seinen Erkenntnissen sind nur nach knapp ein Viertel der Gewerbeflächen zu haben? Macht man sich die Mühe und vergleicht die offiziellen Angaben der Stadt Sondershausen (Internetportal) stellt man fest, dass alle Gewerbegebiete eine Fläche von 154,7 ha haben. Laut Stadtverwaltung sind davon 104,3 ha vergeben. Bleibt eine ungenutzte bzw. freie Fläche von 50,4 ha. Auf dem Wege der einfachsten mathematischen Berechnungen kommt man somit auf eine noch freie Fläche von 32,6 %, also fast einem Drittel.
Zweifelhaft sind auch die vorgelegten Zahlen zur Zahl der Arbeitslosen, bei der im Punkto Beschäftigung die Stadt Sondershausen vordere Plätze einnehmen soll.
Natürlich liegt die Zahl der Beschäftigten im Bergbau im vorderen Bereich. Warum? Weil es in weiten Teilen Thüringens keinen Bergbau gibt.
Wie sieht es aber in anderen Bereichen aus? Mehr als schlecht.
Woher kommen die vielen Arbeitslosen in Sondershausen? Weil sie Arbeitsplätze nicht annehmen oder weil es diese nicht gibt?
Betrachtet man sich die aktuellen Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Kyffhäuserkreis und somit auch für Sondershausen kann man sich nur wundern. Der Kyffhäuserkreis mit 12,6% Arbeitslosen ist Spitzenreiter in Thüringen. Mehr als 10 Regionen in Thüringen stehen bedeutend besser da. Wo ist dann der Erfolg?. In mindestens jeder Region gibt es wenigstens eine Stadt in der Größe Sondershausens.
Die alte Leier von zu kleinen Gewerbeflächen sollte man langsam zum alten Eisen schmeißen.
Je nach Situation hat man größere Flächen oder nicht. Vor einigen Jahren als es um den Photovolteig Park in der Schachtstraße ging waren plötzlich große zusammenhängende Flächen vorhanden, die nun plötzlich wieder verschwunden sind. Im Gewerbegebiet Glückauf verharren 27,2 ha freie Fläche auf einen Nutzer und da sollen keine 3 zusammenhängenden Hektar vorhanden sein. Die Bürger setzen die Mütze auch nicht mit dem Kran auf!!!
Aber die Wirtschaftsförderung der Stadt Sondershausen, immer geschützt durch den Bürgermeister und den Stadtrat, kann sich ruhig zurücklehnen und die Ereignisse von außen in Ruhe betrachten, denn Niemand stellt ernsthaft Fragen oder gar Forderungen.
Im Stadtrat ist außer Spiegelfechterei auch kein ernsthafter Wille zu erkennen, das Problem Arbeitslosigkeit anzugehen, geschweige zu lösen.
Der Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) wandte sich in einem Schreiben am 20.08.2008 mit einem Brief an den Bürgermeister, die Beigeordneten, den Stadtratsvorsitzenden und seine Stellvertreter und an alle Fraktionsvorsitzenden (CDU, SPD, Linke, FWV,NUBI ) um zu hinterfragen, welche Maßnahmen aktuell sind und was man künftig tun will um der hohen Arbeitslosigkeit zu begegnen.
Hintergrund der Anfrage war, eine Plattform zu schaffen auf der sich alle Kräfte mit der Lösung des Problems beschäftigen. Bis heute, also fast nach drei Jahren, ist noch von Niemandem der Angeschriebenen eine Antwort eingegangen. Hat man nichts getan, beabsichtigt man nichts zu tun oder ist die Arbeitslosigkeit für die Politiker wirklich nur ein Randproblem??
Wenn heute einige Mitglieder des Stadtrates Änderungen verlangen, müssen sie sich auch gefallen lassen, dass sie immer noch die gleichen sind, die Unterstützung ablehnen und bis heute keine Zusammenarbeit wünschen.
Was möchte man eigentlich wirklich? Polemik oder tatkräftiges Handeln.
Liebe Stadtverwaltung und Mitglieder des Stadtrates denken Sie immer daran, solange es in der Stadt Sondershausen auch nur noch einen Arbeitslosen gibt, solange haben Sie das Problem nicht gelöst, auch wenn Sie die Kurve der Entwicklung der Arbeitslosigkeit falschherum aufhängen, die so entstandene positive Wirkung bringt keinen einzigen Arbeitsplatz.
Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst !!
Denken Sie auch an das christlich oder sozial in Ihrem Parteinamen bzw. Ihre Verpflichtungen im Wahlprogramm.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender
des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT)
Autor: khhIn Zusammenarbeit mit dem Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung veröffentlichte das Mitglied des Stadtrates, Herr Michael Witzenhausen (CDU) tatsächlich einen Beitrag, in dem bewiesen werden sollte, dass die wirtschaftliche Lage in Sondershausen gar nicht so schlecht ist. Würden die angeführten Beispiele richtig sein, gäbe es keinen besorgniserregenden Grund an den Ausführungen zu zweifeln.
Aber Statistiken oder, wie hier Betrachtungsweisen, sind immer subjektiv belastet.
In einem Vortrag stellte Herr Witzenhausen klar, dass Gewerbeflächen knapp sind. Nach seinen Erkenntnissen sind nur nach knapp ein Viertel der Gewerbeflächen zu haben? Macht man sich die Mühe und vergleicht die offiziellen Angaben der Stadt Sondershausen (Internetportal) stellt man fest, dass alle Gewerbegebiete eine Fläche von 154,7 ha haben. Laut Stadtverwaltung sind davon 104,3 ha vergeben. Bleibt eine ungenutzte bzw. freie Fläche von 50,4 ha. Auf dem Wege der einfachsten mathematischen Berechnungen kommt man somit auf eine noch freie Fläche von 32,6 %, also fast einem Drittel.
Zweifelhaft sind auch die vorgelegten Zahlen zur Zahl der Arbeitslosen, bei der im Punkto Beschäftigung die Stadt Sondershausen vordere Plätze einnehmen soll.
Natürlich liegt die Zahl der Beschäftigten im Bergbau im vorderen Bereich. Warum? Weil es in weiten Teilen Thüringens keinen Bergbau gibt.
Wie sieht es aber in anderen Bereichen aus? Mehr als schlecht.
Woher kommen die vielen Arbeitslosen in Sondershausen? Weil sie Arbeitsplätze nicht annehmen oder weil es diese nicht gibt?
Betrachtet man sich die aktuellen Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Kyffhäuserkreis und somit auch für Sondershausen kann man sich nur wundern. Der Kyffhäuserkreis mit 12,6% Arbeitslosen ist Spitzenreiter in Thüringen. Mehr als 10 Regionen in Thüringen stehen bedeutend besser da. Wo ist dann der Erfolg?. In mindestens jeder Region gibt es wenigstens eine Stadt in der Größe Sondershausens.
Die alte Leier von zu kleinen Gewerbeflächen sollte man langsam zum alten Eisen schmeißen.
Je nach Situation hat man größere Flächen oder nicht. Vor einigen Jahren als es um den Photovolteig Park in der Schachtstraße ging waren plötzlich große zusammenhängende Flächen vorhanden, die nun plötzlich wieder verschwunden sind. Im Gewerbegebiet Glückauf verharren 27,2 ha freie Fläche auf einen Nutzer und da sollen keine 3 zusammenhängenden Hektar vorhanden sein. Die Bürger setzen die Mütze auch nicht mit dem Kran auf!!!
Aber die Wirtschaftsförderung der Stadt Sondershausen, immer geschützt durch den Bürgermeister und den Stadtrat, kann sich ruhig zurücklehnen und die Ereignisse von außen in Ruhe betrachten, denn Niemand stellt ernsthaft Fragen oder gar Forderungen.
Im Stadtrat ist außer Spiegelfechterei auch kein ernsthafter Wille zu erkennen, das Problem Arbeitslosigkeit anzugehen, geschweige zu lösen.
Der Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) wandte sich in einem Schreiben am 20.08.2008 mit einem Brief an den Bürgermeister, die Beigeordneten, den Stadtratsvorsitzenden und seine Stellvertreter und an alle Fraktionsvorsitzenden (CDU, SPD, Linke, FWV,NUBI ) um zu hinterfragen, welche Maßnahmen aktuell sind und was man künftig tun will um der hohen Arbeitslosigkeit zu begegnen.
Hintergrund der Anfrage war, eine Plattform zu schaffen auf der sich alle Kräfte mit der Lösung des Problems beschäftigen. Bis heute, also fast nach drei Jahren, ist noch von Niemandem der Angeschriebenen eine Antwort eingegangen. Hat man nichts getan, beabsichtigt man nichts zu tun oder ist die Arbeitslosigkeit für die Politiker wirklich nur ein Randproblem??
Wenn heute einige Mitglieder des Stadtrates Änderungen verlangen, müssen sie sich auch gefallen lassen, dass sie immer noch die gleichen sind, die Unterstützung ablehnen und bis heute keine Zusammenarbeit wünschen.
Was möchte man eigentlich wirklich? Polemik oder tatkräftiges Handeln.
Liebe Stadtverwaltung und Mitglieder des Stadtrates denken Sie immer daran, solange es in der Stadt Sondershausen auch nur noch einen Arbeitslosen gibt, solange haben Sie das Problem nicht gelöst, auch wenn Sie die Kurve der Entwicklung der Arbeitslosigkeit falschherum aufhängen, die so entstandene positive Wirkung bringt keinen einzigen Arbeitsplatz.
Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst !!
Denken Sie auch an das christlich oder sozial in Ihrem Parteinamen bzw. Ihre Verpflichtungen im Wahlprogramm.
Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender
des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT)
