So, 16:00 Uhr
31.07.2011
Hobby mit Perspektive
Tagebucheintrag vom 30. Juli 2011 von der 20. Thüringer Meisterschaft im Streckensegelflug am Flugplatz Bad Frankenhausen – Udersleben. Marion Haas stellt dabei fest, Fliegen – ein Hobby mit Perspektive...
Hobby mit Perspektive (Foto: Aeroclub Hans Grade e. V.)
Sturmböen und starker Regen schütteln die meisten Piloten und Helfer aus ihren Wohnwagen und Zelten. An Fliegen ist nicht zu denken. Beim Briefing ist das Wetter nur für jene Piloten interessant, die ihre Segler gern im Flugzeugschlepp nach Hause bringen wollen. Darüber hinaus gibt es noch letzte Informationen zur heutigen Abendveranstaltung und zur Siegerehrung am Sonntag. Während in der Trudelklause gesotten und gebraten wird, herrscht in Trudelcity Aufbruchstimmung. Segelflugzeuge werden abgerüstet und im Hänger verstaut, Klamotten werden vorsorglich gepackt, Zelte gereinigt und gut beraten waren diejenigen, die für diese Arbeiten den gestrigen Tag nutzten.
In all dem Gewusel spricht mich Moritz Coder an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass er nicht im Luftsportverein Greiz sondern im Altenburger Luftsportverein am Flugplatz Göpfersdorf fliegt. Prima , dachte ich mir, dieser sympathische junge Mann wird heut der Schwerpunkt meines Tagebucheintrages. Moritz ist sofort einverstanden und beginnt zu erzählen. Da er direkt neben dem Flugplatz Altenburg- Nobitz wohnt, gab es für ihn immer nur einen Wunsch – zu fliegen. Als 14-Jähriger marschierte er zu den Altenburger Segelfliegern und begann dort 2006 mit seiner fliegerischen Ausbildung. Im August 2010, als 18-Jähriger hatte er dann nicht nur seine Segelfluglizenz (PPL-C), sondern auch schon seine Motorfluglizenz (PPL-A) in der Tasche.
Hier in Bad Frankenhausen- Udersleben nahm er erstmals als Pilot an der Thüringer Streckenflugmeisterschaft teil. Und das mit sichtlichem Erfolg. Zum einen konnte er am 28. Juli den Tagessieg erfliegen, da er sich für die Flächenaufgabe eine gute Flugstrategie überlegt hatte und die auch gut umsetzte. In der Gesamtwertung landetet er immerhin auf Anhieb auf Platz 2 der kleinen Clubklasse. Auf die Frage, wie er so jung schon so erfolgreich sein kann, antwortet er bescheiden, dass das wohl hauptsächlich Glück war, ein bisschen auch Können, eine gute Strategie und Fliegerfreunde, von denen er auch in diesem Wettbewerb viel lernen konnte. Hätte Moritz am ersten Wertungstag nicht den Pflichtanflugpunkt verfehlt, hätte er möglicherweise gestandene Piloten wie Thomas Stein und Günther Schütze von Platz 1 verdrängt.
Dazu wird er aber in den kommenden Jahren sicher noch Gelegenheit finden, auch wenn er sich sehr ambitionierte berufliche Ziele gesetzt hat : Moritz will studieren und Verkehrspilot werden. Na dann – viel Erfolg.
Zur Austrudelparty sprudelte am Tisch der Mühlhäuser Flieger ein junger Bursche vor Begeisterung fast über. Der Grund der Begeisterung war sein erfolgreicher 50-km Streckenflug, der eine wichtige Bedingung für die Segelfluglizenz ist. Bei starkem Wind, der ihn aber in Richtung Mühlhausen pustete, kreiste er in recht guter Thermik bis auf 1600 Meter Höhe und flog nach mehrmaliger erfolgreicher Thermiksuche über Nordhausen, Kleinberndten, ……… nach Mühlhausen.
Sebastian war überglücklich und sowohl er als auch sein Glücksbringer, der Teewursthamster fanden diesen ersten Streckenflug einfach nur hammmergenial.
Marion Haas
Autor: khh
Hobby mit Perspektive (Foto: Aeroclub Hans Grade e. V.)
Sturmböen und starker Regen schütteln die meisten Piloten und Helfer aus ihren Wohnwagen und Zelten. An Fliegen ist nicht zu denken. Beim Briefing ist das Wetter nur für jene Piloten interessant, die ihre Segler gern im Flugzeugschlepp nach Hause bringen wollen. Darüber hinaus gibt es noch letzte Informationen zur heutigen Abendveranstaltung und zur Siegerehrung am Sonntag. Während in der Trudelklause gesotten und gebraten wird, herrscht in Trudelcity Aufbruchstimmung. Segelflugzeuge werden abgerüstet und im Hänger verstaut, Klamotten werden vorsorglich gepackt, Zelte gereinigt und gut beraten waren diejenigen, die für diese Arbeiten den gestrigen Tag nutzten.In all dem Gewusel spricht mich Moritz Coder an, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass er nicht im Luftsportverein Greiz sondern im Altenburger Luftsportverein am Flugplatz Göpfersdorf fliegt. Prima , dachte ich mir, dieser sympathische junge Mann wird heut der Schwerpunkt meines Tagebucheintrages. Moritz ist sofort einverstanden und beginnt zu erzählen. Da er direkt neben dem Flugplatz Altenburg- Nobitz wohnt, gab es für ihn immer nur einen Wunsch – zu fliegen. Als 14-Jähriger marschierte er zu den Altenburger Segelfliegern und begann dort 2006 mit seiner fliegerischen Ausbildung. Im August 2010, als 18-Jähriger hatte er dann nicht nur seine Segelfluglizenz (PPL-C), sondern auch schon seine Motorfluglizenz (PPL-A) in der Tasche.
Hier in Bad Frankenhausen- Udersleben nahm er erstmals als Pilot an der Thüringer Streckenflugmeisterschaft teil. Und das mit sichtlichem Erfolg. Zum einen konnte er am 28. Juli den Tagessieg erfliegen, da er sich für die Flächenaufgabe eine gute Flugstrategie überlegt hatte und die auch gut umsetzte. In der Gesamtwertung landetet er immerhin auf Anhieb auf Platz 2 der kleinen Clubklasse. Auf die Frage, wie er so jung schon so erfolgreich sein kann, antwortet er bescheiden, dass das wohl hauptsächlich Glück war, ein bisschen auch Können, eine gute Strategie und Fliegerfreunde, von denen er auch in diesem Wettbewerb viel lernen konnte. Hätte Moritz am ersten Wertungstag nicht den Pflichtanflugpunkt verfehlt, hätte er möglicherweise gestandene Piloten wie Thomas Stein und Günther Schütze von Platz 1 verdrängt.
Dazu wird er aber in den kommenden Jahren sicher noch Gelegenheit finden, auch wenn er sich sehr ambitionierte berufliche Ziele gesetzt hat : Moritz will studieren und Verkehrspilot werden. Na dann – viel Erfolg.
Zur Austrudelparty sprudelte am Tisch der Mühlhäuser Flieger ein junger Bursche vor Begeisterung fast über. Der Grund der Begeisterung war sein erfolgreicher 50-km Streckenflug, der eine wichtige Bedingung für die Segelfluglizenz ist. Bei starkem Wind, der ihn aber in Richtung Mühlhausen pustete, kreiste er in recht guter Thermik bis auf 1600 Meter Höhe und flog nach mehrmaliger erfolgreicher Thermiksuche über Nordhausen, Kleinberndten, ……… nach Mühlhausen.
Sebastian war überglücklich und sowohl er als auch sein Glücksbringer, der Teewursthamster fanden diesen ersten Streckenflug einfach nur hammmergenial.
Marion Haas

